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Lichter an, für das wahre Leben von Fox, Ava (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
2,99 €
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Lichter an, für das wahre Leben

Weltstar, Bad Boy, Sensibelchen und die große Versuchung. All das und noch so einiges mehr, verkörpert Julian in seinen Filmen. In der Rolle des Machos fühlt er sich wohl, zerbricht jedoch langsam, aber stetig daran und versucht in den dunkelsten Stunden seiner Einsamkeit die Leere zu füllen, mit Tabletten und Wodka. Er verkörpert das kitschige Klischee des geliebten Helden, der an seiner inneren Unsicherheit zu zerbrechen droht. An einer inneren Traurigkeit, die keiner sehen und verstehen kann. Julian und Grace - zwei Menschen, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben. Er, ein Star der Kinoszene; lebend in einer Trugwelt, die nur wenig mehr kennt als Geld und Macht. Sie eine schlaue, aber nicht allzu erfolgreiche Wirtschaftsreporterin. Die von dieser Scheinwelt nicht viel hält und dies gerne zum Ausdruck bringt. Sein Stern verblasst langsam. Durch lustige und traurige Verwicklungen soll es jetzt an Grace sein, ihn wieder strahlen zu lassen. Es geht nicht um Rettung, es geht nicht um Schmeichelungen - es geht um so viel mehr. In der Liebe zu Grace meint Julian, das Ventil endlich gefunden zu haben. Doch sie droht an ihm zu zerbrechen, an seinem Egoismus und Egozentrismus. An seiner Wärme zu ersticken. Von seiner Ehrlichkeit zertreten zu werden. In einer Zeit, in der sie selbst nicht einmal weiß, dass sie sich erst noch finden muss. Fernab ihrer Heimat, bei einem Filmdreh in Vietnam, kommen sich beide auf einer anderen Ebene immer näher - doch nie reicht es für den ganz großen Schritt. Der Schein der Scheinwerfer scheint immer zwischen ihnen zu stehen. Und noch mehr die harte Realität. Denn so einfach ist das nicht, mit dem Rampenlicht. Wenn die Spotlights ständig auf einen gerichtet sind und wirklich alles in den Medien stattfinden soll - auch die Liebe. Julian muss feststellen, dass er nicht immer alles bekommen kann. Liebe tut manchmal weh. Doch wird er sich soweit verändern können, dass er Grace nicht bricht? Einfach nur er selbst ist und Grace es zulässt, einfach nur sie selbst zu sein. Einem Adler gleich, versucht er sie frei fliegen zu lassen. Ihre Flügel nicht zu berühren. Hoffend, dass sie zu ihm zurückkehren wird. Ava Fox wurde in München (OBB) geboren. Der Anziehungskraft von Büchern und dem Schreiben konnte sie sich schon als Jugendliche nicht entziehen. Die Leidenschaft, die Psyche der Menschen zu ergründen, Ängste deuten zu können und Handlungsweisen verstehen zu wollen, fesselt und motiviert sie gleichermaßen. Und doch ist nichts so faszinierend, wie das Abenteuer zweier Menschen, die zueinanderfinden. Denn nicht alles ist mit Chemie und durch die Wissenschaft erklärbar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 04.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741215087
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 451 kBytes
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Lichter an, für das wahre Leben

45° und es wird noch heißer

" H eute ist wieder mit viel Dunst, ausgelöst durch den Smog und die hohen Temperaturen, zu rechnen. Wenn möglich, ist es empfehlenswert nicht das Auto zu nehmen, sich nicht allzu lange im Freien aufzuhalten. Keinen Sport zu treiben, der ihr Herz und den Kreislauf zu sehr belastet und immer Wasser mit sich zu führen. Die Temperaturen werden heute noch auf mindestens 45 Grad Celsius steigen."

