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Liebe - lieber nicht Roman von Jones, Andy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.07.2018
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Liebe - lieber nicht

Stell dir vor, du triffst die Liebe deines Lebens - und es passt einfach gerade nicht "Einer der wenigen Romane, die es verdienen, mit 'Zwei an einem Tag' in einem Atemzug genannt zu werden. Dieses Buch hat alles, was man von einer romantischen Komödie erwartet und noch mehr." The Sun Was die Liebe angeht, haben Henry und Zoe viel gemeinsam - sie haben alles falsch gemacht: Weil er nie Klartext reden konnte, hat Henry seine Jugendliebe vorm Altar versetzt. Auch Zoe hat sich zum wirklich allerschlechtesten Zeitpunkt aus einer Beziehung verabschiedet. Auf der Suche nach Klarheit über ihre Gefühle will sie nun ein Jahr lang um die Welt reisen. Und so haben beide wirklich andere Sorgen, als sich darum zu kümmern, ob sie gerade die Liebe ihres Lebens getroffen haben. Doch es bleibt ihnen nicht viel Zeit, das zu klären, denn schon bald wird Zoe in ein Flugzeug steigen ...

Andy Jones lebt mit seiner Frau und seinen zwei kleinen Mädchen in London. Tagsüber arbeitet er in einer Werbeagentur, am Wochenende und furchtbar früh am Morgen schreibt er. Eigentlich sollte dieses Buch ein richtiges Männerbuch werden - dass dabei nun ein Liebesroman raugekommen ist, hat ihn selbst überrascht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 13.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841214973
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Originaltitel: The Trouble with Henry and Zoe
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Liebe - lieber nicht

HENRY
Warum er nicht schlafen kann

Die Frage, die Henry den Schlaf raubt, lautet: Was ist schlimmer - die falsche Frau zu heiraten oder ihr vor den Augen von hundertachtundzwanzig Gästen für alle Zeit das Herz zu brechen?

Womöglich ist es auch die Antwort, die ihm Probleme bereitet. Aber das spielt längst keine Rolle mehr. Ein Blick auf seine Uhr verrät Henry, dass es bereits 2:48 Uhr ist und man in weniger als zehn Stunden von ihm erwarten wird, "ja" zu sagen. Er wird Ringe unter den Augen haben, und schon allein deswegen wird seine Mutter - die Friseurin des Ortes und Selfmade-Kosmetikerin - vor Wut rasen. An jedem einzelnen der letzten sechs Sonntage hat sie Henry gezwungen, eine äußerst schmerzhafte, intensive Gesichtsbehandlung über sich ergehen zu lassen, doch von all ihrer Arbeit ist nun nichts mehr zu sehen.

Kurz nach seinem Heiratsantrag kündigte Henry seinen Job in der fünftgrößten Stadt Großbritanniens und kehrte zu den weiten Feldern und engen Straßen seiner Kindheit zurück. Er fand Arbeit in einer örtlichen Zahnarztpraxis und bezog sein altes Zimmer über dem Pub seiner Eltern. Letzten Sonntag verpasste seine Mutter ihm eine abschließende "besänftigende" Gesichtsmaske.

"Ein Wunder, dass er mit all diesem Getue nicht andersrum geworden ist", sagte sein alter Herr, der wie ein abgehalfterter Rockstar in der Wohnzimmertür stand - die muskulösen Unterarme vor der Gastwirtswampe verschränkt, schöne Augen, im müden Gesicht stets ein Strahlen, das schüttere, aber unbeirrbar schwarze Haar zu einer makellosen Rockabilly-Tolle gekämmt.

"Was machst du hier oben?", fragt seine Mutter, während sie eine kalte grüne Schleimschicht auf Henrys Gesicht aufträgt.

"Lokus."

Seine Mutter seufzt. "Mein Gott. Zu viel Information."

"Du hast gefragt."

"Was ist mit dem Herrenklo?"

"Das hatten wir doch schon - da friert man sich was ab."

"Weil du das Fenster nicht repariert hast, darum."

"Hab dir gesagt, ich mach das."

"Ja. Gesagt, aber nicht getan - deine Lebensgeschichte."

Henrys Vater löst einen Arm aus der Verschränkung und winkt verächtlich ab. Von dort, wo sein Vater, ehemaliger Boxer und einstiger Lokalpromi, steht, kann er nicht sehen, dass auf dem stummgeschalteten Fernsehbild Clark Gable gerade sein Cocktailglas erhebt. Henry beobachtet, wie der Blick seiner Mutter vom Fernseher zu seinem Vater und wieder zurückschnellt, sieht, wie sich der Ausdruck in ihrem Gesicht wandelt - von Verachtung zu Enttäuschung.

Henry, dessen Gesichtshaut sich unter der trocknenden Maske aus Ton spannt, sagt zu seinem Vater: "Sobald ich hier fertig bin, kümmere ich mich um die Fässer."

"Nicht, dass du dir dabei einen Nagel abbrichst", antwortet der alte Mann.

"Lass ihn in Ruhe", faucht seine Mutter.

"Nur wenn du's auch tust."

Sein Vater schüttelt den Kopf und verschwindet durch den Flur. Henrys Mutter glättet den Ton an seinem unebenen Nasenrücken und seufzt. "Deine arme Nase", sagte sie. "Deine arme, arme Nase."

Henry (benannt nach dem britischen Schwergewicht, dem es einst gelang, Muhammad Ali für sehr kurze Zeit auf die Bretter zu schicken) weiß, dass seine Mutter nach seiner Geburt zwei Fehlgeburten hatte, bevor sie sich schließlich damit abfand, niemals ein Mädchen zu bekommen. Anstelle der nicht verwirklichten Tochter - Priscilla Agatha hätte sie heißen sollen - musste also er an der Seite seiner Mutter auf diesem abgewetzten Sofa sitzen und Verdammt in alle Ewigkeit , Das Appartement , Sein Mädchen für besondere Fälle und Dutzende anderer Filme ansehen.

"Du verweichlichst ihn", sagte sein Vater immer wieder.

"Ich bringe ihm bei, ein richtiger Mann zu sein", entgegnete Sheila gewöhnlich.

Und während seine Mutter ihn weiter nostalgische Hollywood-Schinken schauen ließ, be

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