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Märchen für Kinder Die Geschichten sind immer noch ansprechend, obwohl sie vor ungefähr 150 Jahren geschrieben wurden, egal wo man lebt. von Andersens, Hans Christian (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
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Märchen für Kinder

Inhaltsübersicht Däumelieschen Die Störche Der fliegende Koffer Der Schneemann Es ist ein Unterschied Das Feuerzeug Das häßliche Entlein Die Stopfnadel Tölpelhans Fünf in der Schote Das Märchen vom Sandmann Die Theekanne Die Blumen der kleinen Ida Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern Die wilden Schwäne Die glückliche Familie Der Engel Der standhafte Zinnsoldat Des Kaisers Nachtigall Die Schneekönigin Erste Geschichte Der Zauberspiegel Zweite Geschichte Die Nachbarskinder Dritte Geschichte Der Blumengarten der Zauberin Vierte Geschichte Prinz und Prinzessin Fünfte Geschichte Das kleine Räubermädchen Sechste Geschichte Die Lappin und die Finnin Siebente Geschichte Im Schlosse der Schneekönigin Fliedermütterchen Der Tannenbaum Das alte Haus Der Buchweizen Die roten Schuhe Hans Christian Andersen ist ein weltberühmter Märchenerzähler und Dichter. Er schrieb eine große Anzahl von Märchen, die immer noch von Kindern und Erwachsenen in der ganzen Welt gelesen werden. Er selbst zählte die Märchen nur zu seinen kleineren Nebenprodukten, aber sie entwickelten sich dazu, der wichtigste Teil seiner Arbeit als Verfasser zu werden. Viele der Geschichten basieren auf seiner eigenen Erfahrung des Aufwachsens in Armut. Das macht sie menschlich und anrührend. Hans Christian Andersens Märchen werden von Kindern und Erwachsenen auf der ganzen Welt gelesen und man wird noch immer von den ergreifenden Erzählungen gefangen. Die Geschichten sind immer noch ansprechend, obwohl sie vor ungefähr 150 Jahren geschrieben wurden, unabhängig davon, ob man in Europa oder Asien lebt. H.C. Andersen gab die ersten Märchen Mitte der 1830er unter dem Titel 'Märchen, erzählt für Kinder' heraus. Es waren kleine billige Hefte ohne Illustrationen oder Bilder. Ein paar Jahre später nannte er die Hefte nur 'Märchen' und zu Beginn der 1850er wechselte der Titel zwischen 'Geschichten' und 'Märchen'. Er veröffentlichte mehr als 1000 Gedichte und hat die Texte für viele bekannte dänische Lieder geschrieben. Er war einer der führenden Romanverfasser und brachte mehrere kritische zeitgenössische Romane heraus, die im Ausland große Anerkennung erhielten. Er schrieb auch Schauspiele, die mit einigem Erfolg in Kopenhagen aufgeführt wurden. Schließlich erzählte er in seinen Reisebeschreibungen lebendige Geschichten aus dem weiten Ausland, das nur wenige seiner Leser hätten bereisen können. Er war also nicht 'nur' der Märchenerzähler. Hans Christian Andersen wurde von den Nazis einfach als deutscher Autor vereinnahmt, obwohl er Däne war. Das mich persönlich am meisten anrührende Märchen 'Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern' ist eigentlich keines, sondern eine Anklage gegen die ungerechte kapitalistische Gesellschaft. Bekanntermaßen erfriert das obdachlose Mädchen in der Kälte, sich immer nur mal an ein paar Schwefelhölzchen - ihrem einzigen Besitz - wärmend, während die bürgerliche Gesellschaft in ihren warmen Häusern sitzt, dies bei Braten und frommen Tischgebet, denn man ist ja durch und durch 'christlich'. Gestatten Sie mir die persönliche Anmerkung, daß sich an den gesellschaftlichen Verhältnissen kaum etwas geändert hat, dies zeigt die massenhafte Armut z.B. in Deutschland, wo jedes Jahr auch Obdachlose erfrieren und dies in einem Land des Reichtums und der Völlerei. Daß so eine Gesellschaft nicht den Hauch von christlich ist, dies ist eindeutig. Autor

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 141
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742772787
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 675kBytes
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Märchen für Kinder

