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Lady Burtons geheimnisvoller Verführer von Marvelle, Delilah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.12.2015
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Lady Burtons geheimnisvoller Verführer

'Ich will keinen Ehemann!' Lady Bernadette Burton hat der Liebe abgeschworen, wird sie doch als reichste Frau Englands ständig von Männern bedrängt, die es nur auf ihr Vermögen abgesehen haben. Doch dem geheimnisvollen Unbekannten, der sie aus der Gewalt eines besonders skrupellosen Mitgiftjägers rettet, kann sie trotz allem einfach nicht widerstehen. Matthew ist so verwegen und verführerisch, dass ihr der Atem stockt. Und was spricht schon gegen ein einmaliges Rendezvous um Mitternacht? Aber kaum liegt sie in Matthews Armen, spürt Bernadette, dass sie noch keinen so begehrt hat wie ihn - und eine einzige Nacht niemals genug sein kann ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 18.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733765736
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1235 kBytes
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Lady Burtons geheimnisvoller Verführer

PROLOG

Überleben, meine Herren. Das ganze Leben dreht sich nur ums Überleben.

- Der Truth Teller,
eine New Yorker Wochenzeitung für Herren

Orange Street, New York City,
Juni 1822

A ls nicht mehr zu leugnen war, dass sie ihr Buchhalter und langjähriger Freund Richard Rawson über Jahre betrogen hatte, schalteten Matthew und sein Vater die Polizeibehörde ein und verlangten Richards unverzügliche Verhaftung. Richard musste geahnt haben, dass ihm der Galgen drohte, denn er war den Ermittlern zuvorgekommen und rechtzeitig abgehauen. Er hinterließ einen Haufen Gerümpel und seine geckenhafte Garderobe, die nicht einmal das Schwarze unter einem Fingernagel wert war. Der Rest der zweitausend Dollar, die er bei der Zeitung unterschlagen hatte, war längst verprasst: beim Glücksspiel, in Freudenhäusern und für die zahllosen Kinkerlitzchen, die die Huren meinten haben zu müssen.

Als bewaffnete Marshalls den Schurken endlich unter den Augen zahlreicher Schaulustiger im Bowling Green Park, gleich neben dem Broadway, stellten, kam ihm sein Pferd zu Hilfe. Es bäumte sich verschreckt auf und warf den Betrüger ab. Beim Sturz brach sich Richard Rawson das Genick. Er wurde für tot erklärt, während die einst florierende Zeitung der Miltons, der Truth Teller , Bankrott anmelden musste.

Warum war dieser Verbrecher Richard Rawson nur so glimpflich davongekommen? Hätte er gelähmt überlebt, wäre es Matthew Joseph Milton leichter gefallen, die Demütigung zu akzeptieren, dass er und sein Vater, ehedem wohlhabende Besitzer des Truth Teller mit einem Jahreseinkommen von mehr als dreihundert Dollar, heute gerade einmal acht Dollar und zweiundvierzig Cents besaßen.

Matthew ging neben seinem Vater her und schloss die Finger fester um die zusammengebundenen Enden der beiden groben Leinensäcke, die er über den Schultern trug. Das hier war also ihr neues Wohnviertel. Er legte den Kopf in den Nacken und blickte an der unverputzten Fassade eines düsteren Gebäudes hoch. Stechender Uringeruch lag in der Luft. Es war brütend heiß.

Konnte der liebe Gott wirklich so grausam sein?

Ja, er konnte es nicht nur, er war es auch.

Die glühende Nachmittagssonne brannte auf Matthews Stirn. Schweiß lief seine Schläfen hinab. In den offenen Fenstern lehnten Männer mit nackten Oberkörpern und gafften auf die Straße herunter. Andere saßen mit dreckigen Füßen auf den Fensterbänken und tranken irischen Whiskey oder rauchten halbe Zigarren. Es waren allesamt Tagediebe, die zu glauben schienen, sie lägen auf einer Decke am grasbewachsenen Ufer irgendeines Sees. Matthew bemerkte den bohrenden Blick eines vierschrötigen Kerls direkt über ihm. Er lehnte sich aus dem Fenster und spie geräuschvoll aus. Die zähe braune Spucke landete eine Handbreit neben Matthew auf dem Pflaster.

Der Mann hatte absichtlich auf ihn gezielt.

Matthew sah seinen Vater an. Raymond Charles Milton hielt eine Kiste druckfrischer Zeitungen unter den Arm. "Konnte dein Partner wirklich nicht mehr für uns tun? Ich finde, ein höherer Rabatt wäre durchaus in Ordnung gewesen."

Sein Vater musterte die Fassade abschätzig und schüttelte langsam den Kopf. Es war nicht zu übersehen, dass ihm ebenso wenig daran lag, dieses Gebäude zu betreten, wie Matthew.

Einer von ihnen beiden musste optimistisch bleiben. Matthew stupste seinen Vater an. "Es könnte schlimmer sein. Immerhin könnten wir auch im Schuldgefängnis sitzen", sagte er so zuversichtlich, wie er nur konnte.

Sein Vater warf ihm einen vernichtenden Blick zu.

Matthew schwieg. Ein Junge im Alter von sechs oder sieben Jahren kam in viel zu großen Kleidern und Stiefeln auf sie zugeschlurft. Das schlurfende Geräusch seiner Schritte verriet, wie viel Anstrengung es ihn kosten musste, die Stiefel an seinen kleinen Füßen zu behalten.

Als sein Blick auf Matthew

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