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Mallorquinischer Seitensprung Aus meinem Swinger-Tagebuch von Steiner, Kirsten (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Mallorquinischer Seitensprung

Zwei Frauen und zwei Männer sind immer eine spannende Konstellation, wenn man sich in der Welt der Swinger bewegt. Allerdings kann es zu Verwirrungen kommen, wenn einer der vier Beteiligten nicht auf dem gleichen Stand ist wie die anderen drei. Kirsten Steiner erzählt in diesem Buch die Geschichte eines Urlaubs, der eigentlich nur in trauter Zweisamkeit mit ihrem Mann gedacht war - sich dann aber zu einem hoch erotischen Swingererlebnis entwickelte.

Kirsten Steiner, Jahrgang 1984, studierte Literatur und Geschichte. Seit Jahren ist sie gemeinsam mit ihrem Mann in der Welt der Swinger unterwegs. Einige ihrer Erlebnisse hat sie zu der Serie "Aus meinem Swinger-Tagebuch" verarbeitet, in der sie diese besondere Form der Erotik beschreibt, die sich nicht allein auf zwei Menschen beschränkt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 164
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741229398
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 216kBytes
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Mallorquinischer Seitensprung

Sonnenbrille und Minirock: Flirt an der Strandpromenade

Steffen hatte recht gehabt. Maik entsprach tatsächlich sehr genau meinem Beuteschema. Als wir uns am nächsten Tag bei strahlender Nachmittagssonne vor einer Bar an der Strandpromenade von Port Andratx trafen, fiel mir als erstes auf, dass der Mann recht groß war - noch ein bisschen größer als mein Liebster, den man mit seinen 1,86 Meter ja auch nicht gerade als klein bezeichnen konnte. Zudem entsprach Maik genau dem Typ Mann, für den ich schon immer eine Schwäche hatte: Was da auf mich zukam, war ein offensichtlich gut trainierter Sportler. Allerdings war er nicht ein muskelbepackter Bodybuilder, sondern eher der Typ Langstreckenläufer, der aber keinesfalls zur Magersucht neigte. Im Gegenteil: Seine Figur war eine appetitliche Mischung aus sportlich-schlank und muskulös-durchtrainiert. Neben seinen langen Beinen waren es seine breiten Schultern, die mir sofort ins Auge fielen. Wobei ich beim Näherkommen immer mehr sein kantiges Gesicht fixierte, das er hinter einer Sonnenbrille versteckt hatte, in deren verspiegelten Gläsern ich mich schließlich selbst erkennen konnte. Steffen war bei der Planung seiner Überraschung sehr sorgfältig gewesen: Er wusste tatsächlich, welchen Typ Mann ich bevorzugte. Und wie er das wusste! Würde ich zu diesem Fremden Nein sagen können, falls das erste Date einen angenehmen Verlauf nehmen sollte? Wirst du nicht, flüsterte die Erotikfee in mir. Und die hatte meistens recht.

Zu meiner Überraschung nahm Maik mich zur Begrüßung sofort in den Arm - gerade so, als wären wir alte Bekannte, was wir ja nun wirklich nicht waren. Aber ich fand das keineswegs unangenehm und erwiderte seine Umarmung, wenn auch nur leicht.

"Schön, dass es mit unserem Treffen so unkompliziert geklappt hat", sagte er mit einem offenen Lächeln und setzte erfreulicherweise seine Sonnenbrille ab, so dass ich endlich seine dunkelbraunen Augen sehen konnte. Die passten ausgesprochen gut zu seinen kurzen, schwarzen Haaren, stellte ich fest. Überhaupt war dieser Mann eine recht harmonische Erscheinung, dachte ich. Harmonische Erscheinung? Das ist ja wohl die Untertreibung des Monats, stellte meine Erotikfee fest.

"Steffen hat mich mit diesem Date ganz schön überrascht", entgegnete ich, während ich mich setzte und meinen kurzen Jeansrock glattstrich, um nicht zu viel Bein zu zeigen - was mir allerdings nicht wirklich gelang.

"Ich weiß", sagte er nur und schaute mich direkt an. Ich erwiderte seinen Blick und hatte plötzlich das Gefühl, er eröffne ein Spiel, wer dem Blick des Anderen länger standhalten konnte. Eine Ewigkeit von mehreren Sekunden sah ich in seine Augen, von denen ich den Eindruck hatte, sie wollten meine Gedanken lesen.

Schließlich gewann ich das kleine Spiel - wenn auch mithilfe des Kellners, der im nächsten Moment an unseren Tisch trat und Maiks Aufmerksamkeit auf sich zog. Sieh einer an, dachte ich schmunzelnd. So leicht ließ er sich also ablenken von mir. Hoffentlich galt das nur für diese Situation, in der er mit seinen Sprachkenntnissen gefordert war.

Maik bestellte einen schwarzen Kaffee für sich und Milchkaffee für Steffen und mich. Während wir kurz darauf in unseren Tassen rührten (obgleich niemand von uns Zucker genommen hatte), sprachen wir viel über Belanglosigkeiten wie das Wetter und die riesige deutsche Gemeinde auf Mallorca. Immerhin war es ganz interessant mit jemandem über die Insel zu sprechen, der seine Zelte in Deutschland abgebrochen und sich hier eine neue Existenz aufgebaut hatte.

"Macht ihr öfter solche Dates?", fragte Maik schließlich.

"Hin und wieder kommt das schon vor", entgegnete Steffen.

"Aber normalerweise mit Paaren", ergänzte ich.

"Und wie kommt es, dass ihr diesmal einen Mann erwählt habt?"

Ich blickte Steffen von der Seite an und war gespannt auf die Antwort. Immerhin hatte ich ihm am Abend zuvor die gleiche Frage gestellt.

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