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Loverboys Classic 28: Ungeniert umgepolt

  • Erscheinungsdatum: 14.04.2016
  • Verlag: Bruno Gmünder Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
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Loverboys Classic 28: Ungeniert umgepolt

Drahtige Skaterboys, muskulöse Halbstarke, großmäulige Provinzmachos ... Sie alle wissen nicht, wohin mit ihrer sexuellen Energie. Und da weder Frau noch Freundin ihren ungezügelten Trieben gewachsen sind, lassen die Jungs bei gleichgesinnten Kumpels Dampf ab. Im Feuer der Ekstase werden Mackerallüren über Bord geworfen, harte Kerle in die Knie gezwungen und ungeahnte Sphären der Lust erobert. Die Geschichten in diesem Band sind wie ihre Protagonisten: garantiert ungeniert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 14.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959851992
    Verlag: Bruno Gmünder Verlag
    Serie: Loverboys Classic Bd.28
    Größe: 510 kBytes
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Loverboys Classic 28: Ungeniert umgepolt

BLUTSBRÜDER

VON TILMAN JANUS

M it einem Ruck setzte sich der Zug in Bewegung. Fast unmerklich begannen die Wagen zu rollen, wurden schneller und schneller. Die winkenden Eltern auf dem Bahnhof der kleinen Kreisstadt wurden kleiner und kleiner und entschwanden schließlich vollends aus Toms Blickfeld. Felder mit reifem Korn dehnten sich im heiß flimmernden Sonnenlicht bis zum Horizont, nur unterbrochen von kleinen Baumgruppen und Streifen mit wildem Gestrüpp.

Endlich, dachte Tom. Endlich weg vom Dorf! In die Großstadt! Nach Berlin!

Sein Herz schlug auf einmal rascher. Alles, was er nicht mochte, ließ er in diesem Moment hinter sich: seinen schäbigen Heimatort, die engstirnigen Dorfbewohner, die grässliche, provinzielle Schule in der Kreisstadt.

Tom befand sich ganz allein im Abteil. Es war ein später Vormittag Anfang August, mitten in den Sommerferien. Kaum ein Mensch benutzte den klapperigen Regionalzug um diese Zeit. In der Scheibe der Abteiltür sah Tom sein eigenes Spiegelbild: ein hübsches, junges Gesicht, grüne Augen, schlanke Figur. Tom fuhr mit den Fingern durch sein glattes mittelblondes Haar. Dann legte er die Hand auf seine Schrittwölbung. Durch den dünnen Stoff der leichten Sommerjeans fühlte er seinen warmen, halbsteifen Schwanz. Er ließ ihn ein wenig zucken. Glücklich spürte er die Bewegungen, die sich anfühlten, als tobte ein kleines, lebendiges Tier in seiner Hose. Tom reagierte, indem er es behutsam streichelte. In wenigen Stunden würde er endlich wieder bei Henrik sein. Monatelang hatte er seine ängstlichen Erzeuger bearbeiten müssen, bis sie endlich eingewilligt hatten, ihn alleine nach Berlin ziehen zu lassen. Was hatte er sich nicht alles ausgedacht: dass er heutzutage keine beruflichen Aussichten haben würde, wenn er nicht ein anständiges Gymnasium besuchen würde, dass er den elterlichen Bauernhof später besser führen könne, wenn er in der Hauptstadt studieren würde, und so weiter und so fort. In Wirklichkeit hatte er überhaupt nicht vor, den elterlichen Hof einmal zu übernehmen, aber das war ein anderes Thema.

"Du bist erst siebzehn, Thomas! Allein lassen wir dich nicht weg!", hatte seine Mutter mit ihrem typisch furchtsamen Gesichtsausdruck gesagt, während sie versucht hatte, ihm übers Haar zu streicheln - was er hasste!

"Ich bin schon siebzehn!", hatte er betont. "Ich bin kein Baby mehr! Ich kann gut auf mich selber aufpassen!"

"Na gut, Thomas!", hatte sein Vater nach langem Hin und Her schließlich zugestimmt. "Deine Zukunft ist sehr wichtig, da hast du schon recht. Wir erlauben dir also, nach Berlin zu ziehen. Aber nur unter einer Bedingung: Du wirst bei deinem Cousin Henrik wohnen. Der ist wenigstens schon achtzehn. Und soweit ich das mitbekommen habe, ist er inzwischen vernünftig genug, um ein bisschen auf dich aufzupassen."

Toms Herz hatte unwillkürlich einen Riesensprung gemacht. Bei Henrik wohnen!

Er knetete sein junges Teil unter dem Jeansstoff fester, während er gedankenverloren beobachtete, wie hinter dem Waggonfenster die sonnige Landschaft vorbeiflog. Noch immer konnte er sein Glück kaum fassen. Ausgerechnet Henrik!

Die beiden hatten schon als Kinder zusammen gespielt. Henrik stammte aus demselben Dorf wie Tom, war allerdings viel weniger behütet aufgewachsen. Sein gut aussehender Vater, ein Cousin von Toms Mutter, hatte früher als Lehrer in der Dorfschule gearbeitet. Bei einem feuchtfröhlichen Ferienaufenthalt in Berlin hatte er sich in eine schöne Nachtclubtänzerin verliebt und sie ohne Trauschein zu sich ins Haus geholt. Allein das war ein Unding gewesen im Dorf. Doch es war noch schlimmer gekommen. Wie es alle Dörfler erwartet hatten, war die Tänzerin nach einem knappen Jahr in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abgehauen. Alle Ersparnisse hatte sie mitgenommen, das Einzige, was sie zurückließ, war der drei Monate alte, schreiende Henrik. Henriks Vater war nach diesem Sicksalsschla

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