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Liebe ist ein Bauchgefühl L'amour toujours! Eine Liebeskomödie mit französischem Flair. - Roman von Brownlee, Victoria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.02.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Liebe ist ein Bauchgefühl

"Charmant, sinnlich und très français - wie eine Reise nach Paris." NINA GEORGE Eine junge Frau in Paris und zwei Feinschmecker: Bei dieser "Fromage-à-trois" ist einer zu viel ... Als Ellas Beziehung nach acht Jahren in die Brüche geht, will die junge Australierin ganz neu anfangen. Sie kündigt ihren Job und fliegt einem spontanen Impuls folgend nach Paris. Als sie die Fromagerie von Serge betritt, ist es sofort um sie geschehen - sowohl was den Käse, als auch Serge betrifft. Ella beschließt, ein Jahr lang jeden Tag eine neue Käsesorte zu probieren und darüber einen Blog zu schreiben. So trifft sie auch den charismatischen und unverschämt attraktiven Restaurantkritiker Gaston. Doch zwei Männer sind bekanntlich einer zu viel, und während ihr turbulentes Jahr in der Stadt der Liebe sich dem Ende zuneigt, muss Ella sich entscheiden ... Victoria Brownlee stammt aus Melbourne, Australien. Sie arbeitet als freie Journalistin und schreibt über Essen, Reisen und allgemeine Lifestyle-Themen. Nach einigen Jahren als Redakteurin bei "Time Out Shanghai" lebt sie nun in Paris und lässt sich dort zu ihren bezaubernden Romanen inspirieren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 18.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641233464
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Fromage à Trois
    Größe: 747 kBytes
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Liebe ist ein Bauchgefühl

Kapitel 1

Auf einem Bein hüpfend zog ich den Seidenstrumpf hoch, und da sah ich sie - die Härchen an meinem Knöchel, die dem Rasierer entgangen waren. Verdammt! Ich drehte den Kopf in Richtung Uhr, um zu schauen, ob die Zeit für eine Notfallrasur reichte. Tat sie nicht. Also schnappte ich mir das rote Kleid, das ich am Vortag während der Mittagspause in einem Korb mit heruntergesetzten Artikeln entdeckt hatte, und streifte es über. Dann zog ich den Reißverschluss des leicht zerknitterten Kleides hoch, stellte mich kerzengerade hin und überprüfte die Wirkung im Spiegel. Nicht schlecht, Ella. Ich zwinkerte mir zu. Das Kleid war eine Nummer kleiner als meine übliche Größe - was meine ohnehin schon üppigen Brüste noch mehr betonte - , aber es sah gut aus, und heute Abend wollte ich gut aussehen. Diese Verabredung würde nämlich vielleicht mein Leben verändern.

Als ich gerade auf allen vieren unter dem Bett meine schwarzen Pumps suchte, hörte ich das leise Vibrieren meines Handys. So schnell es in diesem beengenden Kleid möglich war, kroch ich hervor, stand auf und suchte unter den herumliegenden Kleidern und Büchern nach meinem Telefon. Vielleicht war das Paul, mit einer Planänderung.

"Hallo", keuchte ich in den Apparat.

"Ella, Schatz. Ich wollte nachhören, wie du dich fühlst."

"Mum." Ich seufzte. "Du bist es. Es geht mir gut. Ich mache mich gerade fertig."

"Gab es noch weitere Anzeichen, bevor er heute Morgen zur Arbeit ging?" Seit meiner ersten Verabredung mit Paul hatte sich Mum auf diesen Heiratsantrag vorbereitet. Sie nennt Paul immer einen "guten Fang".

"Mum! Hör bitte auf. Ich weiß doch gar nicht, ob etwas passieren wird." Aber selbst als ich es laut aussprach, überzeugte mich das nicht. In mir schwelte die leise Ahnung, dass der heutige Abend besonders werden würde.

"Erzähl mir einfach ganz genau, was er gesagt hat, als er dich zum Abendessen eingeladen hat."

Nun, da gab es nicht viel zu erzählen. Paul hatte eher beiläufig erwähnt, dass er einen Tisch bei Francine reserviert habe, unserem französischen Lieblingsrestaurant, und mich gebeten, ihn dort zu treffen. Vermutlich wollte er das Überraschungsmoment auf seiner Seite haben.

"Er muss etwas vorhaben ...", beharrte sie.

Und dann verstieg sie sich in die Fantasie, dass Paul einen Ring in das Champagnerglas geschmuggelt oder im Dessert versteckt haben könnte. Ihr zuzuhören brachte meine eigene Vorstellung in Gang, und ich sah lebhaft vor mir, wie er um meine Hand anhielt. Plötzlich flatterten Schmetterlinge in meinem Bauch herum. Während der vergangenen acht Jahre hatte ich das Gefühl gehabt, dass Paul und ich auf diesen Moment hinarbeiten. Natürlich überfielen auch mich, während die Jahre dahinzogen, die typischen Zweifel der Mitte Zwanzigjährigen, ob wir wirklich zusammenpassten - ich, eine unentschlossene Weltenbummlerin, und Paul, ein Realist auf der Überholspur zum Hedgefonds-Partner. Aber unsere Leben hatten sich immer enger miteinander verflochten, und nun fühlte es sich an, als sei unsere Zukunft in Stein gemeißelt. Andererseits hatte ich schon bei etlichen Gelegenheiten damit gerechnet, dass er mir einen Antrag macht, es war jedoch nie passiert: Wochenendausflüge, Urlaube im Ausland, Sonnenuntergänge am Strand. Jedes Mal lief es darauf hinaus, dass ich am Ende auf meinen ringlosen Finger hinunterschaute. Deshalb gab es eigentlich keinen Grund, wegen heute Abend hysterisch zu werden, und ich hatte den ganzen Tag dagegen angekämpft, dass sich meine Fantasie verselbständigte. Leicht fiel mir das nicht. Als Paul Anfang der Woche im Fitnessstudio war, durchkämmte ich die ganze Wohnung nach einer Ringschachtel - erfolglos.

"Mum, im Ernst, lass es. Ich bin schon spät dran und muss mich noch fertig machen. Sollte es etwas zu berichten geben, rufe ich dich an. Hab dich lieb."

"Ich drück dir die Daumen, Liebes. Halt

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