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Liebe im Land des Lächelns von Leigh, Allison (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.08.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Liebe im Land des Lächelns

Zärtlich blickt der attraktive Top-Manager Tom Taka die hübsche Helen an, und plötzlich klopft ihr Herz schneller! Dabei hat sie überhaupt nicht an einen Flirt gedacht, als sie zu Geschäftsverhandlungen nach Tokio gekommen ist: Nach einer glücklosen Ehe kann sie sich nicht mehr vorstellen, sich noch einmal zu verlieben. Doch dann zieht Tom sie bei einem romantischen Ausflug in seine Arme, und plötzlich weiß Helen: Jetzt geht es nicht mehr allein um die Zukunft ihres Verlags. Es geht um ihre eigene Zukunft mit dem faszinierenden Mann aus dem Land des Lächelns ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 02.08.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862959181
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 684 kBytes
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Liebe im Land des Lächelns

1. KAPITEL

Sie würde nie wieder glücklich sein.

Der Gedanke verfolgte und quälte sie.

Unauffällig stand Helen Hanson auf und verließ den Saal, in dem die Hochzeitsgesellschaft feierte. Niemand beachtete sie. Kein Wunder, schließlich hatte sie die meisten noch nie zuvor gesehen. Das Brautpaar war - dem Brauch entsprechend - bereits zur Hochzeitsreise aufgebrochen, und die wenigen Menschen hier, die sie kannte, waren wahrscheinlich froh, wenn sie sich nicht mit ihr abgeben mussten.

Sie fühlte sich schwach, das Herz klopfte ihr bis zum Hals, und ihr war heiß. Das konnten doch wohl keine Hitzewallungen sein? Mit einundvierzig war sie eigentlich zu jung für die Wechseljahre. Ein Nervenzusammenbruch?

Mit angestrengtem Lächeln suchte sie sich zwischen den Tischen hindurch einen Weg nach draußen. Niemand sollte merken, wie schlecht es ihr ging.

Doch sie würde nie wieder glücklich sein.

"Hör auf damit", flüsterte sie, als sie endlich den Flur erreicht hatte. Am liebsten wäre sie einfach gegangen, hätte sich in ihrem Hotelzimmer eingeschlossen, das teure Abendkleid mit ihrem alten Flanellschlafanzug vertauscht und sich im Bett verkrochen. Dort konnte sie wenigstens aufhören, die anstrengende Rolle der selbstbewussten, entscheidungsfreudigen und kompetenten Geschäftsfrau zu spielen, für die sie alle hielten.

Nimm dich zusammen, Helen, dies ist schließlich ein glücklicher Tag, sagte sie sich, doch sie konnte die Tränen nicht länger zurückhalten.

Es gab wirklich keinen Grund zum Weinen. Sie befand sich auf der Hochzeit ihrer Tochter Jenny, die sie nach der Geburt zu Adoption hatte freigeben müssen und nach über zwanzig Jahren endlich wiedergefunden hatte - und sie heiratete einen Mann, den Helen gut kannte und sehr schätzte. Dennoch brannten ihre Augen.

"Mrs. Hanson."

Helen erkannte die tiefe Stimme sofort an dem leichten Akzent und straffte die Schultern. Sie hätte wissen müssen, dass sie hier in Tokio nirgends vor ihm sicher war. Wie dumm von ihr, sich trotzdem in der Öffentlichkeit so gehen zu lassen!

Hastig blinzelte sie die Tränen weg und setzte ihr eingeübtes Lächeln wieder auf. "Mr. Taka", sagte sie freundlich. "Ich hoffe, Sie und Ihre Begleitung verbringen schöne Stunden hier."

Thomas Taka - der sich von manchen Tom nennen ließ, aber zu diesem Kreis gehörte Helen nicht - sah jedoch ebenfalls nicht sehr glücklich aus. Wie bei den geschäftlichen Treffen wirkte er gelangweilt, unnahbar und kühl.

"Wir alle fühlen uns durch Ihr Kommen sehr geehrt", fügte sie so herzlich wie möglich hinzu. Immerhin war Thomas Taka der Firmenchef von TAKA, dem japanischen Konzern, mit dem Helen für ihre marode Verlagsgruppe eine Fusion anstrebte.

"Sie wirken traurig", sagte Thomas Taka. Forschend sah er sie an.

Obwohl die Fusionsverhandlungen sich nun schon Monate hinzogen, hatte sich Helen noch immer nicht an diesen durchdringenden Blick gewöhnt. Auch der Rest des Mannes schüchterte sie ein, dabei wusste sie nicht einmal genau, warum.

Thomas Taka war zwanzig Jahre jünger als ihr verstorbener Mann George und etwas kleiner als er, wenn auch für einen Japaner ungewöhnlich groß. Das lag vielleicht an seiner amerikanischen Mutter, von der das Gerücht ging, dass sie eine strahlende Schönheit gewesen war. Trotz seiner siebenundvierzig Jahre war sein volles Haar immer noch tiefschwarz.

Man konnte Thomas Taka wohl als gutaussehend bezeichnen. Helen jedoch kümmerte das nicht. Ihre einzige Sorge war die Fusion, die er immer wieder hinauszögerte.

"Frauen weinen nun einmal bei Hochzeiten", erwiderte sie leichthin. "Das ist sicherlich nicht nur in den USA so."

Er zeigte den Anflug eines Lächelns - das hoffte sie zumindest. Bei seinen so strengen Gesichtszügen war das schwer zu sagen. Im Gegensatz zu den stets freundlich lächelnden TAKA-Mitarbeitern wirkte er immer verschlossen und ernst.

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