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Loverboys 152: Junge Triebe im Lustgarten von Janus, Tilman (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2016
  • Verlag: Bruno Gmünder Verlag
eBook (ePUB)
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Loverboys 152: Junge Triebe im Lustgarten

Gärtnergeselle Oliver ergattert einen Job auf einem luxuriösen Anwesen in den Alpen. Nicht nur der Verwalter ist sofort scharf auf den frischen Spross im Garten, die anderen Bewohner kosten auch gern von dem knackigen Junggemüse. Bei seinen spritzigen Abenteuern erfährt Oliver nach und nach von den kriminellen Machenschaften des Schloss-Eigentümers. Als er versucht, diese aufzudecken, gerät er überraschend in die Fänge des heißen Milliardärssohnes ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 06.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959852630
    Verlag: Bruno Gmünder Verlag
    Serie: Loverboys .152
    Größe: 2712 kBytes
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Loverboys 152: Junge Triebe im Lustgarten

Männliches Knabenkraut

Zum Abschluss nennen Sie mir bitte eine heimische Orchideen-Art, Herr Wolf!", sagte der Prüfer.

Ich überlegte nicht lange.

" Orchis mascula , das Männliche Knabenkraut", antwortete ich.

Der Prüfer unterdrückte ein Grinsen, ich merkte es genau.

"Warum heißen einige Orchideen-Gattungen im Volksmund Knabenkraut?"

Wahrscheinlich wurde ich rot. Ich hätte doch lieber eine andere Pflanzenart nehmen sollen!

"Also ... die Wurzeln ... die sind ... ich meine, die sehen so aus wie ... also wie kleine Hoden ..." Ich begann zu schwitzen, außerdem merkte ich, dass mein Schwanz wuchs, jetzt, während der Prüfung! "... und früher haben die Leute gedacht, wenn man die Wurzeln trinkt, ich meine, isst, also wenn man die Hoden auflöst und dann trinkt, ich meine, die Wurzeln, dann ... na ja, dann wird die Männlichkeit ... äh ... gefördert."

Ich verstummte verzweifelt. Diese blöde Frage versaute mir die ganze Abschlussprüfung zum Gärtner! Den Berufsschulteil hatte ich vor einigen Tagen hinter mich gebracht, und die praktische Prüfung am Vormittag hatte ich auch bewältigt. Im Teil "Pflanzenbestimmung" hatte ich alle 20 Pflanzenarten gewusst. Und jetzt, im Schlussgespräch, machte mich der blöde Prüfer fertig!

"Danke, Herr Wolf!", sagte er und ließ mich stehen.

Die Prüfer zogen sich zur Beratung zurück. Wir Azubis durften in der Kantine des Gartenbaubetriebs kostenlos essen. Ich brachte keinen Bissen runter. Den ganzen Tag der Stress! Und dann noch das Knabenkraut!

Nach der Mittagspause wurden die Prüfungsergebnisse mitgeteilt. Zwei Azubis winkten sie gleich raus, die waren bestimmt durchgefallen. Wir andern bekamen unsere Zeugnisse. Mein Prüfer, er hieß Herr Paulus, überreichte mir mein Zeugnis zuletzt. Ich starrte auf das Papier. Da standen fast nur Einsen! Keine einzige schlechte Note, nicht mal eine Drei!

Herr Paulus lächelte und drückte mir feierlich die Hand.

"Herzlichen Glückwunsch, Oliver! Sie haben die beste Prüfung des Jahrgangs abgelegt!"

"Cool!", rutschte es mir raus. Mein Schwanz wuchs schon wieder, nur von dem Händedruck. Der Prüfer sah nämlich ziemlich gut aus.

Er lachte.

"Die Sache mit der Orchidee - das hat bisher niemand gewusst. Woher haben Sie Ihre guten Pflanzenkenntnisse?"

"Mein Onkel ist Botanik-Professor an der Münchner Universität. Aber ich interessiere mich auch für Pflanzen."

Paulus nickte.

"Ich empfehle Ihnen, Ihre Talente zu fördern. Machen Sie Ihren Meister, oder fangen Sie ein Studium mit Abschluss als Gartenbauingenieur an."

"Ich hab aber kein Abitur, ich bin ja erst 18."

"Warum wollten Sie kein Abitur machen? Sie haben doch sicher das Zeug dazu."

Ich zuckte mit den Schultern. "Ich will zuerst mal Geld verdienen und weg von Onkel und Tante."

"Verstehe!" Herr Paulus lächelte. "Ich lade den besten Absolventen immer in mein Haus ein, zum Grillen. Haben Sie Lust? Heute Abend?"

Lust? Komische Frage. Aber jetzt, nach den vielen Einsen, fand ich den Prüfer ganz nett.

"Ja, gerne!", sagte ich.

"Ich wohne in Kirchseeon, nicht weit von diesem Betrieb hier."

Er gab mir seine Visitenkarte. Inzwischen hatte ich einen Riesenhunger und freute mich auf das Gegrillte.

"20 Uhr!", sagte Paulus noch.

Ich fuhr mit der S-Bahn vom Münchner Stadtrand nach Grafing, das liegt 30 km östlich von der bayerischen Hauptstadt. Nachdem meine Eltern vor 15 Jahren den Unfall gehabt hatten, lebte ich bei Tante Jutta und On

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