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Liebesleben verzweifelt gesucht von Blake, Rosie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.06.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Liebesleben verzweifelt gesucht

Nicola Brown überlässt nichts dem Zufall: Ob Mittagessen oder Freizeit - alles ist nach festen Plänen organisiert, nichts und vor allem niemand bringt in ihrem Leben irgendetwas durcheinander. Das beruhigt Nicola, gibt ihr Sicherheit - macht sie aber auch ziemlich einsam. Ihre Kollegin kann das nicht mehr mitansehen und nimmt ihr ein Versprechen ab: Bis zum Valentinstag muss Nicola alles in ihrer Macht Stehende tun, um ihren Traummann zu finden. Aber ist Nicola für die größte Unberechenbarkeit der Welt namens Liebe wirklich schon bereit? 'Dieser Roman ist etwas ganz Besonderes!' Fabulous Book Friend Rosie Blake schrieb Kurzgeschichten, Theaterstücke sowie Artikel für die Cosmopolitan, bevor sie ihren ersten Roman verfasste. Sie liest viel, schaut gern Disney-Filme und ist nach acht Staffeln 'Dr. House' der Überzeugung, wenn nötig, eine erstklassige Tracheotomie ausführen zu können. Rosie lebt mit ihrem Mann in Großbritannien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 05.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802598548
    Verlag: LYX
    Originaltitel: How to get a (love) life
    Größe: 779 kBytes
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Liebesleben verzweifelt gesucht

2

Behutsam stieg ich über drei Spielzeugautos, Helikopter-Ben und ein Malbuch mit Bildern von Thomas der kleinen Lokomotive und folgte James in sein Zimmer.

Als er die Tür hinter mir schloss, hörte ich das beruhigende Säuseln eines Klassiksenders, die Kinderstimmen waren dagegen nur noch schwach zu vernehmen. James wies auf einen abgewetzten braunen Ledersessel vor dem Kamin. "Setzen Sie sich doch. Tut mir leid, dass ich Sie habe warten lassen."

"Das macht doch gar nichts", erwiderte ich und setzte mich behutsam, ein Bein hinter das andere geklemmt, der Rücken kerzengerade.

"Das war ja eine nette Einführung", grinste er und förderte unter Papieren, abtrünnigem Büromaterial und einigen deplatziert wirkenden Goldmünzen meinen Lebenslauf zutage. "Aus dem Piratenschatz", erklärte er, dann sah er auf, ertappte mich bei meinem höflichen "Arbeitslächeln" und hüstelte verlegen. "Also, Nicola, Ihr Lebenslauf hat mich wirklich beeindruckt. Wie ich sehe, besitzen Sie viel Erfahrung mit hektischer Büroarbeit." Er überflog meine Referenzen. "Sie haben als Chefsekretärin für einen Headhunter gearbeitet. Da hatten Sie sicher jede Menge zu tun?"

"Ja, da stimmt", antwortete ich steif.

"Was wollen Sie dann als persönliche Assistentin in einer kleinen Agentur wie der meinen?" Seine grauen Augen musterten mich forschend. Ich wand mich unbehaglich auf meinem Sessel.

"Ich ... wollte mich verändern. Ich dachte, die Tätigkeit in einer Schauspieleragentur wäre eine neue Herausforderung, ein neuer Anfang, ein Schritt in die richtige Richtung, ähm ..."

Ich verhaspelte mich. Ich war mir ziemlich sicher, dass Weil ich wirklich verzweifelt bin oder Weil ich ohne Arbeit meine Miete nicht zahlen kann als Gründe nicht gelten würden. Mir wurde heiß. Es war wirklich sehr heiß im Raum. Meine Hände schwebten über meinem Rock und wollten ihn glatt streichen, um einfach irgendetwas zu tun.

"Keine Angst, Nicola", sagte James freundlich. "Um die Wahrheit zu sagen, brauche ich dringend eine gute Assistentin, der es nichts ausmacht, sich richtig ins Zeug zu legen. Natürlich werden Sie auch mit übersteigerten Egos, Anrufen während irgendwelcher Dreharbeiten entnervter Schauspieler und schwierigen Kunden fertig werden müssen. Aber mit Ihrer Erfahrung", er warf einen Blick auf meinen Lebenslauf, "dürften Sie damit wohl kaum ein Problem haben." Er lächelte und zeigte dabei eine Reihe makellos weißer Zähne. "Also, wann können Sie anfangen?"

Ich starrte ihn verwirrt an. Das war's schon? "Ich, also, ähm, ich ..."

"Oh, tut mir leid, dass ich so mit der Tür ins Haus falle. Hätten Sie lieber eine schriftliche Offerte? Es ist in der Tat so, dass wir zurzeit völlig festgefahren sind, und Sie wären genau die Richtige für den Job. Könnten Sie sich vorstellen, für mich zu arbeiten?" Ich betrachtete ihn nun ein wenig genauer. An seinem Hals zuckte eine Ader, und seine Augen waren leicht blutunterlaufen. Ich verspürte den Drang, auf der Stelle Ja zu sagen, um ihn zu retten. Andererseits wollte ich keine übereilte Entscheidung treffen. Das war nicht meine Art.

Vor meinem geistigen Auge sah ich die Liste meiner übrigen Bewerbungsgespräche. Ich wollte jedes Vorstellungsgespräch erst mal fein säuberlich abhaken. Mein Herz schlug schnell. Das hier war mein erstes Vorstellungsgespräch. Was, wenn dieser Job nicht der richtige für mich war? Was, wenn Caroline und ich nicht miteinander auskamen? Was, wenn James als Chef ein Albtraum war? Was, wenn ...?

Als ich wieder aufblickte, sah ich sein angestrengtes Lächeln, seine blutunterlaufenen Augen ... und ertappte mich bei einem Nicken.

James sprang begeistert auf und schüttelte mir die Hand. "Das ist ja hervorragend! Sehr gut."

Ich konnte nicht umhin zu lachen.

"Also, wann können Sie anfangen?", wiederholte er seine

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