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Lanze und Rose Highland-Saga von Marmen, Sonia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.04.2013
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Lanze und Rose

Der zweite Roman der opulenten Highland-Saga um Caitlin und Liam!

Schottland 1715. Caitlin und Liam MacDonald leben mit ihren drei Kindern in Glencoe, dem wild-romantischen "Tal der Tränen". Bis der Aufstand der Jakobiten Schottland heimsucht und auch Liam und die beiden Söhne Ranald und Duncan zu den Waffen gerufen werden. Trotz der Auseinandersetzungen entbrennen Duncan und die zauberhafte Marion füreinander. Doch ihre Liebe muss geheim bleiben - denn Marion ist die Enkelin des Mannes, der seinerzeit einen blutigen Verrat gegen die MacDonalds angeführt hat ...

Sonia Marmen wurde 1962 in Oakville, Kanada, geboren. Mit vier Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Neuschottland, wo sie das erste Mal mit den Nachfahren von schottischen Highlandern und ihren farbenprächtigen Tartans in Kontakt kam. Sonia Marmen hat englische Wurzeln und ist fasziniert von allem Keltischen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Sorel, Québec.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 832
    Erscheinungsdatum: 30.04.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641113667
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: La Saison des Corbeaux (Coeur de Gael 2)
    Größe: 1325kBytes
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Lanze und Rose

1

Der letzte Raubzug September 1715

Die untergehende Sonne tauchte das Tal in rötliches Licht und überhauchte die mit Heidekraut und verdorrtem hohen Gras bewachsenen Hügel mit Gold- und Purpurtönen. Dort weidete ein Teil von Glenlyons Herden. Die Tiere ahnten nicht, dass sie mit begehrlichen Blicken bedacht wurden.

Duncan Macdonald nahm sein Barett aus blauer Wolle ab und strich sich mit den Fingern durch die rabenschwarze Mähne, die in den letzten Sonnenstrahlen schimmerte.

"Hmmm ... Es wäre gute Arbeit, wenn es uns gelänge, sie uns alle zu holen. Die Herde muss wohl dreißig Köpfe zählen. Sollten diese Idioten von Campbells wirklich glauben, dass wir ihnen nach unserem Misserfolg vom letzten Monat keinen erneuten Besuch abstatten würden?"

"Was meinst du, ob sie in den Hütten sind?", fragte der junge Mann, der rechts neben ihm im feuchten Heidekraut lag.

Duncan setzte seine Mütze wieder auf und wandte sich seinem Bruder Ranald zu.

"Wenn nicht, dann können sie jedenfalls nicht weit sein. Die Campbells lassen ihr Vieh niemals lange unbewacht. Wir müssen eben warten", entschied er und richtete seinen Blick erneut auf die Heide.

"Vielleicht haben sie uns entdeckt."

"Nein, das glaube ich nicht", murmelte Alasdair und beschattete die Augen mit der Hand. "Du weißt ebenso gut wie ich, dass sie uns schon angegriffen hätten, wenn sie bemerkt hätten, dass wir uns auf ihrem Land aufhalten."

Ranald richtete sich in eine kniende Haltung auf, wobei er das Gesicht verzog und sich das Kreuz rieb. Duncan gab es einen Stich, und er wandte den Blick ab. Sein Bruder sagte nichts, doch offensichtlich hatte er Schmerzen; und Duncan hatte wieder einmal das Gefühl, schuld an seinem Zustand zu sein, der sich anscheinend nicht mehr bessern wollte. Er rückte ein wenig herum, um sein Gewicht von einem Ellbogen auf den anderen zu verlagern.

Zwei Jahre waren jetzt seit dem furchtbaren Unfall vergangen, der ihm beinahe den Bruder geraubt hatte. Ranald, der nur neunzehn Monate jünger war als er, pflegte ihm wie ein Schatten zu folgen. Damals war Duncan siebzehn gewesen, und die beiden hatten sich in die Brennerei geschlichen, um sich heimlich etwas von dem "Feuerwasser" abzuzapfen; dem berühmten Whisky, den ihr Vater und Simon Macdonald viermal destillierten und eifersüchtig hüteten. Ihre Mutter hatte ihnen streng verboten, davon zu kosten. "Ihr werdet bald genug sehen, was dieses Gift aus einem Mann machen kann, meine lieben Söhne!" Wenn Caitlin Macdonald etwas angeordnet hatte, dann war es nutzlos, mit ihr zu debattieren. Sogar ihrem Vater gelang es selten, bei ihr das letzte Wort zu behalten. Daher hatten die Brüder beschlossen, sich diskret eine Flasche aus dem Eichenfass abzufüllen, das sorgfältig verborgen in einem entfernten Winkel der Destillerie stand. Ihr Vater hatte das nicht gekennzeichnete Fass zwischen dem gewöhnlichen Whisky abgestellt, um Neugierige zu täuschen. Doch da kannte er Duncan schlecht. Er hatte gesehen, wie sein Vater das Holz mit einer Kerbe markiert hatte, und wusste, wo das fragliche Fass stand.

Doch das Unternehmen war schlecht ausgegangen. Die Brüder waren ertappt worden, und als sie sich verstecken wollten, war Duncan gegen einen Holzkeil gestoßen, der die an der Wand aufgestapelten leeren Fässer hielt. Das Ergebnis war dramatisch gewesen. Mit einem höllischen Radau waren die leeren Fässer heruntergepoltert. Ranald, der keine Zeit mehr gehabt hatte, ihren Schlupfwinkel zu verlassen, hatte in der Falle gesessen und die ganze Wucht des Aufpralls abbekommen. Dabei war sein zerbrechliches jugendliches Knochengerüst schwer angeschlagen worden.

Duncan hörte noch die Schreie seines Bruders, als man ihn unter dem Berg von Eichenholzfässern hervorgezogen hatte. Er schloss die Augen. Ranald hatte mehrere Rippenbrüche und einen Beckenbruch davongetragen. Sie hatten um sein Lebe

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