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Lebkuchenküsse von Winter, Elaine (eBook)

  • Verlag: beHEARTBEAT
eBook (ePUB)
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Lebkuchenküsse

Herzerwärmend und romantisch: Die perfekte Lektüre für die Vorweihnachtszeit Was kann es Schlimmeres geben als Weihnachten? Nicht viel, glaubt Laura und fährt deswegen zur Adventszeit immer weit, weit weg von dem ganzen rührseligen Tamtam. Aber dieses Jahr wird alles anders: Sie muss ihre Mutter vertreten, die auf der verschneiten Schwäbischen Alb ein Café führt. Umgeben von Lebkuchen, Mistelzweigen und Pulverschnee wird Laura plötzlich doch warm ums Herz. Allerdings könnte das auch an Niklas liegen, dem ortsansässigen Hotelier mit einer Schwäche für Weihnachten - und für Laura ... Mit weihnachtlichen Rezepten! Lesen Sie auch 'Schneeflockenherzen', einen weiteren romantischen Weihnachtsroman von Elaine Winter. eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Elaine Winter hat schon als Kind gerne Geschichten erfunden. Sie studierte Germanistik und Anglistik, probierte sich in verschiedenen Jobs in der Medienbranche aus und kehrte bald zum Geschichten erfinden zurück. Inzwischen ist sie seit mehr als zwanzig Jahren Autorin und hat den Spaß am Erdenken schicksalhafter Wendungen und romantischer Begegnungen bis heute nicht verloren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732585458
    Verlag: beHEARTBEAT
    Größe: 1903 kBytes
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Lebkuchenküsse

Prolog

10. Dezember 1997

Schwungvoll drehte Laura sich vor dem großen Garderobenspiegel im Kreis und sah bewundernd zu, wie der weite Rock um ihre Beine schwang. Ihr neues Kleid hatte genau dieselbe Farbe wie das Mittelmeer an der italienischen Adria, in dem sie während ihrer Sommerferien geschwommen war.

»Hübsch siehst du aus. Schon richtig erwachsen.« Ihre Mutter beendete den Satz mit einem tiefen Seufzer. Sie war hinter Laura getreten und zupfte an der Samtschleife, die Lauras goldblonde Haare im Nacken zusammenhielt.

»Ich bin zwölf, also fast erwachsen«, erwiderte Laura energisch. »Sina aus der 6b hat schon einen Freund, und die ist fast vier Wochen jünger als ich. Sie haben sich neulich zum ersten Mal geküsst. Mit Zunge.«

Zu Lauras Entzücken entglitten ihrer Mutter alle Gesichtszüge, auch wenn sie sich wirklich Mühe gab, dies zu überspielen. »Du willst doch nicht etwa auch ...?«

»Nee. So zwei oder drei Wochen warte ich vielleicht noch.« Im Spiegel grinste Laura ihre Mutter breit an und bekam ein kleines bisschen Herzklopfen, weil sie wusste, dass Sven zur Geburtstagsparty ihrer besten Freundin eingeladen war. »Jetzt muss ich aber los. Sarah wird sauer, wenn ich zu spät komme. Wo ist das Geschenk?«

Wortlos und immer noch irritiert nahm ihre Mutter das Päckchen vom Dielenschrank und reichte es ihr. Laura hatte mindestens eine Stunde gebraucht, um den Schal mit den niedlichen Kätzchen darauf in glänzendes rotes Geschenkpapier zu wickeln und anschließend mit zahllosen goldenen Klebesternchen und winzigen Schleifchen zu verzieren.

»Tschüss, Mama.« Sie drückte ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange, nahm ihren Anorak vom Garderobenhaken, schlüpfte hinein und lief zur Wohnungstür.

»Pass auf dein Kleid auf«, rief Marianne hinter ihr her. »Du weißt, dass wir es eigentlich für Weihnachten gekauft haben. Für die Choraufführung in der Kirche und ...«

»Ich weiß, ich weiß. Ich passe auf, schließlich bin ich ja kein kleines Kind mehr.«

Als Laura vors Haus trat und sah, dass ein paar Schneeflocken durch die Luft tanzten, hätte sie vor Freude fast laut gelacht. Wie jedes Jahr freute sie sich so sehr auf Weihnachten, dass sie manchmal das Gefühl hatte, in ihrem Bauch hätte sich eine ganze Packung Brausepulver aufgelöst.

Im schwachen Nachmittagslicht brannte schon die Weihnachtsbeleuchtung, und die Schneeflocken fielen immer dichter. Um zu Sarah zu gelangen, musste Laura die lange Fußgängerzone durchqueren, was ihr aber an diesem Tag nichts ausmachte. So konnte sie die Vorfreude noch ein bisschen länger genießen. In diesem Jahr durfte Sarah zum ersten Mal Jungs zu ihrer Geburtstagsparty einladen, und natürlich war Sven unter den Gästen. Laura zuliebe - schließlich hatte sie ihrer besten Freundin schon oft genug von ihm vorgeschwärmt.

Bis jetzt kannten Sven und sie sich noch nicht so gut, aber trotzdem wusste Laura schon eine Menge über ihn. Er war anders als die anderen Jungs auf der Schule. Obwohl er richtig klasse aussah, war er keiner von den Typen, die es ausnutzten, dass die Mädchen sie toll fanden. Sven war eher schüchtern, aber sie hatte auch schon beobachtet, dass er richtig lebhaft werden konnte, wenn er mit seinen Freunden über Dinge sprach, die ihn interessierten.

Sven war jemand zum Heiraten und Kinderkriegen. Sicher würde er mal genauso sein wie ihr Papa. Sie konnte sich leider nur noch ganz schwach an ihn erinnern, aber wenn Mama von ihm erzählte, wurden ihre Augen immer ganz sehnsüchtig. Und das, obwohl Papa schon seit mehr als sieben Jahren tot war. Papa war ruhig und ernsthaft gewesen, und man konnte sich immer auf ihn verlassen, sagte Mama. So einen Mann wollte Laura auch. Vielleicht hatte sie ihn ja schon gefunden.

Als sie sich der Alb-Rose näherte, erkannte sie schon von Weitem Niklas Ehinger, der mit einem Besen herumhantierte. Offenbar sollte

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