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Limonadentage Liebesroman Neuerscheinung 2019 von Stone, Annie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Limonadentage

Seit Kindheitstagen teilten Avery und Cade viele erste Male miteinander: den ersten Limonadenstand, den ersten Kuss, das erste Mal - und auch den ersten Liebeskummer. Als Cade am Ende ihrer Highschoolzeit ohne eine Erklärung mit Avery Schluss machte und aus ihrem Leben verschwand, brach für sie eine Welt zusammen. Nun ist Avery gerade für ihren Traumjob als Journalistin nach Boston gezogen. Ihr Freund vergöttert sie, ihre Karriere nimmt Fahrt auf, sie könnte nicht glücklicher sein. Bis ihr ein nur allzu vertrauter Mann in die Arme läuft. Cade. Sofort erwachen in Avery die Erinnerungen an ihre prickelnd süße erste Liebe. Unweigerlich fragt sie sich: Was wäre, wenn damals alles anders gelaufen wäre? Annie Stone, geboren 1981, ist Politikwissenschaftlerin und arbeitete als Fraktionsgeschäftsführerin in einem kommunalen Parlament in NRW, bevor sie diesen Job für ihre Leidenschaft, das Schreiben, aufgab. Mittlerweile ist sie erfolgreiche Selfpublisherin in den Genres Liebesroman und Historischer Roman

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 348
    Erscheinungsdatum: 01.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955768980
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Avery und Cade 1
    Größe: 2479 kBytes
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Limonadentage

Kapitel Eins
Avery

Ich trete durch die Tür ins Freie. Dabei trage ich ein perfekt abgestimmtes Ensemble, von einem namhaften Designer natürlich. Keine Falte, kein Knittern, alles sitzt an seinem Platz. Die Farben sind strategisch ausgewählt, die Länge sorgfältig geplant, alles passt zusammen.

Meine Haare sind mit viel Sorgfalt frisiert, kein Härchen tanzt aus der Reihe, alles liegt so, wie es sein soll. Mein Make-up könnte nicht besser sein, wenn es ein Star-Visagist aufgetragen hätte. Alles ist in sich stimmig und sorgt dafür, dass ich den bestmöglichen Eindruck mache. Einfach alles. Von meiner Gucci-Sonnenbrille bis hin zu meinen Prada-Heels. Perfektion ist mein zweiter Vorname.

Ja, so sollte die Realität aussehen. Wirklich. Sollte sie. Aber wenn ich so an mir herunterschaue, tut sie es nicht. Meine Füße stecken in schwarzen Chucks, meine Beine in einer beigen Hose, die - wie immer, möchte ich hinzufügen - Striche von Kugelschreibern aufweist. Meine weiße Bluse ist nur noch akzeptabel, wenn ich behaupte, dass sie aus Knitterstoff besteht, und meine Augen wurden noch nie von Gucci verdunkelt.

Und reden wir lieber nicht von meinen langweilig mausbraunen Haaren. Manche Frauen haben gute und schlechte Haartage, ich habe nur letztere. Immer. Jeden Tag des Jahres. Sie sind ... ich will nicht zu harsch klingen ... eine Katastrophe epischen Ausmaßes. Sie waren immer glatt, ganz glatt. Und dann mit zwanzig habe ich plötzlich Locken bekommen. Schön, oder? Nein, gar nicht. Vor allem dann nicht, wenn sie nur in den oberen Lagen sind und sich im Unterhaar nicht wiederfinden. Nein, da ist noch der Schnittlauchlook angesagt. Wie gesagt ... Katastrophe. Reden wir nicht weiter drüber, das macht mich nur depressiv.

Make-up? Haha. Make-up. Ich glaube, das letzte Mal hatte ich Make-up im Gesicht als ... hm, war da noch Clinton Präsident? Ach nein, die ersten George-W.-Jahre. Also lange her. Gott sei Dank. Ich creme mein Gesicht morgens ein und hoffe, dass das reicht.

Stellen wir also fest: Avery McIntyre, du siehst aus wie eine wandelnde Vogelscheuche. Wie immer, möchte ich hinzufügen.

Und so trete ich aus dem Gebäude, in dessen elftem Stock sich meine Redaktion befindet, hinaus in den sonnigen Bostoner Tag. Bis zur nächsten U-Bahn-Station ist es nicht weit. Ich eile die Treppen hinunter, haste durch die Schranken und kann mich gerade noch durch die sich schließenden Türen des Bahnwaggons quetschen. Ich will einen weiteren Schritt nach vorne machen und werde zurückgehalten. Verdammt . Meine Tasche ist in der Tür eingeklemmt. Ich schaue mich um, um zu sehen, ob jemand meine Peinlichkeit beobachtet hat. Und natürlich ist es so. Da schmunzelt ein Mann bei meinem Anblick. Ich lehne mich gegen die Tür, tue so, als wollte ich auch gar nicht weiter in den Waggon. Als die Bahn anfährt, falle ich beinahe um, aber die feststeckende Tasche hält mich aufrecht. Man muss auch für kleine Wunder dankbar sein.

An der nächsten Haltestelle befreie ich meine Tasche, die ihr kurzes Abenteuer zum Glück unbeschadet überstanden hat, und setze mich hin. Ich schlage die Beine übereinander und hole den Flyer raus, um mir noch einmal durchzulesen, was die Kuratorin zur Vernissage dieses neuen Künstlers geschrieben hat. Ich bin wirklich gespannt auf die Ausstellung und auch auf ihn selbst. Meine Versuche, im Internet schon mal einen Blick auf seine Bilder zu werfen, waren leider vergebens - da war kein einziges zu finden! Das hat meine Neugier nur noch mehr angefacht.

Als ich zwei Haltestellen später aussteige, habe ich die Blamage schon wieder vergessen und steige beschwingt aus der kühlen Tiefe zurück in das pulsierende Leben Bostons. Ich gehe zwei Querstraßen weiter und stehe vor der kleinen Galerie, deren Adresse auf dem Flyer angegeben ist. Von den Kollegen der anderen Magazine ist niemand zu sehen. Merkwürdig, sonst stehen doch immer mindeste

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