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Liebe, Hoffnung und Verzeihen Julia Bd. 1901 von BROOKS, HELEN (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Liebe, Hoffnung und Verzeihen

Marianne liebt ihr Zuhause, das romantische Herrenhaus in Cornwall - das nun verloren scheint! Da schaltet sich überraschend der reiche Rafe Steed ein. Mit ihrer Hilfe will er das Anwesen in ein Hotel umwandeln. Ist das die Rettung? Oder nur eine weitere bittere Prüfung für Marianne? Denn mit einem zarten Kuss weckt Rafe in ihr eine Sehnsucht, die unerfüllbar scheint: Eine unglückliche Liebesgeschichte steht zwischen ihnen und ihren Familien. Und so beginnt für sie hoch auf den Klippen von Cornwall ein riskanter Tanz um Liebe, Hoffnung und Verzeihen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862954407
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Julia Bd.1901
    Größe: 280 kBytes
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Liebe, Hoffnung und Verzeihen

1. KAPITEL

Nur noch ein paar Stunden, dann wären alle weg. Sie musste es durchstehen. Das hätten ihre Eltern von ihr erwartet. Beinahe hörte sie ihre Mutter halbherzig tadelnd sagen: "Na los, Annie, halt die Fahne hoch." Wenn sie als kleines Kind versucht hatte, sich vor etwas Unangenehmen zu drücken, war das immer einer der Lieblingssprüche ihrer Mutter gewesen.

Marianne Carr holte tief Atem und straffte die Schultern. Nachdem sie sich mit einem Blick in den Spiegel vergewissert hatte, dass der jüngste Tränenstrom keine Spuren hinterlassen hatte, verließ sie das Zimmer. Während sie die breite Treppe hinunterstieg, bemerkte sie einzelne Personen in der Eingangshalle, aber der überwiegende Teil der Gäste war im Salon. Alle sprachen mit gedämpften Stimmen, wie es sich für Beerdigungsempfänge gehörte.

Am Fuß der Treppe traf sie auf Crystal, die Haushälterin und Freundin ihrer Mutter, die schon zur Familie gehörte, so lange wie Marianne zurückdenken konnte.

"Soll ich sie jetzt ins Esszimmer bitten?", fragte Crystal mit rot geweinten Augen.

Marianne nickte. Einen Moment drückte sie Crystal an sich. "Ohne dich wäre ich nicht damit fertig geworden. Tausend Dank! Du bist mir eine große Stütze gewesen."

Mühsam rang die rundliche Haushälterin um Beherrschung. "Den Eindruck habe ich nicht. Ich kann noch immer nicht glauben, dass sie nie wieder zur Tür hereinkommen werden."

"Ich weiß. Mir geht es genauso."

Am Abend des schrecklichen Unfalls hatte die Polizei Crystal benachrichtigt. Zwei Beamte waren zum Haus gefahren. Crystal hatte sofort Marianne angerufen, die ihre Wohnung in London innerhalb von Minuten verlassen hatte. Auf dem Weg nach Cornwall flehte sie die ganze Zeit darum, sie möge nicht zu spät im Krankenhaus eintreffen.

Von Crystal wusste Marianne, dass ihr Vater am Unfallort gestorben war, ihre Mutter aber noch lebte.

Als Marianne das Krankenhaus erreichte, hatte ihre Mutter der Polizei inzwischen erzählen können, dass ihr Mann am Steuer zusammengebrochen war. Das Auto war von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gerast.

Fünf kostbare Minuten blieben Marianne mit der Frau, die nicht nur ihre Mutter, sondern auch ihre beste Freundin war. Fünf Minuten, die für den Rest ihres Lebens genügen mussten.

Später hatte die Obduktion ergeben, dass ihr Vater einen schweren Herzinfarkt erlitten hatte und wahrscheinlich schon tot gewesen war, bevor das Auto gegen den Baum prallte.

Energisch zwang sich Marianne, nicht länger daran zu denken. Jetzt erst erkannte sie, dass Crystal sich wieder die Augen abtupfte. "Ich werde die Gäste ins Esszimmer bitten, Crystal. In Ordnung?", schlug sie vor.

"Nein, nein. Wenn du dich zusammennehmen kannst, dann kann ich es auch", protestierte Crystal zittrig. "Ich werde es machen."

Ein paar Sekunden blickten sich die beiden an, jede schöpfte in ihrer Trauer Kraft aus der anderen, bevor Crystal davoneilte.

Marianne sah auf ihre Armbanduhr, ein Geschenk ihrer Eltern zu ihrem einundzwanzigsten Geburtstag vor sechs Jahren. Ein Uhr. Um vier wären alle Verwandten und Freunde hoffentlich weg. Als sie sich der Tür zum Salon näherte, hörte sie Tom Blackthorns Stimme. Er stand mit einem großen schwarzhaarigen Mann zusammen, den sie früher schon einmal verschwommen wahrgenommen hatte.

Nicht nur als Freund, sondern auch als Anwalt ihres Vaters hatte Tom darum gebeten, noch bleiben zu dürfen, nachdem die Gäste gegangen waren, damit er das Testament ihrer Eltern verlesen konnte. Marianne wusste jedoch, dass dies nicht der einzige Grund war. Er würde es für seine Pflicht halten, darauf hinzuweisen, dass ein riesengroßes, verwinkeltes Haus wie Seacrest eine junge Frau überforderte. Dass es vernünftiger wäre, es zu verkaufen.

Doch sie würde nicht auf ihn hören. Seacrest lag ihr im Blut. Es hatte ihrem Vater im Blut gelegen und vor ihm seinem Vater. Ihr Ururgroßvater hatte das eindrucksv

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