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London Legends - Liebe kennt keine Spielregeln von Latham, Kat (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.06.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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London Legends - Liebe kennt keine Spielregeln

Um wieder ins Team der Nationalmannschaft zu kommen, hat sich der Rugby-Spieler Spencer Bailey strenge Regeln auferlegt. Die wichtigste lautet: Keine Frauen während der Spielsaison! Doch dann trifft Spencer auf die junge Amerikanerin Caitlyn Sweeney - und sein Entschluss gerät gefährlich ins Wanken. Eigentlich sollte das Ganze nur eine kurze Affäre werden, denn Caitlyns Visum für ihren Aufenthalt in London läuft in wenigen Wochen ab. Doch schon bald kommen sich die beiden viel näher, als sie es geplant hatten, und sie müssen sich die Frage stellen, ob sie bereit sind, ihre Spielregeln für die Liebe aufzugeben ... Kat Latham wurde in Kalifornien geboren, hat in Prag und London gearbeitet und lebt nun mit ihrem Mann und ihrer Tochter in den Niederlanden. Sie muss sich noch daran gewöhnen, dass es in ihrer neuen Heimat mehr Kühe und Fahrräder als Menschen zu geben scheint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 380
    Erscheinungsdatum: 05.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802597381
    Verlag: LYX
    Größe: 684 kBytes
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London Legends - Liebe kennt keine Spielregeln

1

Heute

Wapping, East London

Der alte Mann vor ihr stieß ein gequältes Stöhnen aus und fiel auf die Knie. Caitlyn stockte der Atem, während ihr Gehirn zu begreifen versuchte, was ihre Augen ihm mitteilten. Als sich der Mann an die Brust fasste, vornüberfiel und sein Kopf auf den Asphalt des schmalen Fußwegs hinter dem Tower of London traf, ließ sie ihre Tasche fallen und rannte die zehn Meter, die zwischen ihnen lagen.

"Sir? Was ist mit Ihnen? Geht es Ihnen gut?" Sie legte ihm eine Hand auf den Rücken und fasste ihn dann an der Schulter, um ihm zu helfen, sich aufzurichten.

Er schüttelte den Kopf. "Schmerzen."

Hektisch sah sie sich um. Es war fünf Uhr morgens, und sie waren die beiden einzigen Menschen hier. "Es ist alles okay. Alles wird gut. Lehnen Sie sich an mich."

Er war so dünn, dass sie problemlos hinter ihm knien und seinen Rücken stützen konnte, während er auf dem Asphalt saß. Den Erste-Hilfe-Kursen zufolge, die sie besucht hatte, sollte diese Haltung den großen Infarkt lange genug hinauszögern, damit sie Hilfe rufen ...

Mist! Das Handy war in ihrer Tasche - der Tasche, die weit außerhalb ihrer Reichweite auf dem Boden lag. Du bist so ein Rindvieh.

Während sie überlegte, was sie tun sollte, strich sie ihm über die silbrige Haartolle. "Sie werden wieder gesund. Wie heißen Sie?"

"Philip", flüsterte er. Seine Stimme klang schleppend, als hätte er den Mund voller Erdnussbutter. Oder - was wahrscheinlicher war - als würde ihm ein Schraubstock die Luft aus der Brust pressen. "Bitte ..."

"Schon gut, Philip. Sie brauchen nicht zu sprechen. Ich bin Caitlyn, und ich werde Ihnen helfen."

Er ächzte, dann begann er zu zucken und sank kraftlos gegen sie. Kurz davor, in Panik auszubrechen, rutschte Caitlyn zur Seite und legte den Mann auf den Rücken.

Eins, zwei, drei. Mit durchgestreckten Armen presste sie die Handflächen auf Philips Brust. Sie drückte fest auf seinen Brustkorb, damit dieser die Arbeit übernahm, die eigentlich sein Herz tun sollte. So viele Jahre hatte sie in Ländern verbracht, die man dem Auswärtigen Amt zufolge meiden sollte, aber ihre Erste-Hilfe-Ausbildung hatte sie erst einmal gebraucht - und seitdem gebetet, dass es nie wieder dazu kommen möge. Und jetzt geschah es ausgerechnet an einem ganz normalen Morgen in London ...

Stirb nicht, Philip. Fünfzehn ... nein, siebzehn? Mist, sie hatte nicht mehr mitgezählt.

Die aufgehende Sonne tauchte die weißen Steinmauern des Towers in rosa Licht, und Caitlyn war die einzige Hilfe, die der arme Philip hatte.

Normalerweise war dieser Weg vollgestopft mit Touristen, die Fotos schossen, dazu drängelten sich Londoner im Businessanzug höflich durch das angrenzende Bankenviertel - doch so früh am Morgen war es hier menschenleer. Auch sie selbst wäre nicht hier gewesen, hätte sie nicht noch mit dem Jetlag von ihrer Sumatra-Reise zu kämpfen gehabt. Als Amerikanerin, die erst kürzlich nach London gezogen war, machte sie bei jeder Gelegenheit einen Umweg, um an dem tausend Jahre alten Tower vorbeizukommen. Wenn sie sich vorstellte, sie hätte es nicht getan ...

Achtundzwanzig, neunundzwanzig ... bitte, stirb nicht.

Sie bog dem Mann den Kopf nach hinten, hielt ihm die Nase zu und legte den Mund fest auf seine faltigen Lippen, um ihn zweimal kräftig zu beatmen. Dann machte sie eine Pause, um seine Brust zu beobachten. Sie bewegte sich immer noch nicht. Scheiße, Scheiße!

Sie begann wieder mit der Herzdruckmassage. Aus dem Tunnel der U-Bahn-Station Tower Hill hallte der schiefe Gesang einer betrunkenen Männerstimme. Trotz ihrer brennenden Arme riss Caitlyn den Blick lange genug von Philips Brust los, um den jungen Ma

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