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Litauische Geschichten und andere Erzählungen Die Reise nach Tilsit + Die Magd + Miks Bumbullis + Jons und Erdme + Fröhliche Leut' + Thea + Der verwandelte Fächer von Sudermann, Hermann (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2014
  • Verlag: e-artnow
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Litauische Geschichten und andere Erzählungen

Dieses eBook: 'Litauische Geschichten und andere Erzählungen' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Hermann Sudermann (1857-1928) war ein deutscher Schriftsteller und Bühnenautor. Sudermanns Drama Die Ehre wurde 1889 ein Sensationserfolg am Berliner Lessingtheater. Das auch von der neu gegründeten Freien Volksbühne regelmäßig aufgeführte Stück begründete Sudermanns Ruf, neben Gerhart Hauptmann der bedeutendste Dramatiker des Naturalismus zu sein. Sudermanns erfolgreichstes Stück war Heimat (1893), die Geschichte einer jungen Frau, die sich den Heiratsplänen ihres Vaters widersetzt und als berühmte Opernsängerin in ihre Heimat zurückkehrt. Das Stück war nicht zuletzt in England und den USA populär, wo Sarah Bernhardt und Eleonora Duse mit der Hauptrolle bekannt wurden. Mit dem Erfolg seiner Dramatik widmete sich Sudermann verstärkt Prosaarbeiten, die an die Traditionen des Poetischen Realismus anknüpften und stärker heimatverbunden wirkten in Litauische Geschichten 1917 (vier Erzählungen: Die Reise nach Tilsit, Miks Bumbullis, Jons und Erdme, Die Magd). Inhalt: Der verwandelte Fächer Fröhliche Leut' Thea Die Reise nach Tilsit Miks Bumbullis Jons und Erdme Die Magd

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 385
    Erscheinungsdatum: 13.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026809876
    Verlag: e-artnow
    Größe: 850 kBytes
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Litauische Geschichten und andere Erzählungen

Hermann Sudermann, der am 30. September 1917 ins siebente Jahrzehnt seines erfolgreichen Lebens eintrat, stammt aus dem ostpreußischen Matziken, aus einer religiös eifrigen Mennonitenfamilie; eines Brauers Sohn. In Tilsit besuchte er das Gymnasium, eine kurze Apothekerlehrzeit blieb eine Episode; in Königsberg hat er studiert. 1877 übersiedelte der tatenfrohe junge Mensch in die Reichshauptstadt, die ihn nicht wieder losließ. Er fertigte ein Berliner Wochenblatt fast allein vom ersten bis zum letzten Stück, er schuf Skizzen und Novellen - und hoffte auf sein Glück. Am 27. November 1889 wurde dann im Berliner Lessingtheater der Dramatiker Sudermann geboren mit dem Vollerfolg seines sozialen Tendenzstückes "Ehre". Seither war er literarisch frei, er wurde wirtschaftlich unabhängig, sein Name war berühmt ...

Sudermann, der im Gegensatz zu Gerhart Hauptmann seine Bühnenstoffe aus sich selber schöpft, ohne Anleihen bei der Weltliteratur, meistert seine Motive bühnengerecht. Er weiß, ein bildsamer Empfänger französischer Anregung für dramaturgische Kunstgriffe, dem Theater sein Recht zu geben in Schürzung und Lösung des dramatischen Knotens, mit der Verteilung von Licht und Schatten, mit allen Mitteln der Illusion, nicht zuletzt in den wirksamen Aktschlüssen. Stets bleibt er bedacht auf die schlagende, zugespitzte Sprache des Epigrammatikers, die Sudermanns Bühnenwerke auch in Buchform zeitlos im Wert erhält als geistreiche Lektüre. Innerhalb dreißig Jahren vollendete dieser schaffensfreudige, durch keinen Widerspruch zu lähmende Dramatiker ein Viertelhundert Ein- bis Fünfakter von wechselndem Wert und mit bewegter Bühnengeschichte; ihre Gesamtwirkung hat in Sudermann den stärksten Dramatiker Deutschlands erwiesen. Ich nenne aus der langen Reihe anhaltender Erfolge: "Sodoms Ende", "Heimat", "Morituri", "Das Glück im Winkel", "Johannes", "Johannisfeuer", "Stein unter Steinen", "Die gutgeschnittene Ecke". Sämtliche Werke Hermann Sudermanns erschienen im Verlage der I. G. Cottaschen Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin.

Sudermann als Präsident des von ihm begründeten Goethebundes wie als eifriger Förderer des Kulturbundes Deutscher Gelehrter und Künstler suchte und fand stets in Friedenszeiten und in den Kriegsjahren die lebendige Fühlung mit seinem Volk, dessen großen Angelegenheiten er dient. Ein bei aller Weltgewandtheit schlichter Mann, der die Gediegenheit liebt, der Phrase und dem Pathos abhold, hat er sich sein fruchtbares Leben, von Leiden nicht unangetastet, selbstsicher aufgebaut im Schutz eines echten Familienglückes, streng gegen sich, verständnisbereit für alles, was die bunte, tolle Welt bevölkert und bewegt; ein ritterlicher Mensch, ein Volksfreund, ein Dichter.

Wir gehen dem Erzähler Sudermann nach.

Ein weltvergessener Ton schwingt durch des Dichters ersten, sich durchsetzenden Roman von 1887: " Frau Sorge ". Paul Meyhöfer, der leidende Held der Erzählung, sagt der jede Freude beschattenden, jeden Nerv entnervenden Frau Sorge, die sich schon zum alten Faust durchs Schlüsselloch schleicht und ihn anhaucht, daß er erblindet, die Lebensfehde an. Der schwerblütige Grübler, der in dem Alltag dahindämmert, ohne seiner selbst bewußt zu werden, der hilflos verwundert die andern genießen sieht - dieser Pflichtknecht mit dem wackern Herzen reißt das ihn fliehende Glück an sich: als der hassende Vater, dem Frau Sorge im Genick sitzt, den schönen Gutshof, der einst sein war, im trunkenen Wahn anzünden will, da rettet Paul seiner Geliebten ihren Besitz, indem er seine eigene bescheidene Habe dem Untergang weiht. Der weithin leuchtende Flammenschein zwingt den Vater heim. Das Gericht will Paul freisprechen; aber der Brandstifter bekennt sich zu seiner Tat. Er geht ins Gefängnis, doch in seinem Innern leuchtet helles Licht! Er wandert diesem ihm aufstrahlenden Lichte zu, es hat ihn nicht als Irrlicht genarrt. Bei aller Treue in der Schilderung des

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