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Loverboys Classic 25: Der Stricher, der sich verliebte von Adamson, Phil (eBook)

  • Erschienen: 01.09.2015
  • Verlag: Gmünder
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Loverboys Classic 25: Der Stricher, der sich verliebte

Der 20-jährige Thomas erlebt eine romantische und sinnliche Nacht mit dem charismatischen Roland. Bis Thomas herausfindet, dass Roland seinen extravaganten Lifestyle durch Zuhälterei finanziert, ist er ihm längst verfallen und bereit, alles für ihn zu tun. Alleine oder mit anderen jungen Männern muss er Rolands Kunden hemmungslos bedienen. Der Wunsch, Rolands Liebe zu gewinnen, treibt Dirk in einen Strudel von Leidenschaften - und bald weiß er nicht mehr, wo die bizarren Wünsche der Kunden aufhören und Rolands verdorbene Triebhaftigkeit anfängt.

Produktinformationen

    Größe: 1717kBytes
    Reihe (Teil): Loverboys Classic Bd.25
    Herausgeber: Gmünder
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 176
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783959850483
    Erschienen: 01.09.2015
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Loverboys Classic 25: Der Stricher, der sich verliebte

TOMS NEUGIER

I ch spürte die Augen des Mannes auf mir ruhen, als ich eine Münze in den Flipperautomaten warf. Verstohlen blickte ich über die Schulter und musterte den Gast, der schon seit über einer Stunde auf demselben Platz an der Bar saß. Im Gegensatz zu den anderen Freiern, die eher im mittleren bis gesetzten Alter waren, schätzte ich ihn verhältnismäßig jung, so Anfang dreißig. Coole Klamotten, bestimmt alles Designer-Sachen. Graue Stoffhosen, weißes Hemd mit sportlicher Strickjacke, schicke Schuhe. Schöne dunkle Haare, der gepflegte schwarze Dreitagebart passte gut zu dem markanten Gesicht mit der kräftigen Nase, die dichten Augenbrauen hatten einen kühnen Schwung, genau wie die sinnlichen Lippen, die sich jetzt zu einem Lächeln verzogen. Der Kerl grinste mich an! Verlegen drehte ich mich zum Automaten um und ließ den Bolzen schnalzen. Die Kugel brachte den Flipper zum Rattern und Klingeln und forderte meine Konzentration.

Ich war zum ersten Mal in "Richi's Point". Die Kneipe in der Altstadt hatte einen schlechten Ruf, mein Vater hatte im Zusammenhang mit ihr vor Kurzem das Wort "Strichertreff" fallen lassen. Es ging um irgendeinen Rechtsstreit, von dem er beim Abendessen erzählte. Eigentlich hatte mich das überhaupt erst auf die Idee gebracht, mich hier herumzutreiben. Was ein Stricher war, wusste ich natürlich genau, auch wenn meine Mutter bei der Unterhaltung damals meinem Vater einen strafenden Blick zugeworfen hatte, damit er verstummte. Mein zwei Jahre jüngerer Bruder und ich sollten von solchen Sachen nichts mitbekommen. Der Gedanke, was in der Kneipe wohl abgehen mochte, hatte mich nicht mehr losgelassen. Wie eine Motte ums Licht war ich mehrere Tage lang um das Gebäude gestreunt und hatte von der gegenüberliegenden Straßenseite beobachtet, wer da so ein- und ausging. Es waren ausschließlich Männer, alte und junge. Die jüngeren waren meistens südländische Typen, sie kamen zu zweit oder dritt. Die anderen wirkten unauffällig und waren sehr unterschiedlich, manche fett und alt, manche gepflegt und gut aussehend. Heute abend würden meine Eltern erst spät nach Hause kommen, sie waren bei Freunden, und ich hatte mir endlich ein Herz gefasst und war gleich nach der Arbeit hingegangen. Ich hatte mich hineingestohlen, eine Cola bestellt und in einer Ecke gewartet, bis der Flipper frei wurde. Drei türkische Jungs hatten ihn in Beschlag genommen und waren dann zum Billardtisch hinübergewechselt. Es war nicht viel los in der Kneipe, außer den drei Jungs und dem Wirt, der mich freundlich begrüßt hatte, waren nur noch ein paar ältere Männer an der Bar. Und natürlich der gut aussehende Typ, der vor zehn Minuten hereingekommen war.

Ich hatte gerade mehrere Kugeln im Spiel, deshalb merkte ich zunächst gar nicht, dass der Mann sich hinter mich gestellt hatte und mir beim Flippern zusah. Erst als er sich an der Kopfseite des Flippers postierte und mich unverschämt angrinste, wurde ich auf ihn aufmerksam. Ich nickte unverbindlich und konzentrierte mich wieder auf das Spiel.

"Du kannst ganz gut mit mehreren Kugeln gleichzeitug umgehen!", meinte der Kerl witzelnd, als der letzte Ball gerade ins Aus rollte.

Zu meinem Ärger spürte ich, dass ich errötete, denn ich bekam einen heißen Kopf. Ich nahm einen Schluck von der Cola, bevor ich die nächste Kugel ins Spielfeld bolzte. Auf die Bemerkung des Fremden ging ich gar nicht ein. Es freute mich, als ich diesmal wieder mächtig punktete, und der Flipper klingelte und ratterte, dass es eine Pracht war.

"Bist du so cool, oder tust du nur so?" Der Typ schob sich näher heran und inspizierte mein Gesicht wie ein Arzt, der nach Anzeichen einer Krankheit sucht. Er beugte sich vor und starrte mir direkt in die Augen. Mann, hatte der einen Blick drauf! Mir wurde wieder heiß, als ich das gefährliche Funkeln in seiner dunklen Iris bemerkte. Wie der mich ansah! Noch nie hatte ich die Augen eines Mannes so intensiv auf mir brennen fühl

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