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Liebe macht dämlich Roman von Regan, Katy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2012
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Liebe macht dämlich

Carolines Leben ist ein einziges Chaos.

Nachdem sie Martin kurz vor der Hochzeit verlassen hat, lässt sie sich auf eine Affäre mit einem Kollegen ein. Toby ist super smart, super sexy - und leider verheiratet. Gegen alle guten Vorsätze verliebt sich Caroline in ihn.

Doch auch Martin lässt ihr keine Ruhe. War ihre Entscheidung richtig - oder der größte Fehler ihres Lebens?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 381
    Erscheinungsdatum: 17.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838717463
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The One Before the One, englische Ausgabe
    Größe: 735 kBytes
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Liebe macht dämlich

1

Anfang Juni 2009

Ich schätze, man kann sagen, dass sich die Dinge in meinem Leben neun Monate später kaum verbessert hatten, als meine siebzehnjährige Schwester an einem Sonntagnachmittag vor meiner Tür stand und ich betrunken und allein war.

Und wenn ich betrunken sage, dann meine ich nicht herumtorkelnd-sturzbesoffen. Gott, nein! Das wäre ja peinlich gewesen. Es war mehr dieses Zwei-große-Gläser-Wein-Betrunken. Okay, vielleicht auch eine halbe Flasche, verschärft durch zwei Kippen und den kleinen Rest aus einer Flasche Prosecco. Ich würde sagen, wenn man nur den reinen Alkoholkonsum nimmt, dann hätte ich jemanden davon überzeugen können, dass ich nicht betrunken war. Wenn ich nicht geweint hätte. Oder wenn ich nicht mit besagter Flasche Prosecco in der Hand die Tür geöffnet hätte. Oder wenn ich nicht an einem Sonntag um vier Uhr nachmittags barfuß vor der Tür gestanden hätte, in einem Brautkleid und mit einer Tiara auf dem Kopf.

Es hatte geregnet, stundenlang gegossen, aber gerade klarte es wieder auf, sodass der Himmel glühte und die Reihe weißer Reihenhäuser hinter Lexi und die Bäume im Battersea Park – die jetzt im Hochsommer wie Brokkoli-Köpfe aussahen – unwirklich erscheinen ließ, wie ein Bühnenbild.

Sie hatte einen Rollkoffer mit lauter fuchsiafarbenen Lippen darauf dabei und trug eine goldene Leggins und ein silbernes Band, das sie sich auf griechische Art um die Stirn gewickelt hatte. In dem leuchtenden Licht fiel mir auf, wie hübsch sie geworden war, mit ihrem jungenhaften Kurzhaarschnitt und einem katzenhaften Lidstrich, eine moderne Version von Wonder Woman. Ich dagegen muss wie eine Kandidatin für die schlampigste Braut des Jahres ausgesehen haben.

"Hi! Ich bin's, Lexi."

Dachte sie, ich wäre dement? Dass ich daran erinnert werden musste, wer sie war, bevor man mich zu der Kirche zurückbrachte, um dort mit der Hochzeit fortzufahren, von der ich offensichtlich weggelaufen war?

"Tut mir leid. Komme ich gerade ungelegen?"

Ich wollte mich mit einer Hand am Türrahmen abstützen, verfehlte ihn aber, sodass ich nach vorn stolperte und einen merkwürdigen unabsichtlichen Tanz auf den Stufen vor der Haustür aufführte.

"Äh ... nein."

"Okay, es ist nur, weil du ..." Mir war bewusst, dass ich schwankte, weil die Bäume sich bewegten, obwohl kein Wind wehte. "... aussiehst, als hättest du geweint. Und du trägst ein Brautkleid." Ich schaute an mir herunter. Das war nicht gelogen. "Und eine Tiara. Und du hast eine leere Flasche Wein in der Hand."

"Das ist Prosecco."

Wenn man von der leeren Flasche Prosecco und der Tatsache absah, dass mein Haus nach Alkohol und Zigaretten stank und dass Pat Benatars Love is a Battlefield aus der Stereoanlage dröhnte, fand ich, dass ich das alles ganz elegant bewältigte. Es war nur schade, dass mein Brautkleid eine fast anderthalb Meter lange Schleppe hatte, denn so konnte ich nicht behaupten, es wäre ein Abendkleid. Aber es wurde ja, wie ich schon sagte, auch alles dadurch schlimmer, dass ich betrunken war – und das mitten am Nachmittag.

"Wie lange willst du denn bleiben?" Wir stehen jetzt in meiner Küche, und ich versuche, so fröhlich wie möglich zu klingen.

Lexi lehnt am Türrahmen und blickt sich um.

"Äh, na ja, ich dachte, vielleicht für die Sommerferien ...?", fragt sie hoffnungsvoll.

Die Sommerferien? Ich muss beinahe würgen.

"Was? Du meinst, den ganzen Sommer?"

"Äh, ja." Sie lächelt. Sie

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