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Lilys Männer von Steffen, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2017
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Lilys Männer

Drei Jahre lang hat Lily auf ein Wort von Burke, mit dem sie nur eine heiße Liebesnacht erlebte, gewartet. Jetzt will sie mit dem smarten Cowboy Wes einen neuen Start ins Glück wagen. Gerade als er ihr einen Heiratsantrag macht, taucht Burke auf ....

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 06.12.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733754471
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1523 kBytes
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Lilys Männer

1. KAPITEL

Äußerlich hatte sich in Jasper Gulch nicht viel verändert, doch darum ging es Burke Kincaid auch gar nicht. Er hielt auf dem letzten noch freien Parkplatz auf der Hauptstraße und stieß schon die Wagentür auf, bevor er Motor und Scheinwerfer ausgeschaltet hatte. Schneeflocken trieben ihm ins Gesicht, während er zum Diner auf der anderen Straßenseite eilte.

Mit der Hand auf dem Türgriff blieb er stehen. Der Moment der Wahrheit, auf den er zweieinhalb Jahre gewartet hatte, war gekommen.

Du lieber Himmel! Zweieinhalb Jahre!

Seine Rückkehr war bestimmt eine Überraschung. Nein, ein Schock! In vielen schlaflosen Nächten hatte er überlegt, wie er es anstellen sollte. Er hätte schreiben oder anrufen können. Aber was hätte er sagen sollen? "Hi, Lily, ich bin es, Burke. Burke Kincaid. Ich weiß nicht, ob du dich noch an mich erinnerst, aber wir haben vor einigen Jahren eine sagenhaft leidenschaftliche Nacht miteinander verbracht, und ich hoffe ..."

Was hoffte er denn? Dass sie einfach weitermachte? Dass sie sich noch erinnerte?

Er erinnerte sich - und ob!

Als ihm damals das Benzin ausging und er zu Fuß in die Stadt kam, hatte er Lily gefunden - verträumte Augen, zarte Haut und ein unwiderstehliches Lächeln. Eigentlich hatte er nur bei ihr telefonieren und dann wie geplant seinen Halbbruder in Oklahoma City besuchen wollen. Er brauchte bloß einen Kanister Benzin und jemanden, der ihn zu seinem Wagen zurückbrachte. Doch dann lächelte Lily, und er vergaß alles andere.

Er folgte ihr in die winzige Küche, in der sie gerade Tee machte. Auf so engem Raum war der erste Kuss wohl unvermeidlich. Der zweite Kuss war geradezu umwerfend, doch das war noch gar nichts im Vergleich zu dem Moment, in dem Burke entdeckte, dass er ihr erster Liebhaber war. Was für ein Körper! Von einer solchen Frau träumte ein Mann.

Er wäre schon viel früher zurückgekommen, wenn nicht ...

Nein! Zu viel Zeit war bereits mit Überlegungen verloren gegangen, was gewesen wäre, wenn nicht ... Burke konnte die Vergangenheit nicht ändern. Nur die Gegenwart zählte. Die nächsten zehn Minuten würden alles entscheiden.

Die Glocke über der Tür klingelte, als er den Diner betrat. Die Lichter brannten, und auf den Haken neben dem Eingang hingen etliche Cowboyhüte, doch die Tische waren leer. Burke folgte dem Lärm zur offenen Tür am hinteren Ende und betrat einen Raum, in dem sich Rancher und Cowboys drängten. Er ließ den Blick über die wenigen anwesenden Frauen gleiten. Lily war nicht dabei.

Ein kleiner Mann mit dünnem grauen Haar und klugen blauen Augen eilte zu ihm. "Freut mich, dass Sie es geschafft haben", sagte Doc Masey und schüttelte ihm die Hand. "Hatten Sie eine gute Fahrt?"

"Problemlos", erwiderte Burke und sah sich weiter um.

"Freut mich." Der alte Arzt nahm die Nickelbrille ab und putzte sie sorgfältig mit einem weißen Taschentuch, ehe er sie prüfend gegen das Licht hielt. "Meine Frau sagte stets, dass ich auch nichts sehen kann, wenn sie meine Augen nicht mehr erkennt. Eine weise Frau. Möge sie in Frieden ruhen." Der Doc ließ Burke nicht zu Wort kommen. "Normalerweise ist vor unseren Zusammenkünften nicht so viel los. Heute Abend wird aber unser Rodeo-Champion einem Mädchen aus der Stadt einen Heiratsantrag machen. Das lässt sich niemand entgehen."

Während Burke bloß nickte, betrat ein Mann mit dem typischen Gang eines Cowboys leicht hinkend ein Podium. "Leute!", rief er. "Setzt euch, damit ich anfangen kann!"

Die Männer und Frauen aus Jasper Gulch verteilten sich auf den Metallstühlen. Burke setzte sich neben Doc Masey und betrachtete die Leute. Bärtige Männer in Flanellhemden und Jeans waren in der Überzahl. Fünf Reihen vor ihm und ein Stück zur Seite drehte eine Frau mit welligem braunen Haar den Kopf.

Lily!

Burke erstarrte und nahm kaum noch seine Umgebung wahr. Wie aus weiter Ferne hörte er Doc Masey erklären, dass

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