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Liebe mit Wellengang Roman von Seul, Michaela (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

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Liebe mit Wellengang

Viel Wind um Frizz! Die turbulente Komödie 'Liebe mit Wellengang' von Michaela Seul jetzt als eBook bei dotbooks. Wenn aus rosa Wolken eine Sturmfront wird ... Eigentlich läuft es super für die Schriftstellerin Sina: Sie soll als Ghostwriterin für die berühmte Schauspielerin Clarissa schreiben und könnte sich ihren Feierabend von Frizz, dem durchtrainierten Windsurfer, versüßen lassen. Dummerweise liegt die Betonung auf 'könnte' - denn dem Sonnyboy sind seine Freiheit und die perfekte Welle wichtiger. Und als wäre das alles nicht schon anstrengend genug, sorgt auch Sinas charmanter Nachbar auf einmal für Gefühlschaos ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Liebe mit Wellengang' von Michaela Seul. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Michaela Seul hat unter ihrem eigenen Namen, Pseudonymen und als Ghostwriterin rund 80 Bücher in den unterschiedlichsten Genres veröffentlicht: Romane, Krimis, Biografien und auch Sachbücher - darunter einige Bestseller. Viele Fans hat auch ihre Krimiserie um Franza und Flipper. Zudem betreibt die Autorin einen Blog, auf dem sie vom Leben mit ihrem Hund berichtet: www.flipper-privat.de Bei dotbooks erschien bereits ihr eBook 'Liebe mit Wellengang' und 'Musikantenknochen - Franza und Flipper ermitteln.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 213
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961481231
    Verlag: dotbooks
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Liebe mit Wellengang

Kapitel 1

Schöne Menschen sind erholsam für die Augen, wenn man, so wie ich, täglich stundenlang auf einen Computerbildschirm starrt. Meine neue Kundin war die reinste Linsenwellness. Wallende blonde Mähne mit fruchtig-prallem Dekolleté in einem himmelblauen Kleid. "Kommen Sie doch nach Ammerland", hatte sie mich am Telefon eingeladen, "das ist am Starnberger See. Ich habe da ein kleines Häuschen." Clarissa Sandrine Lichtensteins Stimme klang hell und jung - sie war wohl Ende zwanzig, allerhöchstens Anfang dreißig. Das kleine Häuschen hatte sich als Villa im Landhausstil herausgestellt, die in einem parkähnlichen Garten prunkte, wo wir auf edlen Holzmöbeln saßen. Als ich die roten Fensterläden an der Natursteinhauswand entdeckte, wusste ich, dass ich den Auftrag als Ghostwriterin annehmen würde. Ich liebe rote Fensterläden - gerade weil sie selten sind in dieser fetten oberbayerischen Landschaft voller Holzbalkone und Geranien. Doch bayerisches Flair fehlte gänzlich, dafür gab es Spalierrosen und Palmen und Olivenbäumchen in schweren Holzfässern. Alter Obstbaumbestand, Äpfel, Mirabellen, Aprikosen, Zwetschgen, überwucherte Beete, eine Dornenhecke wie aus dem Märchen, an der leuchtend rote Himbeeren sanft im lauen Wind schaukelten, und sogar einen Glaspavillon mit einem Swimmingpool darin.

"Der ist schon lange nicht mehr in Betrieb", lächelte Clarissa bedauernd. In ihrem rechten Mundwinkel prangte ein Schokoladenfleck, der ihr etwas Unbekümmertes verlieh.

Ich nickte. Ich wies sie nicht darauf hin, dass sie nur ein paar Schritte zum Starnberger See zu gehen hatte. Ich weiß, dass bei gewissen Leuten der Pool dazugehört, egal, wie nah der See sein mag. Im Vergleich zu diesem "Häuschen" hauste ich in einer Hundehütte. Was sind schon drei Zimmer in München, auch wenn sie direkt am Englischen Garten liegen, in der vielversprechenden Himmelreichstraße, solange sie gemietet sind und kein See in Sichtweite lockt. Deshalb empfange ich nur selten Kunden bei mir zu Hause. Und für das erste Treffen leihe ich mir manchmal den Porsche Carrera meines Nachbarn. Ich finde das witzig. Die Ghostwriterin verwischt ihre Spuren. Mein Nachbar leiht sich übrigens manchmal meinen Hund, wenn er sich einsam fühlt. Junge hübsche Frauen lieben große braune Hunde.

Ich hätte gewarnt sein müssen. Denn es gab schon bei unserem ersten Treffen Ungereimtheiten. Doch Clarissa Sandrine Lichtenstein bot mir Schokolade an, was mich für sie einnahm - und außerdem war sie schwanger. Das flößte mir Ehrfurcht ein, wahrscheinlich, weil ich selbst keine Kinder habe. Und ich wusste auch nicht, ob ich das ändern wollte. Ich hatte ja noch viel Zeit mit meinen Anfang dreißig. In dieser Frage war ich relativ blauäugig, wenn auch von Natur aus grünäugig. In der Abendsonne leuchten meine Augen smaragden wie Flaschenglas am Meeresstrand - Zitat meines ständigen Freundes und Exfreundes Frizz. "Grüne Augen, Froschnatur, von der Liebe keine Spur", wurde ich früher gehänselt. Während ich mir die "blauen Augen, Himmelsstern, küssen und poussieren gern" wünschte oder wenigstens braune Augen, um meine Tugend und Treue unter Beweis zu stellen, denn wer küsst schon gern einen Frosch, bin ich heute zufrieden, auch mit dem ganzen Rest. Meine Nase könnte vielleicht ein bisschen kleiner sein, aber dafür habe ich einen guten Riecher. Meine Figur erscheint sportlicher, als ich es bin, und meine dunklen Locken sehen aus, als würde ich jeden Morgen fluchend vorm Spiegel stehen. Dabei lassen sie sich leicht kämmen. Ich komme gut mit mir zurecht. Das ist nebenbei bemerkt die beste Voraussetzung, um mit Männern zu leben: nicht auf sie angewiesen zu sein. Sie wie einen Luxusgegenstand zu behandeln. Schön, wenn er da ist, und wenn er weg ist, besinnt man sich auf das Wesentliche.

Ich fand Clarissa Sandrine Lichtenstein umwerfend. Bei ihr stimmte einfach alles, und obwohl sie viel und fast ununterbrochen redete, sagte sie keinen U

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