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Leuchtturmnächte von Macomber, Debbie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.06.2020
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Leuchtturmnächte

Im idyllischen Küstenstädtchen Cedar Cove ist Olivia zu Hause. Das Wohl der kleinen Gemeinde und ihrer Familie liegen ihr am Herzen. Umso mehr schmerzen sie die Entscheidungen, die sie als Richterin manchmal vor Gericht fällen muss. Doch diesmal kann sie nicht anders: Olivia verweigert Ian und Cecilia die Scheidung. Denn sie spürt, dass die Liebe, die diese beiden verbindet, größer ist als die Probleme, die zwischen ihnen stehen. Sie glaubt fest daran, dass sie nur eine Chance brauchen, um wieder zueinander zu finden. Und wo könnte das besser gelingen, als in Cedar Cove, wo alle füreinander einstehen und niemand auf sich alleingestellt ist.

Regelmäßig finden sich die Werke dieser beliebten Autorin auf der Bestsellerliste der New York Times. Im Laufe ihrer beispiellosen Karriere hat Debbie Macomber über 100 Romane verfasst, die weltweit eine Fangemeinde haben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 25.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959679527
    Verlag: HarperCollins
    Serie: Cedar Cove 1
    Originaltitel: 16 LIGHTHOUSE ROAD
    Größe: 2224 kBytes
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Leuchtturmnächte

1. Kapitel

Cecilia Randall hatte von Leuten gehört, die sich dafür entscheiden würden, ihr Leben noch einmal genau gleich zu leben, wenn sie einen Wunsch frei hätten. Sie selbst zählte nicht dazu. Ihr hätte es schon vollkommen gereicht, zwölf Monate ihrer zweiundzwanzig Lebensjahre spurlos zu streichen.

Die letzten zwölf Monate.

Im Januar vergangenen Jahres, kurz nach dem Jahreswechsel, hatte sie Ian Jacob Randall kennengelernt, einen U-Boot-Fahrer der US-Marine. Sie hatte sich in ihn verliebt, ihr erster Fehler, und etwas schrecklich Verantwortungsloses getan: Sie war schwanger geworden, ihr zweiter Fehler. Dann hatte sie ihn obendrein geheiratet, ihr dritter Fehler, der alles nur noch schlimmer gemacht hatte.

Drei Fehler, die verheerende Konsequenzen nach sich zogen. Dabei war sie nicht etwa dumm. Nein, sie war einfach nur naiv, verliebt und hoffnungslos romantisch gewesen. Davon hatten die US-Marine und das Leben sie jedoch schnell kuriert.

Ihr Baby, ein Mädchen, kam zu früh zur Welt, während Ian auf See war, und es stellte sich sehr schnell heraus, dass die Kleine einen Herzfehler hatte. Bei Ians Heimkehr war Allison Marie bereits zu Grabe getragen worden. Cecilia hatte allein im unablässigen Regen des pazifischen Nordwestens gestanden, als der winzige Kindersarg in die kalte, durchnässte Erde hinabgelassen worden war. Hatte allein existenzielle Entscheidungen treffen müssen, ohne sich mit der Familie beraten zu können, ohne tröstenden Beistand durch ihren Mann zu erfahren.

Ihre Mutter lebte an der Ostküste und hatte wegen eines schweren Sturms nicht nach Washington kommen können. Ihr Vater war so hilfreich gewesen wie eh und je, mit anderen Worten: herzlich wenig. Seine Vorstellung davon, was es bedeutete, »für sie da zu sein«, bestand darin, ihr eine Beileidskarte mit ein paar Zeilen des Bedauerns über ihren Verlust zu schicken. Cecilia hatte unzählige Tage neben dem leeren Bettchen ihrer Tochter gesessen, abwechselnd geweint und in einer Schockstarre verharrt. Die Frauen der anderen Marinesoldaten hatten versucht, ihr Trost zu spenden, aber für Cecilia waren sie Fremde, und sie fühlte sich unter ihnen nicht wohl. Also hatte sie ihre Hilfe und ihre Freundschaft ausgeschlagen, und weil sie noch nicht lange in Cedar Cove lebte, hatte sie auch in der Stadt keine Freundinnen, die ihr beistehen konnten. Sie musste allein mit ihrer Trauer fertigwerden.

Als Ian endlich von seinem Einsatz nach Hause kam, gab er der US-Marine die Schuld daran, dass er nicht früher hatte heimkehren können. Er versuchte, alles zu erklären, aber inzwischen war Cecilia es gründlich leid. Für sie war nur noch eine Tatsache von Bedeutung: Ihre Tochter war tot. Ihr Mann wusste nicht und konnte unmöglich verstehen, was sie in seiner Abwesenheit durchgemacht hatte.

Da er auf einem Atom-U-Boot stationiert war, war ihre Kommunikation während eines Einsatzes auf »Familien-Telegramme« mit maximal fünfzig Wörtern beschränkt. Außerdem hätte er ohnehin nichts tun können; das U-Boot hatte sich damals unter der Polareiskappe befunden. Sie hatte ihm von Allisons Geburt geschrieben, dann von ihrem Tod. Sie hatte sich ihre Trauer in diesen kurzen Nachrichten vom Herzen geschrieben, ungeachtet dessen, dass Mitarbeiter der Marine jede einzelne Zeile unter die Lupe nahmen. Trotzdem hatte Ians Vorgesetzter es für richtig befunden, Ian erst nach Abschluss des zehnwöchigen Einsatzes davon in Kenntnis zu setzen.

»Ich wusste nichts davon«, hatte Ian wiederholt beteuert. Sie könne ihn doch nicht dafür verantwortlich machen. Aber sie tat es. Mochte es auch noch so unfair sein, Cecilia konnte ihm nicht vergeben.

Inzwischen wollte sie nur noch raus. Raus aus ihrer Ehe, raus aus dem emotionalen Sumpf aus Schuldgefühlen und Reue, einfach nur raus, und der einfachste Ausweg, den sie sah, bestand in der Scheidung.

Jetzt saß sie im Flur vor dem Gerichtssaal, entschlossener denn je, ei

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