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Lesbisch für Anfängerinnen 3 Damenwahl von Martin, Celia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.07.2014
  • Verlag: Butze Verlag
eBook (ePUB)
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Lesbisch für Anfängerinnen 3

Die Clique um Tina, Astrid und die WG-Frauen wird vom Leben mal wieder heftig durchgeschüttelt. Nicht genug damit, dass Käthe ihre Wohnung verlieren soll. Sie bangt auch um ihren Job, weil das Frauenkulturhaus von der Schließung bedroht ist. Als sie und ihre Freundinnen herausfinden, wer hinter dem Ganzen steckt, erleben sie eine böse Überraschung ... Nebst Irrungen und Wirrungen spielt auch so manches Frauenherz verrückt: Während Martha die toughe und widerspenstige Anwältin Ayshe anbaggert, kann Julia die Augen nicht von der hübschen, aber mürrischen Journalistin Charlotte lassen. Tina, unsere vielseitig begabte Erzählerin, schreibt beruflich an einem Artikel über aphrodisierende Speisen, die sie hemmungslos an ihren Freundinnen testet. Mit teils ungeahnten Folgen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 24.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940611413
    Verlag: Butze Verlag
    Größe: 175 kBytes
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Lesbisch für Anfängerinnen 3

Kapitel 1

Käthe saß in der Küche und heulte Rotz und Wasser.

Die Niagarafälle waren ein Dreck dagegen.

"Das geht schon eine ganze Weile so", flüsterte mir Lilli zu. Sie und Martha wechselten einen besorgten Blick. Ich zog automatisch ein Taschentuch aus meiner Jacke und reichte es der Weinenden, die sich lautstark schnäuzte, um dann wieder von Neuem in Tränen auszubrechen. Das Taschentuch sah aus, als könne man es auswringen. Was war los mit Käthe? Ich rätselte im Stillen über den Auslöser dieser Tränenflut. Hatte sie Ärger im Job? War jemand gestorben und ich wusste es noch nicht? War das hier ein Fall für Wodka? Oder Valium?

Mir war nicht wohl, noch nie hatte ich Käthe in einem solchen Zustand erlebt. Sie sah zerdrückt und zerflossen aus, wie ein rotes Gummibärchen, das zu lange in der Sonne gelegen hatte.

"Sorry Schwestern, ich habe meine Bachblüten verlegt", knurrte Martha in der ihr eigenen, trockenen Art. "Aber gleich kommt Susanne, vielleicht erfahren wir dann, was los ist."

Der heutige Abend war unser Jour fixe. Susanne, meine beste lesbische Freundin, und ich hatten bis vor einigen Monaten hier in der Wohngemeinschaft mit Lilli und Martha gelebt. Inzwischen waren wir ausgezogen, beide der Liebe wegen. Suse hatte die erste Zeit nach ihrem Auszug in Graz gelebt, der Heimatstadt ihrer Liebsten Anne.

Inzwischen waren beide zurück in der Stadt, hatten geheiratet und ein eigenes Nest bezogen, während ich in meiner eigenen Wohnung lebte und glücklich mit Astrid liiert war.

Lilli, die schon immer unaufgeregt und pragmatisch zusammenhielt, was eben so in einer Frauen-WG zusammengehalten werden musste, hatte vor kurzem das Monatstreffen eingeführt, damit wir uns nicht alle aus den Augen verloren.

Den ersten Donnerstag im Monat verbrachten wir vier seither mit Spaghetti und Rotwein in der WG-Küche, wie in alten Zeiten.

Als es klingelte, wollte ich bereits aufspringen, um zu öffnen. "Lass mal, Tina, ich gehe schon", sagte Martha. Mir schien, sie atmete erleichtert auf und beeilte sich, zur Tür zu kommen. Martha war bei Weitem die Unsentimentalste von uns allen. Gleichzeitig war sie am wenigsten eng mit Käthe befreundet. Die warf sich beim Anblick von Susanne, die gleich darauf in der Küche erschien, heulend in deren Arme. Suse blickte verstört auf das Häuflein Elend.

"Hey, Süße, was ist denn mit dir los?", wollte sie wissen. Ihre Augen huschten zu uns Dreien, aber wir konnten nur mit den Schultern zucken. Wenigstens redete Käthe jetzt. Na ja, wenn man ihre bruchstückhaften Satzfetzen so bezeichnen konnte.

"Gemeinheit ...", schniefte sie, "... Gauner ... muss raus ... und dann noch ... unmöglich ... Seiten gewechselt ... wie konnte ich bloß ... Gelder gestrichen ... erledigt".

Ihr Gestammel war nicht zu entschlüsseln. Während sie sich in Suses weiche Rundungen schmiegte, kam mir in den Sinn, dass Käthe, seit ich sie kannte, immer unbeweibt gewesen war. Und noch nie hatte ich die dünne Frau mit dem hennarot gefärbten Haar und dem Mausgesicht mit einer Frau flirten oder gar kuscheln sehen.

"Das lasse ich mir nicht gefallen!", schrie sie plötzlich in meine Gedanken hinein. Käthe setzte sich in Susannes Armen auf und schob ihre eckige Brille zurecht.

"Was ist denn Käthe? Seit du vor einer halben Stunde hier aufgetaucht bist, heulst du, und wir wissen nicht, warum. Geht es um eine Frau? Um zu wenig Zuwendung oder, womöglich noch schlimmer, schlechten Sex?" Martha zog einen Stuhl heran und setzte sich rittlings darauf, ihre langen Beine in den engen Lederhosen wippten nervös.

"Blödsinn!", schnaufte Käthe und drückte eine letzte Träne aus dem Augenwinkel. "Was du immer denkst. Du hast ja wohl nichts anderes im Kopf."

"Schon gut", ging Lilli verbal zwischen die ewigen Streithennen. Wäre sie nicht gewesen, hätte in der Vergangenheit sicher mehr als eine der an der Tagesordnung stehenden Meinungsverschi

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