Kapitel 2

Der Schneemann.
"Es knackt und prasselt in mir, so schön kalt ist es!" sagte der Schneemann. "Der eisige Wind
bringt einem fürwahr Leben in die Glieder. Und sieh nur, wie die große Lampe da oben
verglüht!" Er meinte die untergehende Sonne. "Sie soll mich nicht zum Blinzeln bringen, ich
halte meine Bruchstücke schon noch zusammen."
Es waren zwei große dreieckige Dachziegelstücke, die ihm als Augen dienten. Sein Mund war
ein Stück von einer alten Harke, weshalb derselbe auch Zähne hatte.
Er war unter Hurrahruf der Knaben geboren, begrüßt von dem Schellengeläute und dem
Peitschengeknall der Schlitten.
Die Sonne ging unter, der Vollmond ging auf, rund und groß, klar und schön in der blauen
Luft.
"Nun haben wir sie wieder von einer andern Seite," sagte der Schneemann. Er glaubte, es
wäre die Sonne, welche sich abermals zeigte. "Ich habe es ihr abgewöhnt, mich anzuglühen
und anzuglotzen! Nun kann sie dort oben hängen und so viel Licht verbreiten, daß ich mich
selbst sehen kann. Wüßte ich nur, wie man es anzustellen hat, um vom Flecke zu kommen.
Vermöchte ich es, so würde ich jetzt auf das Eis hinuntergehen, um zu schlittern, wie ich es
die Knaben thun sah. Aber ich verstehe nicht zu laufen."
"Weg, weg!" bellte der alte Kettenhund, der etwas heiser geworden seitdem er nicht mehr
Stubenhund war; "die Sonne wird dich schon laufen lehren; das habe ich an deinen
Vorgängern gesehen. Weg, weg, und weg sind Alle!"
"Ich verstehe dich nicht, Kamerad!" sagte der Schneemann. "Soll mich etwa die da oben
laufen lehren?" Er meinte den Mond. "Sie lief freilich vorher, als ich sie starr ansah, und jetzt
schleicht sie sich wieder von einer anderen Seite heran."
"Du weißt nichts," sagte der Kettenhund, "aber du bist ja auch erst vor Kurzem
zusammengeklatscht! Das, was du jetzt siehst, heißt der Mond, und das was unterging, war
die Sonne. Sie kommt morgen wieder und wird dich dann schon lehren in den Wallgraben
hinunter zu laufen."
"Ich verstehe ihn nicht," sprach der Schneemann bei sich selbst, "aber ich habe eine
Empfindung davon, daß es etwas Unangenehmes ist, was er mir andeutet. Sie, die er die
Sonne nennt, ist meine Feindin."
"Weg, weg!" bellte der Kettenhund, ging dreimal im Kreise um sich selbst und legte sich
dann in sein Haus, um zu schlafen.
Es trat eine Veränderung im Wetter ein. Ein dicker und feuchter Nebel legte sich am 16
Morgen über die ganze Gegend. Kurz vor Aufgang der Sonne fing es ein wenig an zu wehen.
Der Wind war eisig, der Frost durchschüttelte einen, aber welch ein herrlicher Anblick bot
sich dar, als sich nun die Sonne erhob! Alle Bäume und Sträucher standen mit Reif bedeckt
da. Die Gegend glich einem ganzen Walde weißer Korallen. Es war, als ob alle Zweige von
blendend weißen Blüten bedeckt wären.
Es war eine wunderbare Pracht. Als dann die Sonne schien, funkelte alles, als wäre es mit
Diamantstaub überschüttet.
"Ach wie herrlich das ist!" sagte ein junges Mädchen, welches mit einem jungen Manne in
den Garten hinaustrat und gerade neben dem Schneemanne Halt machte, von wo sie sich die
schimmernden Bäume anblickten. "Einen schöneren Anblick hat man selbst im Sommer
nicht!" sagte sie, und ihre Augen strahlten.
"Und so einen Kerl, wie diesen hier, hat man erst gar nicht," entgegnete der junge Mann und
zeigte auf den Schneemann hin. "Er ist ausgezeichnet!"
Das junge Mädchen lächelte, nickte dem Schneemanne zu und tänzelte dann mit ihrem
Freunde über den knirschenden Schnee.
"Wer waren die Beiden?" fragte der Schneemann den Kettenhund. "Du bist älter auf dem
Hofe als ich, kennst du sie?"
"Versteht sich!" sagte der Kettenhund. "Sie hat mich ja gestreichelt und er mir öfter einen
Knochen gegeben; die beiße ich nicht."
"Aber was stellen sie hier vor?" fragte der Schneemann.
"Brautleute!"

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