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Lucy fliegt Roman von Piuk, Petra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.02.2016
  • Verlag: Verlag Kremayr & Scheriau
eBook (ePUB)
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Lucy fliegt

Lucy ist 23 und heißt eigentlich Linda. Sie ist süchtig nach Bewunderung und hat ein großes Ziel: Hollywood. Wie sie dorthin kommt, um eine berühmte Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin zu werden, ist ihr ziemlich egal, Hauptsache, es geht schnell. Allerdings steht ihr da so einiges im Weg: Sie hat kein Geld, sie hat Flugangst, und dann ist der Schwangerschaftstest auch noch positiv. Verbissen klammert sie sich an ihre Traumwelt, bis sie die Realität vollkommen aus den Augen verliert. In diesem spannungsgeladenen Roman eröffnet Petra Piuk mit viel schwarzem Humor einen ungefilterten Einblick in den Bewusstseinsstrom ihrer Protagonistin. Dabei zeigt sie die (Un-)Möglichkeiten, aus schwierigen Verhältnissen nach ganz oben zu gelangen. 'Ich glaub nicht nur, dass ich es schaffen werde, ich weiß, dass ich es schaffen werde, und wisst ihr, wieso ich weiß, dass ich es schaffen werde, weil ich bis jetzt alles geschafft hab.' Petra Piuk, geboren 1975 in Güssing, Burgenland. Lebt und arbeitet als freie Autorin und Fernsehredakteurin in Wien. Schauspielausbildung. Jahrelange Tätigkeit im Doku-Soap-Bereich. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur. Die Arbeit an ihrem ersten Roman 'Lucy fliegt' wurde durch das Projekt-Stipendium für Literatur (BKA) gefördert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 08.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783218010344
    Verlag: Verlag Kremayr & Scheriau
    Größe: 262 kBytes
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Lucy fliegt

Lucy, 23, will nach oben

Das ist Lucy. Also eigentlich Linda. Aber das tut im Moment nichts zur Sache. Weil sie sowieso nur auf den Namen Lucy hört. Ihre Brüste wiederum hören auf andere Namen. Aber das tut im Moment auch nichts zur Sache. Die Sache ist nämlich die: Lucy hat ein Ziel. Und für dieses Ziel tut sie alles. Sogar in ein Flugzeug steigen.

Ich steige auf die Metalltreppe. Zuerst mit dem rechten Fuß. Dann mit dem linken. Immer aufpassen. Nie zuerst mit dem linken. Das bringt Unglück. Und wieder mit dem rechten. Ich liebe meine neuen Plateaustiefel. Drücken tun sie halt. Ich hätte sie doch eine Nummer größer. Das Flugzeug hab ich mir auch größer vorgestellt, das hab ich mir viel größer. Das ist voll klein. Was steht da oben. Star. Da steht Star. Ein Zeichen. Ich bin ein Star, ich bin ein Star, holt mich hier rein. Holt mich. Wieso gehen die nicht weiter. Stehen da auf der Treppe herum. Die ist so hässlich die Treppe. Wie kann man das Geländer nur pissgelb. Wenn wir da noch lange herumstehen, kann ich meine Frisur vergessen. Bei dem Wind. Jetzt fängt es auch noch zu nieseln. Und ich keinen Haarspray. Durchatmen. Wo sitz ich überhaupt. 14D steht da. 14D. Ich hab eine Boarding Card in der Hand, ich hab tatsächlich eine Boarding Card. Von jetzt an geht es bergauf. Von jetzt an geht es nur noch.

Warum ich nicht schon längst in Hollywood bin, das kann ich euch sagen, ich bin nicht schon längst in Hollywood, weil mir immer alle im Weg herumgestanden sind, wären mir nicht immer alle im Weg herumgestanden, wäre ich schon längst in Hollywood, das könnt ihr mir echt glauben.

Stehen mir ja schon wieder alle im Weg. Können die da vorne endlich weiter. Ich muss pinkeln. Ich muss so was von. Wieso muss ich jetzt. Mitten auf der Flugzeugtreppe. Das ist nur die Nervosität, ich war ja erst im Flughafen. Dreimal war ich, damit ich nicht im Flugzeug. Und jetzt muss ich schon wieder. Kein Grund, nervös zu sein. Überhaupt kein Grund. Wenigstens geht da jetzt was weiter. Eine Stufe. Noch eine. Rechter Fuß. Linker. Gleich bin ich drinnen. Mein erstes Mal. Beim ersten Mal mit einem Typen war ich nicht so nervös. Da war ich auch betrunken. So was von. Vielleicht hätte ich mich heute auch. Aber ich kann ja nicht schon am Vormittag. Was würden sich die Leute. Ich schaff das auch so. Durchatmen. Alles wird gut. Ein Fuß nach dem anderen, mit erhobenem Kopf, einem leichten Lächeln auf den Lippen, wie es sich für eine Hollywood-Diva gehört. Man weiß nie, wann eine Kamera auf einen gerichtet. Oder irgendein Paparazzo ein Foto. Das weiß man nie. Man muss immer perfekt aussehen. Am Geländer festhalten. So hässlich. Diese Treppe ist einer Schauspielerin nicht würdig. Nicht einmal ein roter Teppich. Noch nicht. Aber bald. Bald werde ich nur noch über rote Teppiche schreiten. Umdrehen. Lächeln. Die Haare aus dem Gesicht. Schauen, ob eine Kamera. Da ist keine Kamera, da ist keine. Nie in die Kamera schauen, das wirkt unprofessionell. Einfach lächeln. Da steigen noch immer Leute aus dem Bus. Wie sollen die Leute alle in das Flugzeug da. Luft. Ruhig, Lucy, alles wird gut. Weitergehen. Nach vorne schauen. Nicht, dass ich so kurz vorm Ziel noch die Treppe runterstürze. Mir den Kopf auseinanderschlage. Nein. Im Horoskop steht, es wird ein großartiger Tag. Gleich bin ich drinnen. Die Boarding Card in der Hand. Was steht drauf. 14D. Noch immer steht 14D drauf. Wenigstens nicht Reihe dreizehn. Wieso sind meine Hände so feucht. Durchatmen. Ins Flugzeug steigen. Zuerst mit dem rechten Fuß. Lächeln. Da steht schon mein Empfangskomitee. Willkommen an Board . Wie die grinst. Und die da hinten. Mit den Locken. Ist das die eine vom. Nein, ich hab schon Halluzinationen. Vor lauter Aufregung. Nur nicht aufgeregt sein. Aber ich hab ja allen Grund, aufgeregt. So knapp vorm Ziel bin ich. So knapp. Endlich.
Lucy, 23, will in die Welt der Stars

Lucy glaubt daran, dass sie es schaffen wird. Im

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