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Liebe ohne Alibi Roman von Levine, Paul (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.04.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Liebe ohne Alibi

Solomon gegen Lord: Wer klagt, verliert Ein neuer Auftritt für das Duo Solomon & Lord: Der nächtliche Anruf seines Neffen Bobby katapultiert Steve in einen nervenaufreibenden Fall. Militante Tierschützer haben zwei Delphine aus einem Wasserpark "befreit" und noch vor Anbruch des Tages gibt es den ersten Toten. Doch damit nicht genug: Die gegnerische Seite vertritt - Victoria! Steve stehen harte Zeiten bevor, beruflich wie privat ... Der vierte Teil der beliebten Anwaltsserie. Paul Levine arbeitete selbst jahrelang als Juradozent und Anwalt, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Er kennt die amerikanischen Gerichte wie seine Westentasche. Levine lebt mit seiner Familie in Kalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 30.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641174477
    Verlag: Heyne
    Größe: 730 kBytes
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Liebe ohne Alibi

Sechs

Vorladung für Delfine

Im Streifenwagen fuhren sie das kurze Stück zurück in den Park. Die Cops erzählten Steve alles, was sie über Funk erfahren hatten. Wade Grisby hatte jemanden erschossen, noch so einen Kerl im schwarzen Neoprenanzug. Ein dritter Komplize, meinte der Cop. Es war auf dem Weg beim Häuschen des Wachmanns passiert. Steves Neffe hatte nichts gesehen, er war nicht einmal in der Nähe gewesen. Es ging ihm gut, und er wurde gerade von einem der Detectives befragt.

Steve spürte die Erleichterung. Wenn Victoria sein Herz war, dann war Bobby seine Seele. Vor achtzehn Monaten hatte Steve alles riskiert, um den Jungen zu retten (genauer gesagt, ihn zu kidnappen) - vor seiner eigenen Mom. Janice Solomon war Steves drogenverwirrte Schwester, eine Mutter, die ihr Kind misshandelte und verwahrlosen ließ, sowie eine notorische Lügnerin. Und das waren noch ihre besseren Eigenschaften.

Als Steve den Jungen zu sich geholt hatte, war Bobby ein psychisches Wrack gewesen. Verängstigt und von Alpträumen geplagt. Steve hatte damals beschlossen, alles Menschenmögliche zu tun, um dem Jungen zu helfen. Mittlerweile hatte Bobby große Fortschritte gemacht, wenn auch nicht ganz ohne Rückschläge. Doch im Grunde war der Junge so warmherzig und lieb, dass er Steve den Glauben an das Gute im Menschen zurückgab.

Drei weitere Streifenwagen und eine Ambulanz standen mit eingeschaltetem Blaulicht auf dem Uferdamm. Ein Trupp Polizisten in Uniform und zwei weitere in Zivil schwirrten umher. Ein Feuerwehrwagen kam angefahren, und zwei Rettungssanitäter sprangen heraus. Auf dem Causeway heulte eine weitere Sirene.

Ein paar Meter vom Killerwal-Becken entfernt saß Bobby in der ersten Reihe der Tribüne. Eingewickelt in ein pinkfarbenes Strandtuch nuckelte er Limonade aus einer Dose. Ein Hilfssheriff vom Miami-Dade County, den Steve aus dem Gericht kannte, machte sich Notizen. "Dann ist Onkel Steve hinter dem Kerl her", sagte Bobby aufgeregt. "Sie hätten ihn sehen sollen! Rattenschnell! Als hätte er eine Million Stundenkilometer drauf."

"Hey, Kiddo. Alles okay?" Steve schnappte sich seinen Neffen und drückte ihn.

"Hast du ihn erwischt? Die sollten dir eine fette Belohnung geben."

Der Hilfssheriff hob die Hand. "Augenblick noch, Mr Solomon."

Steve sah seinen Neffen forschend an. "Wirklich alles in Ordnung, Bobby?"

"Abso-posi-lutiv. Aber wo sind Spunky und Misty?"

"Irgendwo in der Bay."

Bobbys Gesichtsausdruck erstarrte. Sämtliche Energie schien zu verpuffen.

"Wo in der Bay?"

"Keine Ahnung, Kiddo. Sie sind in Richtung Südspitze des Keys geschwommen."

Was bedeutete, dass sie mittlerweile im tiefen blauen Atlantik sein konnten. Das sprach Steve aber lieber nicht aus.

"Kannst du sie finden, Onkel Steve?" Angst schwang in der Stimme des Jungen. "Kannst du sie zurückholen?"

"Ich werd's versuchen, Kiddo."

Aber wie? Vielleicht mit einer Vorladung.

"Bitte, Onkel Steve."

"Ich werde mein Bestes geben."

"Das genügt nicht!"

"Was?"

"Genügt nicht. Genügt nicht. Genügt nicht. Ich will sie zurückhaben. Jetzt!"

Wimmernd. Zitternd. Mit verzerrtem Mund. Der alte Bobby. Dabei hatte er schon so große Fortschritte gemacht, dass es mittlerweile schwierig war, sich den bis auf die Knochen abgemagerten verdreckten Jungen mit eiternden Wunden an den Beinen vorzustellen, der in einen Hundezwinger eingesperrt gewesen war.

Steve zog Bobby zu sich hoch. Der Junge schlang Arme und Beine um seinen Onkel. Steve drückte Bobby und flüsterte ihm ins Ohr: "Es wird alles wieder gut, Kiddo."

"Klar." Das klang nicht überzeugt.

Steve spürte Bobbys Tränen auf den Wangen. "Ich weiß, wie viel dir Spunky und Misty bedeuten. Für dich sind sie wie die Geschwister, die du nicht hast."

"Das könntest du ja ändern", schniefte Bobby.

"Wie bitte?"

"D

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