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Loverboys 151: Heiße Jungs auf steiler Piste von Philipps, Justin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2016
  • Verlag: Bruno Gmünder Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
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Loverboys 151: Heiße Jungs auf steiler Piste

Dominik hat gerade seine Skilehrer-Prüfung bestanden und arbeitet das erste Mal im Skigebiet am Wilden Kaiser. Doch wild sind hier nicht nur die steilen Berge, sondern auch Dominiks Lehrerkollegen und Schüler, die auch zwischen Eis und Schnee lieber auf Skianzüge verzichten und sich durch körperliche Ertüchtigung aufheizen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 08.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959852623
    Verlag: Bruno Gmünder Verlag
    Serie: Loverboys .151
    Größe: 1154 kBytes
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Loverboys 151: Heiße Jungs auf steiler Piste

Ankunft

Willkommen im Hotel Hammelwirt." Herrn Bruckners Stimme klang weich und irgendwie dominant zugleich. So hatte ich mir immer den erfolgreichen Direktor einer Nobelherberge vorgestellt. Dunkelblauer Einreiher mit goldenen Knöpfen. Das dichte, dunkle Haar streng gescheitelt - sein Gesicht von alpiner Wintersonne tiefbraun gegerbt. Die freundlichen Fältchen um seine braunen Augen, mit denen er mich von oben bis unten (und auch in der Mitte) taxierte, verrieten, dass er die Vierzig schon überschritten hatte. Seine Anzughose war nach der neuesten Mode eng geschnitten und betonte seine schlanke Gestalt. Ich fühlte mich in der Tat willkommen - im Hotel Hammelwirt in Going am Wilden Kaiser.

"Ich hoffe, du hattest eine gute Anreise, Dominik?", fragte er - den Blick auf meinen Schritt gerichtet. Ich fand es ausgesprochen nett, dass Herr Bruckner sich für meine Anreise interessierte, denn ich konnte nicht wissen, dass alle Gäste in einem Fünf-Sterne-Haus mit dieser Floskel begrüßt wurden. Bei uns in Wien standen zwar jede Menge solcher Paläste protzend im ersten Bezirk herum, aber ich hatte mit meinen 18 Jahren bislang noch keines dieser Häuser von innen gesehen. Auch in diesen Luxustempel kam ich nicht als Gast, sondern nur als Angestellter. Mit einem frischen Tiroler Skilehrer-Diplom in der Tasche würde ich hier in der hoteleigenen Skischule meine erste Wintersaison verbringen.

Von außen wirkte das Hotel Hammelwirt eher wie ein überdimensioniertes österreichisches Landhaus - fast ein wenig enttäuschend. Die Inneneinrichtung hatte mir allerdings den Atem stocken lassen. Allerlei Marmor, Messing und Kristall strahlten mit goldenen Barockspiegeln und Stuckputten um die Wette. Am meisten hatten mich die Orientteppiche beeindruckt, in denen man regelrecht versank. Die Halle war gewaltig und erinnerte mich an die große Galerie in Schloss Schönbrunn. Es roch nach edlen Hölzern, frischen Schnittblumen und einem Tick Chanel Nr. 5. (Hatte etwa gar Herr Bruckner diesen etwas süßlichen Damenduft aufgelegt?)

"Ah, da ist ja schon der Beppi", rief er und winkte aufgeregt in Richtung eines kräftigen braunhaarigen Burschen mit gestutztem Vollbart. In Wien trugen die meisten jungen Kerle jetzt Vollbärte, wodurch sie alle irgendwie intellektuell aussahen. Dieser hier wirkte allerdings ganz und gar nicht wie ein Schöngeist - eher wie ein Naturbursche. Ich mochte Vollbärte und ärgerte mich, dass auf meinem Milchgesicht kaum Härchen wuchsen, und wenn, dann waren sie so blond, dass man sie sowieso nicht sah. Dafür sprossen mir auf dem Kopf umso mehr Haare, die ich als Undercut mit langem Deckhaar hatte schneiden lassen. Eine gute Entscheidung - wie ich feststellte als ich das erste Mal mit neuer Frisur die Mariahilfer Straße hinunterging und erleben durfte, dass ziemlich viele Hälse nach mir verrenkt wurden.

"Der Josef ist unser dienstältester Skilehrer", meinte Herr Bruckner in einem bedeutungsvollen Tonfall, "alle nennen ihn Beppi. Er wird dir die Räumlichkeiten zeigen und dich deinen neuen Kollegen vorstellen."

Der Naturbursche näherte sich uns mit breitem Grinsen. Sein Gang erinnerte an einen o-beinigen Fußballspieler - vermutlich behinderte ihn das bullige Paket, das sich unter seiner engen Skihose abzeichnete, beim Gehen. Er trug einen roten Anorak, wie er in den meisten österreichischen Skischulen getragen wurde, und hatte seine Sonnenbrille auf die Haare gesteckt. Ein echter "roter Teufel" eben. Ein durchaus passender Spitzname für die Tiroler Skilehrer.

"Beppi, darf ich dir Dominik Danninger vorstellen. Wir sind sehr froh, einen so ...", Herr Bruckner suchte offenbar nach dem passenden Wort, "... ansprechenden ... jungen Skilehrer als Verstärkung zu haben, nicht wahr?"

Beppi musterte mich. Er hatte die Stirn kritisch in Falten gelegt.

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