Grace seufzte und drehte ihr Autoradio leiser. Sie konnte die nasale Stimme der Radiomoderatorin einfach nicht mehr ertragen. Na super, wieder einer dieser Tage, an denen alle durchdrehen würden. Nach Los Angeles rein war der morgendliche Stau normal, aber auch ihre Nerven lagen an Tagen wie diesen mehr als blank. Weniger Hitze und weniger Staub in der Luft wären gut, eine Erholungsphase der letzten Wochen. Aber der Himmel schien kein Erbarmen mit ihnen haben zu wollen. Lange würde es bestimmt nicht mehr dauern und die ersten Waldbrände würden den eh schon smogverseuchten Himmel noch dunkler und die Luft noch dicker werden lassen.

Sie selbst fühlte sich wie ein Schwein am Spieß, sobald sie ihren Wagen mit der Air-Condition verließ. Und die Temperaturen würden in diesem August nur noch weiter steigen. Das wusste sie aus Erfahrung. Und wie Grace es vorhergesehen hatte, begrüßte sie Lärm in einer Pegellautstärke, die einem eigentlich sofort wieder Richtung Auto treiben konnte. Das Hotel war am heutigen Montagmorgen brechend voll. Vor der Tür standen hunderte von Fans. Geräusche von Surren und Sprechchören, die Grace unangenehm im Ohr widerhallten, Fotoapparate blitzten zwischen Gesichtern auf und waren für angespannte Nerven, die hier wohl jeder Angestellte, vom Bodyguard bis zum Hotelpagen hatte, extrem belastend. Dazu kamen die Schreie von viel zu jungen Frauen, die sich über die Absperrung lehnten und unweigerlich eingequetscht wurden. Plakate und Fotos ihres Idols in den Händen hielten, die Smartphones gezückt, um eventuell ein Foto zu erhaschen. Grace war klar, dass dies heute ein unerfüllter Traum von den meisten hier Anwesenden bleiben würde. Wenn nicht gar von allen. Denn Julian Cole war nicht gerade dafür bekannt, gerne Autogramme zu schreiben. So wurde es ihr zumindest von ihrer Freundin Marie erzählt. All das andere Unwichtige über diesen Schauspieler konnte sich Grace beim besten Willen nicht alles im Kopf behalten.

Brüllen und Gezeter verfolgten sie auch noch, als sie schon in der Eingangshalle stand und erst einmal durchschnaufte. Hier war es angenehm kühl und ruhig. Verstohlen zog sie an ihrer Bluse, die unangenehm an ihrer schwitzigen Haut klebte. Unter ihrem Brillensteg sammelte sich das Wasser. Mit einem lauten Seufzer wischte sie es ab.

"Ein Montagmorgen, der ohne guten starken, schwarzen Kaffee nicht auszuhalten wäre", frohlockte eine männliche heitere Stimme und Grace lächelte automatisch, als er auf sie zugeschritten kam.

"Hallo, Lucas", begrüßte Grace den großen Blonden. Der wieder perfekt aussah. Soweit sie dieses "perfekt" eben beurteilen konnte. Eigentlich nicht, denn sie hatten sich erst einmal getroffen, als Marie ihn ihr als Persönlichen Assistenten von Julian Cole vorgestellt hatte. Der Abend war feuchtfröhlich verlaufen und Marie und Lucas schienen sich gut zu verstehen - mehr musste dazu nicht gesagt werden. Dafür hatte Marie natürlich Zeit, aber heute in der Früh an ihr blödes Telefon zu gehen, um noch einmal die letzten Fragen zu klären, dafür war die Kleine zu krank.

Küsschen rechts und links. An diesen oberflächlichen Snobismus würde sich Grace nie gewöhnen. Musste sie wohl auch nicht, denn sie hatte ja mehr vor, als Stars und Sternchen Hollywoods zu interviewen. Wobei sie wieder bei ihrem Vorsatz wäre, nie so jemanden gegenübersitzen zu müssen und es jetzt doch tat. Aber es war ja eine gute Tat.

"Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht so recht, ob ein Kaffee heute wirklich reicht", lächelte Grace sch

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