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Lichtblaue Sommernächte Roman von Bold, Emily (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.08.2015
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Lichtblaue Sommernächte

Ein großer, bewegender Roman, eine Liebeserklärung ans Leben, das neue Buch von Emily Bold
Lauren war sich so sicher, glücklich zu sein. Zusammen mit ihrem Mann Tim und den beiden Kindern wohnt sie in einem süßen, kleinen Haus in Vermont und will sogar ihr Studium wieder aufnehmen. Bis der Schicksalsschlag kommt: Diagnose Hirntumor. Lauren will kämpfen, will nicht aufgeben, will bleiben. Aber die Krankheit ist stärker. Laurens Zustand verschlechtert sich. Kann es nicht auch eine Lösung sein, wenn sie selbst entscheidet, wann sie das Leben loslassen wird? Aber wie soll sie das ihrer Familie klarmachen? Ihren Eltern und ihren Kindern? Nach und nach begreift Lauren, dass man mit allem seinen Frieden schließen kann. "Ich verliebe mich in jeden meiner Romane, aber diese Story ist auch für mich neu und besonders!" Emily Bold Emily Bold wurde 1980 in Mittelfranken geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern lebt. Sie schreibt Romane für Erwachsene und Jugendliche und blickt mittlerweile auf dreiundzwanzig deutschsprachige sowie acht englischsprachige Bücher und Novellen zurück, die den Lesern viele romantische Stunden, und Emily Bold eine begeisterte Leserschaft beschert haben. Über das Schreiben sagt sie: "Schreiben ist für mich Entspannung, Passion und Leidenschaft. Mit meinen eigenen Worten neue Welten und Charaktere zu erschaffen ist einfach nur wundervoll."

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 07.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843711944
    Verlag: Ullstein
    Größe: 3453 kBytes
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Lichtblaue Sommernächte

Dieser eine Augenblick

"Was für ein Mistwetter!", fluchte Lauren. Sie ließ den Motor noch ein wenig laufen, obwohl sie bereits in der Parklücke stand, damit das Gebläse weiterhin warme Luft ins Wageninnere beförderte. Die Scheibenwischer quietschten über die beschlagene Frontscheibe, kamen aber gegen die Wassermassen nicht an. Es schüttete wie aus Eimern, und Lauren verspürte keinen Drang, den Wagen zu verlassen und durch das Unwetter hinüber zum Diner zu rennen. Ob Rachel schon da war und auf sie wartete? Lauren kniff die Lippen zusammen und murmelte einen Fluch. Der trommelnde Regen übertönte sogar das Radio, und je länger sie wartete, umso schlimmer wurde es. Die Pfützen auf dem Schotterparkplatz wurden immer tiefer, und langsam kroch die Feuchtigkeit durchs Gebläse in den Wagen. Schließlich stellte sie den Motor ab und steckte den Schlüssel in die Jackentasche. Sie drehte den Rückspiegel zu sich und kramte einen Lippenstift aus dem Handschuhfach. Schnell zog sie die Lippen nach und rieb sie aufeinander. Der Lidstrich über ihren grünen und leicht getuschten Augen war noch okay, und sie war heute bis auf die Sommersprossen, die sich einfach nicht mit Puder abdecken ließen, alles in allem mit ihrem Äußeren zufrieden. Immerhin hatte sie in den letzten Wochen sechs Pfund abgespeckt. Außerdem war es ja nicht so, als würde sie hier ihrer großen Liebe begegnen! Wenn es die überhaupt gab. Bisher hatten feste Beziehungen sie höchstens gestreift wie ein Fahrzeug, das die Kontrolle verloren hatte. Die meisten Kerle waren einfach zu oberflächlich, fand Lauren, die immer Sorge hatte, dass sie zu füllig wäre. Inzwischen war sie relativ schlank - wenn sich auch jede kleine Sünde immer noch sofort auf ihre Hüften legte - nach einigen Jahren des Jo-Jo-Effekts. Jetzt, wo sie bibbernd in ihrem Wagen saß, wünschte sie sich fast die wärmenden sechs Pfund zurück.

Unschlüssig trommelte sie mit den Fingern aufs Lenkrad und zuckte schließlich die Schultern.

"Scheiß drauf!"

Sie band ihre rotblonden Locken zu einem lockeren Knoten und stopfte den unter die Kapuze ihres Sommermantels. Dann zählte sie im Geiste bis drei und riss die Tür auf. Sie hechtete aus dem Auto, rannte geduckt, so schnell sie konnte, über den Parkplatz und die vier rutschigen Stufen hinauf zum Diner. Mit aller Kraft stieß sie die Tür auf und rettete sich ins Innere. Warme Luft und der Duft von gebratenen Eiern, Speck und Kaffee empfingen sie, und sie ließ ihren Mantel los, den sie mit einer Hand zugehalten hatte.

Einige Köpfe wandten sich nach diesem schwungvollen Auftritt neugierig zu ihr um, aber als sie sich die tropfende Kapuze abgestreift und das Wasser aus dem Gesicht getupft hatte, verloren die Leute schon wieder das Interesse an ihr.

Etwas atemlos von dem Sprint, japste sie nach Luft, zog den nassen Mantel aus und riss sich den Haargummi aus den Locken. Frustriert registrierte sie, dass der Saum ihrer Bootcut-Cordhose sich voll Wasser gesogen hatte und ihr nun feucht an den Stiefeln klebte. Na toll!

Möglichst unauffällig bemühte sie sich, zumindest den Schaden an ihrer Frisur mit den Fingern zu beheben, und suchte dabei die Nischen mit den rotlackierten Tischen nach Rachel ab. Am Tisch rechts hinter dem Tresen, der mit alten Blechwerbeplakaten gestaltet und von einer roten Halogenröhre beleuchtet war, konnte sie den schokobraunen Bob ihrer Freundin ausmachen. Rachel grinste sie breit an und rief ihr über den Song aus den Boxen hinweg ihr typisches "Huhu!" zu. Lauren winkte, wurde aber von der voluminösen Bedienung mit schwer beladenem Tablett aufgehalten. Sie balancierte auf einer Hand das Tablett mit Tellern voll Rührei und Pancakes und goss mit der anderen Hand einer hübschen Blondine Kaffee in die Tasse. Lauren lief das Wasser im Mund zusammen, als sie das Frühstück sah, das die Kellnerin vor der blonden Schönheit auf den Tisch stellte. Offensichtlich machte die gerade keine Diät. Und erst d

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