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Liebe ohne Sicherungsseil Digital Edition von Faber, Merle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.06.2014
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Liebe ohne Sicherungsseil

Stefanie stockt der Atem! Vor dem Bürofenster im 20. Stock schwebt an einem Seil der absolute Traummann - und flirtet heftig mit ihr. Erst nach einer verrückten, wunderbaren Nacht mit Florian erfährt sie: Im Kampf um einen Millionenauftrag ist er ihr schärfster Konkurrent. Auf einmal hängt ihr Herz freischwebend in der Luft ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 156
    Erscheinungsdatum: 22.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733788032
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 930 kBytes
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Liebe ohne Sicherungsseil

1. KAPITEL

Stefanie Clarin griff nach der Fernbedienung. Noch glänzte der wandgroße Plasmabildschirm im Creativ-Raum von light arts neutral silbergrau, aber das würde sich bald ändern. Ihr Schatten spiegelte sich im Bildschirm, sie glaubte sogar den Schimmer ihrer rotbraunen Haare zu erkennen. Sie lächelte sich zu. Vor drei Monaten hatte sie den internationalen Lichtkünstler Robert van Halen mit einer spontanen Bewerbung nachmittags um halb drei so überrascht und mit ihrer kleinen Präsentationsmappe so beeindruckt, dass er Stefanie vom Fleck weg als neue Marketing-Fachfrau eingestellt hatte. Nun leitete sie mit nur 26 Jahren bei light arts schon einen kleinen Stab von Mitarbeitern.

Ja, es gab sie wirklich, die Glückssträhnen im Leben, und Stefanie war fest entschlossen, sie nicht abreißen zu lassen. Gerade jetzt nicht, wo sie zum ersten Mal das Privileg erhielt, hier im "Allerheiligsten" der Firma ihrem Chef Robert unter vier Augen vom neuesten Kunden zu berichten.

Der Creativ-Raum lag im siebzehnten Stock. Das natürliche Licht des Berliner Himmels flutete durch die riesigen Fenster. "Meine beste Inspirationsquelle", meinte ihr Chef. Stefanie richtete ihr rotbraunes Haar und stellte sich an die Seite des schlichten hellen Holztisches. Mehr Möbel außer zwei Stühlen duldete der renommierte Lichtdesigner nicht. Auf besondere Lichtquellen hatte Robert zu Stefanies großer Verwunderung verzichtet. Die Außenwand des Creativ-Raums bestand nur aus Glas. Stefanie blendete der perfekt blaue Himmel ein wenig, kein Wunder, dass Robert selbst hier seine blaugetönte Sonnenbrille trug. Sie passte perfekt zu seinem eisgrauen kurzen, dichten Haar. Robert war fast ein Zwei-Meter-Mann und wirkte nur deshalb schlank, weil er immer nervös war, immerzu spielte er mit irgendetwas in den Händen. Heute war es ein transparenter grüner Filzstift.

Stefanie aktivierte den wandgroßen Plasmabildschirm: Wir sind nicht zu fassen - smart light art. So ganz sicher war sie sich auf einmal nicht mehr, ob sie ihren Chef überzeugen könnte. Sie räusperte sich: "Unser neuer Claim begeistert die Kunden ..."

Robert unterbrach sie sofort. "Bitte nicht schon wieder eine Präsentation, ich hasse das." Er streckte die langen Beine unter dem Tisch aus und steckte den Filzstift in das Leinensakko. Der Endvierziger fixierte sie mit einer tiefen Falte auf der ansonsten noch immer glatten Stirn. "Ich denke, du willst mich überraschen?"

Vom ersten Tag an hatte sie bei light arts für Wirbel gesorgt und das ganze Material für die Kundenwerbung auf den neuesten Stand der Zunft gebracht. Roberts Designassistenten hatten ganz schön geschluckt. Wenn sie jetzt auch den Chef höchstpersönlich ein bisschen aufmischte, war sie nur konsequent. Stefanie straffte die Jacke des Kostüms. Ihr Chef liebte den weiten Überblick, deshalb hatte er sich hier den Creativ-Raum eingerichtet, von dem man über Berlin-Mitte und den Tiergarten hinweg bis zum Zoo sehen konnte. "Du musst einmal aus der Vogelperspektive gesehen haben, worum es geht. Nur ein Bild, Robert." Stefanie ignorierte seinen Seufzer und klickte es auf den Bildschirm. Auf den ersten Blick sah man goldenen Sand in kobaltblauem Meer, dann erkannte man die Form eines Halbmonds.

Robert reagierte sofort, er sprang auf und stützte die Arme auf den hellen Tisch vor ihm. "Was für ein klares Licht, was für ein Farbenspektrum!"

Stefanie stellte den Fuß vor, der Rocksaum ihres Businesskostüms rückte ein wenig nach oben. "Abu Faira."

"Wie bitte?", fragte Robert und glitt langsam zurück auf den Stuhl.

"Das ist ein Emirat." Stefanie wagte es und klickte ein zweites Bild an.

Robert starrte wie gebannt darauf, elektrisiert fragte er: "Ich sehe Jachten, Häuser, grüne Gärten ... Das Licht ist traumhaft, wozu brauchen die überhaupt einen Lichtdesigner wie mich?"

"Das Emirat Abu Faira schreibt einen internationalen

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