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Leon und Mick: 24/7 von Beck, Simon Rhys (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2016
  • Verlag: dead soft verlag
eBook (ePUB)
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Leon und Mick: 24/7

Mick betreibt mit seinem Kumpel zusammen ein privates Tierasyl. Die beiden sind ständig knapp bei Kasse. Als Mick eines Nachts mit dem Wagen liegenbleibt, wird er von Leon von Dohlenstein aufgesammelt, der auf dem Rückweg von einem Interview ist. Der wohlhabende Leon ist gleichermaßen schockiert wie fasziniert von dem unkonventionellen Mick. Und da Mick dringend Geld benötigt, treffen die beiden eine pikante Abmachung. Mick geht darauf ein, obwohl er ahnt, dass Leons Wünsche ihn an seine Grenzen bringen werden. Doch nicht nur für Mick bedeutet diese Beziehung Neuland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 500
    Erscheinungsdatum: 01.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960890287
    Verlag: dead soft verlag
    Größe: 773kBytes
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Leon und Mick: 24/7

Leon

Ich werde den Hersteller des Navis verklagen. Und meinen Agenten, der mir dieses Interview aufs Auge gedrückt hat. Und den Restaurantbesitzer, dem ich das Essen zu verdanken habe, das wie ein Stein in meinem Magen liegt. Den Koch gleich mit. Die Kellnerin auch .... Den Grund überlege ich mir später.

Es regnet. Okay, den Regen kann ich nicht verklagen. Im Grunde mag ich Regen. Ich bin auch gern draußen, wenn es regnet. Aber jetzt bin ich genervt, weil ich in der Dunkelheit nicht richtig gucken kann. Was eine schlechte Voraussetzung ist, wenn man den Weg nach Hause sucht. Ich bin irgendwo falsch abgebogen und das Navi ist nach dem dritten Bitte-wenden-Hinweis verstummt. Ich warte noch auf die Navis, die einen bei falschem Abbiegen mit Schimpfwörtern belegen. "Du blöder Hornochse, das waren keine 100 Meter!" Ist vielleicht eine Marktlücke.

Letztendlich liegt meine schlechte Laune wohl daran, dass ich heute meinen Parttime-Lover abserviert habe. Das stelle ich jetzt mal ganz selbstkritisch in den Raum. Aber hey, ich hatte einfach keine Lust mehr auf Kimi. Also auf Kimis Kimme schon, aber er selbst ging mir einfach nur noch auf die Nerven. Ich weiß, das ist ungerecht, denn unsere Beziehung bestand aus klaren Regeln und Absprachen. Ich mag Regeln und Absprachen und ich kann nicht behaupten, dass Kim eine gebrochen hätte. Wäre vielleicht interessanter gewesen.

Ich hatte ihn einfach über. So wie das meist ist. Länger als ein paar Wochen kann ich niemanden in meiner Nähe ertragen. Nicht mal meinen Freund Max, den ich tatsächlich recht häufig sehe. Solange es nicht an einem Stück ist. Das ist bei Max allerdings sehr unwahrscheinlich, da er eine Tierklinik leitet und insofern ziemlich busy ist.

Okay, aber die Überlegungen, die Kim, Max und generell meine Beziehungen betreffen, helfen mir gerade kein Stück weiter.

Ich fahre noch ein bisschen auf dieser Straße, bis zur nächsten Kreuzung, beschließe ich. In diesem Moment erwacht Dirk, meine Navigationsstimme, aus seinem Dornröschenschlaf.

"Es gibt eine alternative Route."

"Ach nee", sage ich und will gerade auf dem Bildschirm genau diese Route anklicken, da sehe ich etwas direkt vor mir. Hey wow! Was ...?! Im letzten Moment erkenne ich den am Straßenrand stehenden Typen, reiße das Lenkrad zur Seite und schleudere um ihn herum. Ein paar Meter dahinter steht ein Van mit Warnblinker. Scheiße, fast hätte ich ihn erwischt! Direkt hinter dem Fahrzeug komme ich zum Stehen. Ich spüre meinen Herzschlag, er wummert in meinem Hals. Ich atme tief durch und zählte langsam bis zehn. Dieser Kerl ... fast hätte ich ihn umgenietet. Hat der nicht mehr alle Tassen im Schrank?!

Wütend, viel zu wütend, reiße ich die Tür meines Wagens auf. "Was soll denn so eine verdammte Scheiße!", brülle ich in die Dunkelheit. Ich steige aus und stapfe durch den Regen auf diesen Kerl zu. "Bist du total bescheuert, du Vollhorst?!" Ist jetzt vielleicht nicht so klug, jemand Fremdes derart anzupfeifen, aber mir gehen wirklich die Pferde durch.

Der Typ kommt langsam näher, ich erkenne trotz meiner Wut, dass er mich nicht angreifen will. "Mann, sorry, tut mir leid ..."

"Ich hätte dich fast erwischt, du Idiot! Was kasperst du überhaupt an der Straße herum?"

"Ich musste mal pinkeln. Bin liegengeblieben."

Mein Blick wandert zu seinem Wagen und zurück zu der Stelle, an der ich ihn fast auf der Kühlerhaube gehabt hätte. Dazwischen liegen locker 30 Meter.

"Und warum pisst du nicht an deinem Wagen?"

"Ich piss doch nicht an meinen Wagen!", erwidert er empört.

"Nein, das meinte ich auch nicht." Ich versuche, das Grollen aus meiner Stimme herauszuhalten. Ich bin zwar immer noch aufgebracht, aber ich will ihn nicht zusätzlich erschrecken. Hat ihn sicher auch geschockt, unser Beinahe-Zusammenstoß. "Warum läufst du hier an der Straße entlang?"

Er wirft einen Blick über die

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