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Lesbisch für Anfängerinnen 2 Cappuccino-Küsse von Martin, Celia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2013
  • Verlag: Butze Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
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Lesbisch für Anfängerinnen 2

Für das frisch verliebte Paar Tina und Astrid hängt der Himmel voller Geigen. Besonders Tina befindet sich nach ihrer Kehrtwende von der Hetera zur Lesbe im romantischen Ausnahmezustand. Als Chiara, die Ex-Geliebte von Astrid auftaucht, löst sie einige folgenschwere Missverständnisse aus, die Tinas heile Welt aus den Angeln hebt. Liebt Astrid Tina nicht mehr? War alles nur ein Strohfeuer? Eine befreundete Privatdetektivin bietet Ihre Hilfe an und überrascht mit verwirrenden Erkenntnissen. Dann taucht auch noch unerwartet Tinas Mutter auf, die noch gar nichts von der momentanen Lebenssituation Ihrer Tochter ahnt. Die Ereignisse überschlagen sich, als Henriette von Lojewski, Inhaberin eines Cateringservice, Tina in mehrfacher Hinsicht ein verlockendes Angebot macht. Denn das hat nicht nur mit Tinas beliebtem Kleingebäck, den Cappuccino-Küssen zu tun ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 01.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940611239
    Verlag: Butze Verlag
    Größe: 164 kBytes
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Lesbisch für Anfängerinnen 2

Kapitel 1

Mein Blick fiel auf einen süßen, kleinen Hintern, der, in ein dunkelblaues Höschen verpackt, unter der Bettdecke hervorlugte. Meine Freundin Astrid bewegte sich im Schlaf und bescherte mir diesen netten Anblick.

Irgendein Geräusch von draußen hatte mich an diesem Samstagmorgen ungewöhnlich früh geweckt, und nun stand ich am Schlafzimmerfenster und blickte in die herbstliche Welt hinaus. An den Bäumen, die die schmale Straße säumten, hingen noch die letzten bunten Blätter. Der Großteil bildete bereits am Boden einen braunen, feuchten Teppich. Ein paar Leute waren unterwegs, eingehüllt in dicke Jacken und bunte Schals. Ich fragte mich, wo meine Winterklamotten waren, denn ich würde sie bald benötigen. Ich war erst vor Kurzem umgezogen, zum zweiten Mal in diesem Jahr, und hatte noch nicht wieder den Überblick über alle meine Habseligkeiten erlangt. Eigentlich bin ich ein ziemlich ordentlicher Mensch, doch es hatten sich in den letzten Wochen Dinge in meinem Leben zugetragen, die definitiv mehr Aufmerksamkeit verlangten.

Mein Blick fiel wieder auf das zerwühlte Bett, aus dem ich gerade gestiegen war. Ein paar blonde, freche Haarsträhnen lugten unter der Decke hervor, und ich musste unwillkürlich lächeln. Astrid schlief noch, und ich kämpfte einen Moment lang mit mir. Sollte ich unter die heiße Dusche springen oder lieber mit ihr kuscheln? Durch die Entscheidung, die wenige Sekunden später zugunsten des warmen Bettes und der Frau darin gefallen war, wurde mir jedoch ein Strich gemacht. Das Telefon klingelte. Laut und unmissverständlich machte es mir klar, dass irgendjemand mich tatsächlich sprechen wollte. Schnell tapste ich ins Wohnzimmer, stieß mir dabei den großen Zeh an einem Stapel Bücher, die am Boden lagen statt im Regal zu stehen, und hob schließlich grimmig ab.

"Herzfeld", meldete ich mich und hörte selbst, wie grollend meine Stimme klang.

"Hallo Tina, mein Schatz", flötete es an mein Ohr. "Ich wollte mal deine neue Telefonnummer ausprobieren. Sie funktioniert!"

"Mutter!", rief ich erschrocken und zog mich instinktiv mit dem Telefon etwas weiter vom Schlafzimmer zurück in die Küche. Ich benutzte noch ein altmodisches Telefon, so eines mit Kabel, und musste jetzt ein wenig daran zerren. Mutters hellwache Stimme drang durch den Hörer. Natürlich war zu erwarten gewesen, dass sie mich irgendwann anrief. Keine Frage.

Sie hatte sich in den letzten Monaten eher selten bei mir gemeldet, und auch ich hatte, aus verständlichen Gründen, nicht gerade vehement den Kontakt zu ihr gesucht. Immerhin war ich aus einer festen Beziehung herausgeflüchtet, während sie mich in ihrer Fantasie sicherlich schon vor dem Traualtar stehen sah. Mutter beschrieb meinen Ex immer noch begeistert in den glühendsten Farben und brachte wiederholt zum Ausdruck, wie sehr sie meinen Auszug bei ihm bedauerte. Ich konnte ihr meine Beweggründe immer weniger konkret schildern, zumal wir gerade im letzten halben Jahr sehr wenig miteinander gesprochen hatten. Es war die Zeit, die ich in einer WG gelebt hatte.

Diese Monate, unter lauter Lesben, hatten mich zudem verändert. Wesentlich klarer und selbstbewusster war ich mir vorgekommen, als ich vor einigen Wochen eine eigene kleine Wohnung gemietet hatte. Tja, und es gab eine neue Liebe in meinem Leben, sie war so frisch, dass ich manchmal nachsehen musste, ob sie noch da war. Meine Gefühle für Astrid hatten mein Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. Da war vieles andere auf der Strecke geblieben. Natürlich war mir das die ganze Zeit im Kopf herumgegeistert: Wie sag ich's meiner Mutter? Aber wie so oft in solchen Dingen, es bestand ja keine Eile, dachte ich und schob den Augenblick der Wahrheit einfach stets ein wenig weiter nach hinten. Jetzt, mit Mutters munterem Geplauder am Ohr, dämmerte mir, dass es so ganz unendlich weit aufschiebbar nicht mehr wäre. Insbesondere, als ich sie sagen hörte: "... und dieses Jahr kommst du an Wei

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