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Liebe ist die beste Medizin von Greenwood, Leigh (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.07.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Liebe ist die beste Medizin

Reich und berühmt will der ehrgeizige Chirurg Dr. Matt Dennis in New York werden. Stattdessen wird er vom Gesundheitsamt in das Nest Iron Springs in Virginia versetzt. Matt hasst die Berge und das Dorfleben - nicht jedoch die bezaubernde Klinikleiterin Liz. Nach einer gescheiterten Ehe ist sie mit ihren Kindern aus der Großstadt geflohen und in ihren Heimatort zurückgekehrt. Auf Anhieb funkt es zwischen Matt und Liz. Aber dann erhält er ein tolles Jobangebot aus New York. Wie wird er sich entscheiden?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 14.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733758127
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1906 kBytes
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Liebe ist die beste Medizin

1. KAPITEL

Dr. Matt Dennis konnte Rod Stewart durch das Dröhnen seines alten Ford kaum hören. Verärgert schaltete er den Kassettenrekorder ab. Die Klimaanlage funktionierte nicht mehr, denn der Motor musste alles geben, um die gewundene, schmale Straße durch die Appalachen in Virginia zu erklimmen.

Matt blickte auf die Armaturen. Die Öltemperatur war noch nicht im roten Bereich, doch es fehlte nicht viel. Da er bis zum Erhalt seines ersten Gehaltsschecks kein Geld für eine Reparatur hatte, war es äußert wichtig, dass der Motor durchhielt.

Die Landschaft sah hier ganz anders aus als an der Ostküste Virginias, wo er aufgewachsen war. Er war nicht an hohe Berge oder tiefe Schluchten gewöhnt, auch nicht an derart dichte Mischwälder. Doch die Berge waren ebenso dünn besiedelt wie die flache, sandige Halbinsel zwischen dem Atlantischen Ozean und Chesapeake.

Plötzlich wurde die Wegstrecke eben. Der Motor heulte nicht mehr, und die Temperatur im Wagen sank allmählich. Matt war nicht mit Klimaanlagen aufgewachsen. Selbst im Hochsommer kamen die Leute von Gull's Landing, seinem Geburtsort, ohne aus. Erst während des Medizinstudiums hatte er sich an Klimaanlagen gewöhnt. Damals hatte er sich zudem angewöhnt, Anzug und Krawatte zu tragen. Es entsprach seiner Vorstellung von einem Arzt und auch seinen eigenen Wünschen.

Ohne Vorwarnung ging die Straße ebenso steil bergab wie zuvor bergauf. Als Matt um die erste Haarnadelkurve fuhr, spie das rechte Hinterrad Kies in die Baumwipfel am Abhang. Zwischen ihm und einem Abflug in die Ewigkeit standen lediglich die abgenutzten Bremsbeläge. Nun wünschte er verzweifelt, er hätte sie vor der Abfahrt auswechseln lassen.

Mit quietschenden Reifen nahm Matt die nächste Kurve. Er hätte sein volles erstes Monatsgehalt für eine Leitplanke gegeben. Schweiß, der nichts mit der Hitze zu tun hatte, trat ihm auf die Stirn, als sich der Wagen in der dritten Kurve gefährlich dem Abgrund näherte.

Einige Minuten später, nach einer abrupten Biegung, überquerte die Straße einen Bach und verlief eben. Matts Puls normalisierte sich wieder, während er durch das Tal fuhr. Nichts deutete darauf hin, dass diese Gegend bewohnt war. Matt sah nur von Efeu bewachsene, zerfallene Häuser, längst verlassene Scheunen und zerbrochene Zäune. Bäume säumten die schmale Straße. Ihre Blätter schirmten das Sonnenlicht ab, und ihre Wurzeln hatten den Asphalt aufgerissen.

Ein Schild besagte, dass Iron Springs zwei Meilen entfernt lag. Wo? Auf dem nächsten Berg? Die Straße stieg erneut an. Etwa dreihundert Meter weiter erblickte Matt das erste bewohnte Haus seit fünfzehn Meilen.

Er verlangsamte das Tempo, und sein Wagen kroch über die Hauptstraße von Iron Springs. Die einzige Straße. Alle Häuser waren weiß und zweistöckig. Keines trug eine Nummer. Wie, zum Teufel, sollte er in diesem Ort jemanden finden?

Er hielt unter einer Eiche an, die schon existiert haben musste, als Thomas Jefferson die Unabhängigkeitserklärung geschrieben hatte. Als Matt ausstieg, schlug ihm eine feuchte Hitze entgegen, die das Atmen erschwerte.

Er überquerte die Straße zu einem winzigen Geschäft, das sich "Hannah's Drugs" nannte. Eine rostige, antiquierte Zapfsäule vor dem Gebäude und ein glänzender, supermoderner Getränkeautomat auf der Veranda bildeten einen krassen Gegensatz. Die abgetretenen, hölzernen Stufen ächzten unter seinem Gewicht. Eine schiefe Fliegentür sollte Insekten fernhalten.

Matt nahm sich die Sonnenbrille ab, bevor er eintrat. Das kleine Geschäft schien Drugstore, Gemischtwarenladen, Postamt und Touristenfalle in einem zu sein. Schmale Gänge trennten Metallregale, die mit Konserven, T-Shirts und Motoröl vollgestopft waren. Ein moderner Kühlschrank mit Glastür enthielt Getränke jeder Art. Irgendwo rasselte eine Klimaanlage.

"Können Sie mir sagen, wo ich Elizabeth Rawlins finde?", fragte er die Frau hinter dem Tresen.

Sie war klein, pummelig,

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