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Lady Amor und der Lord Historischer Liebesroman von Laurens, Stephanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.12.2016
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Lady Amor und der Lord

Henrietta Cynster hat ein Gespür für unglückliche Verbindungen und schon manche Londoner Lady davor bewahrt, den Falschen zu heiraten. Auch die Auserwählte von James Glossup konnte sie überzeugen, die Verlobung zu lösen. Was Henrietta nicht wusste: Der junge Adelige verliert sein Erbe, wenn er nicht schnellstens eine Frau präsentiert. Um ihm zu helfen, muss Henrietta erstmals auf Amors Wegen wandeln. Und je länger die Suche dauert, desto mehr fühlt sie selbst sich zu dem charmanten Lord hingezogen ... Die Bücher von Stephanie Laurens muss man einfach lesen!' New York Times-Bestsellerautorin Linda Howard

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 05.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956499777
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 444 kBytes
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Lady Amor und der Lord

1. Kapitel

London, April 1837

Es war Zeit, sich umzukleiden für den zweifellos anstrengenden Abend, der vor ihr lag.

Henrietta Cynster eilte die Treppe im Haus ihrer Eltern in der Upper Brook Street hinauf und ließ sich noch einmal durch den Kopf gehen, was sie ihrer Freundin Melinda Wentworth mitzuteilen hatte, wenn sie sie nachher wie verabredet auf Lady Montagues Ball treffen würde.

Sie ging den Korridor entlang, öffnete die Tür zu ihrem Schlafzimmer und blieb verblüfft auf der Schwelle stehen. Ihre jüngere Schwester Mary saß am Frisiertisch und stöberte in der Schatulle, in der Henrietta ihren Schmuck aufbewahrte. Das Erscheinen der großen Schwester registrierte das Mädchen mit einem gelassenen Seitenblick und fuhr unbeeindruckt fort, in dem Durcheinander von Ketten, Ohrgehängen, Broschen und Perlen zu wühlen.

Nachsichtig lächelnd wandte Henrietta sich ihrer Zofe zu. Hannah war dabei, die neue königsblaue Ballrobe ihrer Herrin vom Bügel zu nehmen, und bedachte Mary mit einem langen, missbilligenden Blick.

Henrietta trat ins Zimmer und schloss die Tür. Genau wie sie hatte auch Mary es nicht eilig gehabt, sich umzuziehen, und trug noch ihr Tageskleid. Neugierig musterte Henrietta die entschlossene Miene ihrer jüngeren Schwester. Mary war das Nesthäkchen der Familie, aber wenn es darum ging, ihren Willen durchzusetzen, konnte sie so hartnäckig sein wie ein Terrier. "Wonach suchst du?"

Ungeduld stand in Marys Blick, als sie kurz hochsah. Sie schob die mittlere Schublade des Schmuckkästchens zu und zog die unterste heraus. "Das ... Ah, da ist sie ja! " Sie griff in den Wirrwarr glänzender Gegenstände, zerrte einen heraus und hielt ihn mit beiden Händen in die Luft. "Das hier habe ich gesucht."

Eine bemerkenswerte Wandlung ging in Marys Zügen vor, wie Henrietta staunend feststellte. Ihre Miene zeigte den Triumph eines Generals, dessen Truppen soeben eine kriegswichtige feindliche Stellung erobert hatten. Henriettas Blick fiel auf den Anhänger aus geschliffenem Rosenquarz, der an der feingliedrigen Kette mit schimmernden Amethystperlen funkelte. Sie wedelte wegwerfend mit der Hand. "Bei mir richtet die Kette nichts aus. Du kannst sie gerne haben."

Mit ihren lebhaften blauen Augen sah Mary sie durchdringend an. "Ich habe sie nicht für mich herausgesucht." Sie hielt ihrer Schwester das Schmuckstück hin. " Du musst sie tragen."

Es hieß, eine schottische Gottheit, die Lady genannt wurde, habe den Cynster-Mädchen den Schmuck zum Geschenk gemacht. Angeblich half die Kette der Trägerin, den Mann ihrer Träume zu finden - den Ehegatten, an dessen Seite sie für den Rest ihres Lebens glücklich sein würde.

Praktisch und verständig wie Henrietta war, hatte sie an der Wirksamkeit des Talismans immer gezweifelt und auch nie glauben können, dass jedes der sieben Mädchen der Familie Cynster ihr Glück in den Armen eines Mannes finden sollte, der sie liebte. Henriettas Meinung nach war es mehr als wahrscheinlich, dass mindestens eine von ihnen nicht dieses wünschenswerte Ergebnis erzielte - nämlich sie.

Sie würde diejenige sein, der das Schicksal einer alten Jungfer bevorstand, und da Mary und sie als Einzige der Cynster-Mädchen noch nicht verheiratet waren, schien sie bereits auf dem besten Wege dahin zu sein. Inzwischen war sie neunundzwanzig und kannte keinen Gentleman, den sie für eine Heirat auch nur entfernt hätte in Erwägung ziehen mögen. Umgekehrt konnte sich kein Mensch, der seine fünf Sinne beisammenhatte, vorstellen, dass die zweiundzwanzigjährige, zielstrebige, energische und unbeirrbar auf ihr zukünftiges Leben konzentrierte Mary ihr erklärtes Ziel, aus Liebe zu heiraten, nicht erreichen würde.

Henrietta ließ ihren Schal von den Schultern gleiten. "Ich sage dir doch, bei mir wirkt die Kette nicht. Nimm sie, du hast meinen Segen. Denn das ist es doch sicher, worauf du aus bist - deinen Traummann zu

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