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Luca von Kleinbongardt, Judy (eBook)

  • Erschienen: 23.06.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Luca

Ist es möglich, einen Angsthund in ein normales Hundeleben zurückzuführen? Für Angsthunde ist der Sprung ins neue Leben nicht so leicht wie für andere Hunde aus dem Tierschutz, die sich schnell anpassen. Aber wenn man Glück hat, gelingt es, auch diese Hunde mit viel Liebe und Geduld zurück ins Leben zu führen. Dieses Buch ist kein Ratgeber zum Thema 'Angsthund', sondern schildert die Erfahrungen der Autorin mit ihrem Angsthund Luca, den 'ganz normalen Alltag' mit einem solchen Hund, auf was man sich einstellen sollte, die Erfolge, die Rückschläge, die Herausforderung. Was hat sich bewährt und was nicht? Welche Situationen haben Luca überfordert? Ist es gelungen, sie in ein Leben ohne Angst zu begleiten? Ein Jahr lang hat die Autorin ein Tagebuch geführt, in dem sie ihre eigenen Trainingsansätze sowie Lucas Entwicklung und Fortschritte festgehalten hat. Ihre Aufzeichnungen sind in dieses Buch integriert, zusammen mit vielen Fotos aus Lucas neuem Leben. Der Reinerlös vom Verkauf dieses Buches wird einem Tierschutzverein gespendet, der traumatisierte Hunde therapiert und auf die Vermittlung in ein neues Zuhause vorbereitet.

Judy Kleinbongardt hat im Jahre 2009 das erste niederländische Rassebuch über den Podenco geschrieben, das ein Jahr später auch auf Deutsch unter dem Titel 'Der Podenco - ein besonderer Mitbewohner' erschienen ist und bei den Liebhabern dieser Rasse großen Anklang findet. Außerdem beschreibt sie seit vielen Jahren in humorvollen Kurzgeschichten alltägliche Begebenheiten und Abenteuer ihrer gemischten Hundegruppe. Für die Autorin hat sich das Zusammenleben mit ihren Hunden im Laufe der Zeit zu einer Lebensart entwickelt. Mit der Aufnahme des Mastins Español Luca sah sie sich erstmalig mit einem traumatisierten Hund konfrontiert, dessen Erziehung und Begleitung sie vor neue Herausforderungen stellte. Die Autorin wohnt mit ihren fünf Hunden und ihrer Katze in den Niederlanden. Auf ihrer Website www.podenco-de.weebly.com informiert sie über die Rassen Podenco, Galgo und Greyhound.

Produktinformationen

    Größe: 13778kBytes
    Herausgeber: Books on Demand
    Untertitel: Ein Angsthund lernt zu leben.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 208
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783741229008
    Erschienen: 23.06.2016
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Luca

Der erste Monat

Die erste Woche

1. Tag - Sonntag, 25. Oktober 2009

Mit einem fröhlichen "Komm mit, meine Süße, wir gehen in den Garten." bekomme ich Luca aus ihrem Korb. Ich habe gehört, wie die Pflegemama sie so rief, also erscheint es mir am besten, diesen deutschen Ausdruck - ansonsten spreche ich Niederländisch mit den Hunden - fürs Erste beizubehalten.

Ängstlich folgt sie mir an der Leine in den Garten.

Spaziergang mit den Hunden auf der Heide. Zum Glück ist noch Wochenende, und Tom kann mich begleiten. Er nimmt Dunya an die Leine, sodass ich mich ganz auf Luca konzentrieren kann. Das erste Stück zieht sie stark an der Leine, das typische Fluchtverhalten eines ängstlichen Hundes. Ich brauche beide Hände, um sie im Zaum zu halten. Danach wird sie etwas ruhiger und läuft schon ab und zu mit schlaffer Leine, schnüffelt, löst sich.

Menschen, denen wir begegnen, versetzen sie wieder in Angst und Schrecken; für mich ein Zeichen, dass sie anscheinend bereits einen Unterschied zwischen mir und wirklichen Fremden macht. Ein kleiner Lichtpunkt in der Angstfinsternis.

Sie schaut mich ab und zu an. Das ist sehr erwünschtes Verhalten, das ich gern belohnen würde. Aber wie? Sie nimmt kein Leckerchen aus der Hand, vor Streicheln hat sie noch Angst. Sie mag es glaube ich, wenn ich sie ein wenig hinter den Ohren kraule. Also werde ich das vorläufig als Belohnung einsetzen.

Nach dem Spaziergang bleibe ich mit Luca noch im Garten, während Tom drinnen staubsaugt. Ich will sie nicht mit zu vielen Reizen gleichzeitig belasten. In einiger Entfernung läuft sie hinter mir her. Ist das Zufall? Ich probiere es aus, wechsle die Richtung, aber es stimmt: Sie folgt mir.

Ich drehe Luca den Rücken zu, strecke meine Hand vorsichtig nach hinten aus und rufe sie. Tatsächlich kommt sie zu mir. Aber es tut weh zu sehen, wie groß ihre Angst ist: Sie kommt fast angekrochen, den Schwanz gegen den Bauch gedrückt.

Der Mittagsspaziergang verläuft gut. Erneut machen ihr die Menschen, denen wir ab und zu begegnen, Angst. Aber es hilft ihr, wenn wir einen Schritt zur Seite gehen, um der direkten Konfrontation auszuweichen. Sie ist ängstlich, aber nicht panisch.

Abends kommt Luca aus ihrem Hundebett und läuft vorsichtig Richtung Küche, von der aus man zur Hintertür und in den Garten gelangt. Aber jedes Mal, wenn ich aufstehe, um die Tür zu öffnen, flüchtet sie in den sicheren Korb. Also lasse ich die Tür offen stehen, und nach einigen Minuten traut sie sich tatsächlich in den Garten.

Wenn sie in ihrem Hundebett liegt und ich sie vorsichtig hinter den Ohren kraule - von meinem Stuhl aus, ohne aufzustehen -, scheint ihr das zu gefallen.

2. Tag - Montag, 26. Oktober 2009

Heute Nacht habe ich oben geschlafen und Luca unten im Wohnzimmer bei Dunya, Bonita und Lilly. Daisy und die Katze schlafen oben bei mir. Luca hat ein paar Mal gebellt. Ich habe dann heruntergerufen, dass es gut ist. Dann war sie still. Wahrscheinlich braucht sie die Bestätigung, dass sie nicht allein ist.

Als ich morgens nach unten kam, begrüßte sie mich mit einem angedeuteten Wedler.

Wenn ich meine Hand vorsichtig ausstrecke, um sie zu streicheln, zuckt sie zusammen oder wirft sich auf den Rücken. Vorläufig kann ich mich also am besten darauf beschränken, ihr die Ohren zu kraulen.

Es hat mich heute Morgen sage und schreibe zwanzig Minuten gekostet, die Hunde ins Auto zu bekommen. Es regnete, und Luca schaute von ihrem sicheren Korb aus zu, wie ich den anderen Hunden ihre Mäntelchen anzog.

Bonita konnte sich nicht recht entscheiden, ob sie Lust auf einen Spaziergang hatte; sie hasst Regen. Und auch Daisy zögerte. Also lud ich erst Dunya und Lilly ins Auto, die auf jeden Fall mit wollten.

Vom Auto aus sehe ich einen Mastin-Kopf durch die Gartenpforte schauen. Das sieht zu ulkig aus. Natürlich flüchtet Luca sofort zurück auf die Terrasse, als ich nochmal

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