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Leon und die Geisel - Band 2 Band 2 von Maaser, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.03.2013
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Leon und die Geisel - Band 2

Ihr war heiß, sie schwitzte, aber nicht wegen ihres Wollrocks. Sondern vor Angst. Immer wieder drehte sie sich um und spähte über die Schulter zurück. Stralsund im Jahr 1334: Anna rennt kopflos über den Markt. Ihr kleiner Bruder Heyno ist verschwunden! Wie oft hat sie sich gewünscht, den Quälgeist loszuwerden. Nun aber muss sie Hilfe holen: ihren besten Freund Leon, den Waisenjungen, der im Katharinenkloster aufwächst. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche nach Heyno. Ihr Weg führt sie auf ein Handelsschiff, das nach Skanör fährt. Unterwegs wird das Schiff von Piraten überfallen. Und Anna gerät in ihre Gewalt! Leon hat nur noch ein Ziel: Anna heil von dem Schiff zu bringen ... Ein mitreißender Mittelalter-Krimi - spannend und hautnah erzählt. Jetzt als eBook: 'Leon und die Geisel' von Eva Maaser. dotbooks - der eBook-Verlag. Eva Maaser, geboren 1948 in Reken (Westfalen), studierte Germanistik, Pädagogik, Theologie und Kunstgeschichte in Münster. Sie hat mehrere erfolgreiche Krimis, historische Romane und Kinderbücher veröffentlicht. Bei dotbooks erschienen bereits Eva Maasers Kriminalromane 'Der Clan der Giovese', 'Das Puppenkind', 'Tango Finale', 'Kleine Schwäne' und 'Die Nacht des Zorns'. Eva Maaser veröffentlichte bei dotbooks außerdem ihre historischen Romane 'Der Geliebte der Königsbraut', 'Der Hüter der Königin', 'Der Moorkönig', 'Die Rückkehr des Moorkönigs', 'Der Paradiesgarten' und 'Die Astronomin'. Zudem erschienen bei dotbooks Eva Maasers Kinderbuchserien um Leon und Kim: 'Leon und der falsche Abt', 'Leon und die Geisel', 'Leon und die Teufelsschmiede' und 'Leon und der Schatz der Ranen', 'Kim und die Verschwörung am Königshof', 'Kim und die Seefahrt ins Ungewisse' und 'Kim und das Rätsel der fünften Tulpe'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 171
    Erscheinungsdatum: 19.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955202156
    Verlag: dotbooks
    Serie: Leon Bd.2
    Größe: 837 kBytes
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Leon und die Geisel - Band 2

1

So schnell sie konnte, ließ Anna den Markt von Stralsund mit seinen Buden und Ständen hinter sich. Ihr war heiß, sie schwitzte, aber nicht wegen ihres Wollrocks. Sondern vor Angst. Immer wieder drehte sie sich um und spähte über die Schulter zurück.

Wo war Heyno?

Ihr siebenjähriger Bruder war auf einmal verschwunden gewesen. Einen kurzen Moment hatte sie sogar aufgeatmet. Endlich war sie den Quälgeist los, der sie mit seiner feuchten, schmutzigen Jungenhand hierhin und dorthin gezerrt hatte. Zu einem Wurf junger Hunde, die feilgeboten wurden, zum Bäcker mit seiner Zuckerware und zuletzt zu einem Gaukler, der mehr schlecht als recht mit fünf Bällen jonglierte, von denen er einen prompt fallengelassen hatte. Anna hatte über den Tölpel gelacht und den Ball aufgehoben, der ihr vor die Füße gerollt war. Und dann war Heyno nicht mehr an ihrer Seite gewesen.

Versteckte er sich vor ihr? Aber doch nicht so lange! Das war kein Spaß mehr!

Überall zwischen den Marktbuden und Karren hatte sie ihn gesucht, während das schlechte Gewissen immer heftiger an ihr nagte. Hatte sie nicht schon tausendmal gewünscht, den lästigen kleinen Kerl für immer los zu sein? Hatte sie das jemals ernst gemeint? Sie wusste nur, dass sie ihn allein nicht finden würde. Sie brauchte Hilfe. Dringend. Der vertraute Markt war auf einmal kein sicherer Ort mehr für einen kleinen Jungen. Fremde wie dieser Gaukler trieben sich dort herum.

Anna fiel das Atmen schwer, während sie in die Mönchstraße einbog, in der das Katharinenkloster lag. Das Tor in der hohen Mauer stand offen, um einen kleinen Karren mit Kornsäcken und einem Bierfass hineinzulassen. Wahrscheinlich die Spende eines frommen Stralsunder Bürgers.

Anna fegte am Bruder Pförtner vorbei, der sie verblüfft anstarrte und ihr verspätet etwas nachrief, was sie nicht verstand. Sie musste Leon finden, ihren besten Freund. Wo mochte er um diese Stunde sein? Sie hoffte nur, ihn nicht auf der Schweinewiese draußen vor der Stadtmauer suchen zu müssen. Bitte Gott, flehte sie inbrünstig, mach, dass er in einem der Gärten arbeitet.

Leon zog die Harke über den Weg und achtete darauf, dass die kleinen Furchen so gerade wie möglich ausfielen. Er hasste diese langweilige Arbeit von ganzem Herzen. Für gewöhnlich führte er sie schlampig aus, da sie letztlich für die Katz war. Im Kräutergarten trieb sich immer jemand herum, der seine Arbeit gleich wieder zunichte machte.

Für die Katz, für die Katz, zischte er unablässig aber so gut wie unhörbar zwischen den Zähnen hervor. Aus einer gewissen Entfernung mochte es sich wie Beten anhören. Hoffte er wenigstens.

Nicht weit von ihm entfernt standen einige Mönche auf dem kleinen Rasenstück in der Mitte des Kräutergartens. Sie waren in eine ernste, auf Latein geführte Unterhaltung vertieft. Nur hin und wieder schnappte er ein Wort davon auf. Es schien um eine Reise zu gehen, um eine wichtige und notwendige Mission.

Neben Abt Liudger gehörte Arnulf, der Cellerar oder Klosterverwalter, zu der Gruppe und außerdem Gernod, wie der Abt einer der älteren Brüder. Er war sowohl Apotheker als auch Arzt, einer der angesehensten Mönche des Katharinenklosters und weit über die Grenzen Stralsunds hinaus für seine Heilkunst berühmt. Der vierte war ein Fremder. Ein rundlicher, kurzbeiniger Mann um die vierzig mit weichen Gesichtszügen und grämlicher Miene. Edgar van Berghe. Ein Kollektor, der am Vortag mit zwei Knechten eingetroffen war und Unterkunft im Kloster gefordert hatte. So wie er auftrat, war sein Erscheinen eins der wichtigeren Ereignisse des Jahres 1334. Neugierig hatte sich Leon sof

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