text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Krone und Blut Die Königskriege 2 - Roman von Low, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Krone und Blut

Der Kampf um Schottland geht weiter In den düsteren Jahren des frühen 14. Jahrhunderts kämpft das Schottische Königreich verzweifelt gegen die englischen Besatzer. Doch die großen Kriegsherren und Clansführer sind der Schlachten müde. Sir William Wallace, einer der Führer des schottischen Widerstands, muss nach Frankreich fliehen. Für den englischen König Edward scheint die Stunde des Sieges gekommen. Doch als der legendäre Freiheitskämpfer Robert the Bruce seinen Anspruch auf die schottische Krone geltend macht, flammt der Widerstand wieder auf. Der Kampf um die Freiheit wird für viele der letzte sein ... Robert Low ist Journalist und Autor. Mit 19 Jahren war er als Kriegsberichterstatter in Vietnam. Seitdem hat ihn sein Beruf in zahlreiche Krisengebiete der Welt geführt. Um seine Abenteuerlust zu befriedigen, nimmt er regelmäßig an Nachstellungen von Wikingerschlachten teil. Robert Low lebt in Largs, Schottland - dem Ort, wo die Wikinger schließlich besiegt wurden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 09.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641124878
    Verlag: Heyne
    Serie: Die Königskriege Bd.2
    Originaltitel: The Lion at Bay
    Größe: 1051 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Krone und Blut

KAPITEL 1

DAS MOOR VON HAPPREW, IN DER NÄHE VON PEEBLES

LICHTMESS-SONNTAG, FEBRUAR 1304

Kalter Regen, und dazu der Schwarze John.

Wirklich keine ermutigenden Umstände für einen erfolgreichen Krieg, dachte Sir Hal, aber wenn man dann noch Bruce' grimmige Visage dazunimmt, den endlosen Marsch durch die Februarnässe, die Verwüstungen, den Rauchgestank und die Ruinen überall, dann konnte einem wirklich das Lachen vergehen.

Die Reiter waren tropfnass, und ihre Stimmung konnte mieser nicht sein, die Pferde standen mit hängenden Köpfen in einem Meer aus gelbbraunem Farn und verschlungenen schwarzen Heidekrautwurzeln, in dem nur hier und da etwas grünes Moos zu einer gewissen Abwechslung beitrug.

Und auch sie waren still, bemerkte Hal. Die Ritter und Sergeants waren vollkommen von der Sorge um ihre teuren, verwöhnten und warm eingehüllten Streitrosse in Anspruch genommen, auf denen natürlich niemand ritt. Die durchnässten, mürrischen Knappen mussten zum hundertsten Mal ihre Fesseln und Hufe untersuchen. Die Pferde, die jetzt tatsächlich geritten wurden, standen erschöpft und mit Schlamm verdreckt da, doch sie zählten nichts neben den Destriern, von denen jeder den Preis für ein schönes Herrenhaus in Lothian wert war.

Die Schotten saßen beklommen auf ihren zotteligen Ponys und unterhielten sich so leise, dass das Schmatzen der Pferdehufe im Schlamm, das Klirren und Klimpern von Zaumzeug und Klingen laut dagegen schien. Hal wusste, warum sie geduckt dasaßen und nur zu flüstern wagten, der Grund dafür war weder der Regen noch die vermutliche Nähe des Feindes.

Dies hier war Sheean Stank, wo niemand sich gern freiwillig aufhielt, eine plötzliche Erhebung in einer flachen Gegend, in der sich Flussauen mit tückischem Moor abwechselten, und hier lebte das Volk der Sheean - die sidhean. Obwohl kaum mehr als zwanzig Fuß höher als das umliegende Land, erschien es einem hier wie ein Berg, und jeder wusste, dass dies ein Ort war, wo man aus dieser Welt in die nächste versetzt werden konnte, wo die Elfen einen scheinbar nur einen Tag lang festhielten, doch wenn man zurückkam, waren in der Welt inzwischen sechzig oder gar hundert Jahre vergangen.

Black John Segrave seinerseits hielt nicht viel von Elfen und Feen. Kalter Stahl, davon war er überzeugt, war bei diesen gottlosen Geschöpfen genauso wirksam wie bei schottischen Rebellen, womöglich waren sie sogar ein und dasselbe in diesem Land, das schon rein äußerlich durch Form und Namen auf seine Bewohner hinwies: Foulbogskye, Slitrig, Wolf Rig, Bloody Bush. Und Sheean Stank.

Er blickte hinüber zu Bruce, dem Earl von Carrick und Erben von Annandale, und versuchte ein freundliches Gesicht zu machen, denn Bruce war der neue Günstling Edwards, und die etwa zwanzig verwahrlosten Schotten, die ihn begleiteten, stammten angeblich aus der Gegend und kannten sich in diesem Gelände aus. Außerdem galten sie als loyal gegenüber König Edward. Allerdings bezweifelte Segrave zunehmend das eine ebenso wie das andere. Doch der König hatte sie zu einem ganz bestimmten Zweck ausgesandt, nämlich um die letzten Rebellen ausfindig zu machen und ihre Anführer endlich festzunehmen. Vor allem Wallace.

Und deshalb ritten sie hier mit Schotten, die man ihrem Aussehen und ihrem Verhalten nach selbst für Rebellen halten konnte. Sie wurden von Sir Henry Sientcler von Herdmanston angeführt, den alle nur Hal nannten, selbst die zerlumpten, dreckigen Kerle in seinem Gefolge, die einem graubärtigen Raubein namens Sim Craw unterstanden, das Segrave unter normalen Umständen wegen seiner Unverschämtheit ihm gegenüber schon längst aufgehängt hätte.

Segrave traute keinem von ihnen und wünschte sich inständig, dass Sir Robert Cliffords Leute nicht von ihm getrennt worden wären. Das letzte Mal, als er einen Trupp aufgeteilt hatte, hatte er plötzlich eine unerklärliche Angst empfunden - das war voriges Jah

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen