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Loverboys - Junger Bock im Alpenrausch von Adamson, Phil (eBook)

  • Erschienen: 07.10.2014
  • Verlag: Gmünder
eBook (ePUB)
7,99 €
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Loverboys - Junger Bock im Alpenrausch

Gar nicht so einfach für den 18-jährigen Anton, sich in den Bayrischen Alpen die Hörner abzustoßen. Vor allem, als er vom strengen Vater über die Sommermonate auf die Alm geschickt wird. Zum Glück gibt es nicht nur den hilfs bereiten Nachbarn, sondern auch andere Männer, die die einsame Bergwelt durchstreifen. Doch deren Absichten sind nicht immer so unschuldig, wie der junge Anton annimmt ...

Produktinformationen

    Größe: 1682kBytes
    Reihe (Teil): Loverboys Bd.141
    Herausgeber: Gmünder
    Untertitel: Schwule Liebe, heißer Sex und süße Jungs.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 176
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783867878081
    Erschienen: 07.10.2014
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Loverboys - Junger Bock im Alpenrausch

Anton lernt was über(s) Spalten in den Bergen

A nton! Anton!" Die Stimme des Vaters klang wütend, wahrscheinlich hatte er schon die längste Zeit nach mir gesucht. Hastig brach ich meine Wichserei ab, verstaute den steifen Schwanz in der Krachledernen und machte den Hosenstall zu. Beinahe hätte ich mir noch die Haut im Reißverschluss eingeklemmt! Dann schnappte ich mir die Mistgabel, mit der ich in einen Heuballen stach, um ihn umgedreht auf den Stapel gegenüber zu werfen. Eine kleine Wolke stieg auf. Ein Gemisch aus Staub und Hitzedampf, das sich unter dem frisch gemähten, noch feuchten Heu durch den Druck gebildet hatte. Es roch nach verwelktem Gras, fast modrig. Erst nach guter Trocknung und nur bei sorgfältiger Unterstützung dieses Prozesses würde das Heu einen feinen Duft entwickeln. Ein Duft nach Almwiesen und Sommerwind. Ich musste schmunzeln bei dem Gedanken an diesen Werbeslogan, der mir trotz der herannahenden Schritte des Vaters in den Sinn gekommen war.

Als er am Tor stand, drehte ich mich um, mit dem unschuldigsten Ausdruck im Gesicht, den ich zustande brachte. Noch immer war ich erhitzt von meiner ratternden Handübung, aber der Schweiß konnte einwandfrei der Arbeit mit der Heugabel zugeschrieben werden.

"Bist noch immer nicht fertig?", bellte mich der Vater nach einem Blick auf den Ballenberg an, der noch auf die andere Seite gebracht werden musste.

"Ja, ja", stöhnte ich genervt, beschleunigte aber meine Bewegungen, um ihn nicht noch mehr zu reizen. Wortlos nahm er ebenfalls eine Heugabel zur Hand und schaufelte in rascher Folge einen Ballen nach dem anderen nebeneinander auf den Bohlenboden. Der beißende Dunst schien ihm nichts auszumachen, während mir das Atmen schwerfiel.

Mein Vater war zweiundvierzig, aber fit wie ein Turnschuh und deutlich größer und stärker als ich. Das war sicher einer der Gründe, warum wir ständig aneinandergerieten. Söhne, so fand ich, sollten größer und stärker sein als ihre Väter, damit sie ihnen die Stirn bieten könnten. Die ganze, übermächtige Altersüberlegenheit abblocken könnten. Dieses "Ich-weiß-alles-besser-weil-schon-alles-erlebt"-Gehabe.

Ich war achtzehn, und im Frühjahr würde ich sowieso hier abhauen und auf eine Schule gehen, weit weg von zu Hause. Ich wollte Koch werden, darum hatte ich mich auf einer Schule für Gastronomie am Bodensee beworben und war angenommen worden. Dann wohnte ich alleine und konnte machen, was ich wollte. Endlich.

Schweigend beendeten wir mein angefangenes Werk gemeinsam, wuschen uns dann am Brunnen mit der Pumpe den Staub von Gesicht und Oberkörper, bevor wir zur Vesper ins Haus gingen.

Später, als ich in meiner Stube im Bett lag, hätte ich gerne auch meine andere, angefangene Arbeit wieder aufgenommen, doch ich hörte, wie sich die Eltern unten wieder stritten. Da war an Wichsen nicht zu denken. Verstehen konnte ich nichts, aber mehrmals fiel mein Name, darum war klar, dass es mal wieder um mich ging ...

Am nächsten Morgen war meine Mutter beim Frühstück verdächtig liebevoll zu mir. Mein Misstrauen wurde bestätigt, als der Vater hereinkam und sich mit ernstem Gesicht zu uns setzte.

"Du gehst auf die Alm", meinte er ohne große Umschweife.

Ich blickte ihn fragend an. Noch war mir nicht klar, mit welchem Auftrag ich auf die in fünfzehnhundert Metern gelegene Hochalm geschickt werden sollte. Dort gab es immer was zu tun, aber jetzt, Ende August, war die Heuernte längst erledigt und die Kühe weideten auf dem Niederleger, der unteren Alm.

"Du wirst die Mauer vom Hochdobler Joch zur Mitterer-Schwaige fertig machen!"

Verbissen schwieg ich, aber der Appetit war mir vergangen. Die Aufgabe bedeutete wochenlanges Schuften in der Abgeschiedenheit des Hochgebirges und kam einer Verbannung gleich. Ich wusste, dass mein Vater nicht zufrieden war mit meiner Arbeitsweise hier auf dem Hof. Für ihn war ich ein Tagträumer und ein ungehorsamer Flegel

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