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Liebe oder Lüge? von Dunlop, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.02.2019
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Liebe oder Lüge?

Spätestens bei ihrem heißen Kuss am Hotelpool könnte die Innenarchitektin Jenna schwören, dass Tyler genauso Feuer gefangen hat wie sie. Da macht der Mann ihrer Träume sich - so abrupt wie schon am Abend zuvor - von ihr los, und ist verschwunden. Während Jenna sich fragt, welches Spiel dieser Tyler mit ihr spielt, steckt der ziemlich in der Klemme. Denn seine Gefühle für Jenna sind echt. Doch als Privatdetektiv, der für ihren Ex-Verlobten arbeitet, darf er die gar nicht haben ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 16.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733745820
    Verlag: CORA Verlag
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Liebe oder Lüge?

1. KAPITEL

"Ist er noch da?" Jenna warf ihrer Freundin einen fragenden Blick zu, während sie am Wasserfall in der neuen Eingangshalle des Krankenhauses vorbeigingen. Candice Hammond und Jenna McBride waren Partnerinnen bei "Canna Interiors" und für die Einrichtung dieser Halle verantwortlich.

"Ein kleiner Kerl?" Candices hohe Absätze klackten auf dem neu gefliesten Fußboden. "Mit beginnender Glatze? Einer der letzten Männer, die noch nicht begriffen haben, dass Polyesteranzüge vollkommen out sind?" Sie musste etwas lauter sprechen, damit Jenna sie trotz des Wassergeplätschers hören konnte.

"Genau den meine ich." Jenna klemmte den Kugelschreiber an ihren Notizblock. Die Eingangshalle war wegen der Umbauarbeiten geschlossen, und da bereits Feierabend war, hatten die meisten Arbeiter das Gebäude inzwischen verlassen. "Wo in aller Welt hat Brandon den bloß aufgetrieben?"

Als Candice spöttisch lächelte, zeigte sich ein Grübchen in ihrer linken Wange. "Vielleicht soll sein lächerlicher Aufzug eine Art Tarnung sein."

Kopfschüttelnd strich Jenna sich das schulterlange dunkelbraune Haar aus dem Gesicht. Ihr war heiß von dem anstrengenden Arbeitstag. "Ich kann einfach nicht glauben, dass er immer noch nicht aufgibt." Vor vier Monaten hatte sie ihre Verlobung mit Brandon gelöst und war von Boston nach Seattle gezogen, um endlich Abstand zu gewinnen.

Candice setzte sich auf die Bank, von der sie einen guten Blick auf den Wasserfall hatte, und schlug ihre Beine übereinander. "Ja, man sollte es kaum für möglich halten, aber der alte Brandon ist wie das Häschen aus diesem Werbespott für Batterien: Er läuft und läuft und läuft."

"Nicht im Bett." Jenna schnaubte und war selbst überrascht von ihrer Offenheit.

Candice lachte leise und nickte anerkennend. Interessiert sah sie ihre Freundin an. "Du hast dich sehr verändert in letzter Zeit."

"Nur weil Brandon Rice für mich nicht mehr der Mittelpunkt des Universums ist?" Jenna setzte sich ebenfalls auf die Bank und legte den Schreibblock zu ihrer Handtasche.

Es war ihr peinlich, dass sie Brandons unakzeptables Verhalten so lange hingenommen hatte. Naiv und leichtgläubig bin ich, dachte sie. Ich habe eine Menge aus Büchern gelernt, aber vom Leben habe ich keine Ahnung.

"Nein, weil du endlich zugibst, dass er im Bett ein Versager ist." Candice starrte in das Wasser, das über Natursteine in das Becken rieselte. Ihr gepflegtes Haar fiel in Locken auf den Kragen ihres Blazers.

"Das konnte ich lange nicht objektiv beurteilen, weil mir die Distanz fehlte." Jenna streifte sich die Schuhe ab und wackelte mit den Zehen.

Die großen Ventilatoren unter der Decke hielten die Luft in Bewegung, aber es war Mitte Juni, und die Sonne hatte die Eingangshalle aufgeheizt.

Candice unterdrückte ein Lächeln.

"Wann sollte ich denn groß Vergleiche anstellen? Ich war gerade mal zweiundzwanzig, als ich ihn kennenlernte."

Jetzt war sie sechsundzwanzig, und dank Candice hatte sie eine zweite Chance bekommen. In diesem neuen Leben brauchte sie nicht die brave Ehefrau von Brandon Rice zu spielen, die im goldenen Käfig saß und sich von ihm wie eine Jagdtrophäe behandeln lassen musste. Oder war sie eher das artige Schoßhündchen gewesen? Jenna hatte keine Lust, darüber nachzudenken.

"Man braucht keine große Erfahrung, um zu wissen, dass drei Minuten erbärmlich sind." Candice schüttelte den Kopf, und ihre silbernen Ohrringe klimperten. Nachdenklich musterte sie das Arrangement um den Wasserfall. "Findest du den Wal nicht etwas übertrieben?"

"Der Wal ist perfekt." Jenna betrachtete zufrieden die in hellen Farben bemalte Steinskulptur inmitten der tropischen Pflanzen.

Sie beschloss, nicht länger an den zugeknöpften Brandon und seine jämmerliche Drei-Minuten-Nummer zu denken. Die Kinder würden von dem Wal begeistert sein. Der Vorstand des Krankenhauses hatte bei der Auftragsvergabe an "Canna Inte

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