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Landluft für Anfänger - Vaterfreuden von Lämmermann, Nora (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.07.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
2,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Landluft für Anfänger - Vaterfreuden

DAS MUSS LANDLIEBE SEIN - ein digitaler Serienroman in 12 Folgen.

Folge 10: Vaterfreuden

Endlich, die Pension Hedwig brummt und die Schwestern müssen zeigen, was in ihnen steckt. Doch nicht nur verschrobene ältere und renitente junge Gäste sorgen für jede Menge Trubel. Auch Mias und Iris Vater macht den Neustart der Schwestern zu einer echten Feuerprobe. Steht er doch plötzlich mit einer neuen Frau auf der Matte! Als auch noch wertvolle Gegenstände aus den Zimmern der Gäste verschwinden und Geheimverstecke auftauchen, deren Inhalt die Familienverhältnisse vollkommen auf den Kopf stellt, bleibt keine Zeit für Liebeskummer ...

'Landluft für Anfänger' bietet 12 Folgen romantisch humorvolles Lesevergnügen für Fans von Kerstin Gier und Britta Sabbag.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 107
    Erscheinungsdatum: 29.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838747873
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 541 kBytes
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Landluft für Anfänger - Vaterfreuden

Samstag, 5. Juli

9:00. Vor der Pension am Frühstückstisch

"Muss das sein? Tiere haben meines Erachtens allenfalls in Form von Aufschnitt etwas am Tisch zu suchen!", herrscht mein Vater Elke an, gerade als ich eine Kanne Kaffee auf den Frühstückstisch stelle. Er spricht gerade leise genug, damit die Gäste an den benachbarten Tischen ihn nicht verstehen. Stein des Anstoßes ist das Gössel, das auf Elkes Schoß sitzt und sein Aufzuchtfutter aus einem Napf pickt. Zwei erschrockene Augenpaare starren Bernd an. Sie gehören den beiden Kindern unserer Patchworkfamilie, die nicht von Elkes Seite weichen, seit sie mit dem Vogel am Frühstückstisch aufgetaucht ist. Trotz der wiederholten Rufe ihrer Eltern. Bis eben haben sie sich darüber gestritten, wer das Gänschen jetzt mal halten darf. Hella klopft meinem Vater begütigend auf den Oberschenkel, während Elke so tief verletzt wie möglich zu ihrem Ex hinüberschaut. – "Du bist so roh und herzlos, Bernd! Das ist mal wieder typisch!" Mein Vater schnaubt. – "Eine Gans ist kein Kuscheltier, die gehört zu ihren Artgenossen und nicht auf den Schoß einer sentimentalen Frau." – "Wir sind hier alle an die Gesellschaft von Tweety bei den Mahlzeiten gewöhnt", nimmt Mia jetzt ihre Mutter in Schutz und schiebt trotzig das Kinn vor. – "Ja, das stimmt. Da wirst du dich wohl auch daran gewöhnen müssen." Das war meine Mutter. Sie und Elke tauschen einen einträchtigen Blick. – "Ihr zwei versteht euch wohl prima, was?", zischt meine Vater. Ich bin auch überrascht über die Solidaritätsbekundung. Ihren anfänglichen Widerwillen Elke gegenüber hat meine Mutter zwar bereits vor Wochen abgelegt, doch die Tatsache, dass Elke jetzt zum Kampieren unter freiem Himmel verdonnert war, hatte die Fronten zwischen den beiden wieder etwas verhärtet. Aber heute Morgen, direkt nach dem ersten Schock über die Anwesenheit des gemeinsamen Ex, scheint sich zwischen den beiden Frauen eine neue Verschworenheit eingestellt zu haben. – "Bernd, das Kleine ist doch wirklich herzig, jetzt sei friedlich", sagt Hella und bekommt ein Brummen zur Antwort, was wiederum sowohl Elke als auch meine Mutter sichtbar in Erstaunen versetzt. Sie hatten wohl eher erwartet, dass mein Vater seine Begleitung scharf zurechtweist. Diese Hella scheint ein Händchen für meinen und Mias sonst nicht gerade pflegeleichten Erzeuger zu haben, der sich heute von seiner besonders ungnädigen Seite zeigt. Na ja, mit gleich zwei Exfrauen am Tisch ... Andererseits hat er ihnen mit großem Gusto und unverhohlenem Stolz seine neueste – wirklich anziehende – Eroberung vorgestellt. Jetzt wirft er mir einen missbilligenden Blick zu, als ich mich zum Nebentisch begeben will, um ihn abzuräumen. Hier haben zuvor Frau Schaller I. und Frau Schaller II. gefrühstückt, bevor sie in Wanderkluft zu irgendeinem Ausflug aufgebrochen sind. Mein Vater hält mich am Handgelenk fest. – "Kannst du dich nicht mal zu uns setzen, anstatt die ganze Zeit geschäftig zu tun?" – "Vati, wir haben Gäste, und die wiederum haben ein Recht auf ein anständiges Frühstück." Ich lächle den Vater des Mädchens an, der jetzt an den Tisch meiner Familie tritt, um die Kinder zu ihren Kakaotassen zurückzuholen. – "Noch Kaffee? Alles zu Ihrer Zufriedenheit?", frage ich und löse meinen Arm aus dem Griff meines Vaters. – "Alles bestens." – "Jetzt lass deine Tochter ihre Arbeit machen", höre ich Hella hinter mir leise zu meinem Vater sagen. Er grunzt unwillig. – "Ihre Arbeit! Weißt du, was meine Tochte

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