text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Mami 1737 - Familienroman Hat Mami nur das Brüderchen lieb? von Bolten, Yvonne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.10.2014
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Mami 1737 - Familienroman

Seit über 40 Jahren ist Mami die erfolgreichste Mutter-Kind-Reihe auf dem deutschen Markt! Ein Qualitätssiegel der besonderen Art, denn diese einzigartige Romanreihe ist der Maßstab und einer der wichtigsten Wegbereiter für den modernen Familienroman geworden. Weit über 2.600 erschienene Mami-Romane zeugen von der Popularität dieser Reihe. Es war an einem Sonntagmorgen im Mai. Die achtjährige Komteß Lisa von Hohenbirken saß auf dem flauschigen blauen Teppich im Wohnzimmer ihres Elternhauses in Schwanenmünde. Sie trug ein Kleid aus weinrotem Leinen mit zarten Mustern und weißen Söckchen. Die Schuhe hatte sie ausgezogen und neben den Kamin gestellt. Die Frühjahrssonne, die durch die Fenstertür schien, ließ ihr blondes gewelltes Haar wie Gold aufleuchten. Es war noch nie geschnitten worden und reichte ihr bis zur Taille. Aus dem Grunde stellte sie bei Krippenspielen vor Weihnachten immer den Engel der Verkündung dar. Wie sie so dasaß an diesem Morgen und mit ihren Puppen spielte, hatte die kleine Komteß tatsächlich etwas Engelhaftes an sich. Das schmale Gesicht war mit zartem Rosa überhaucht. Die blauen Augen glänzten. Alles an ihr war Anmut und Liebreiz. Ihr Hündchen Mini, eine Mischung aus einem Spitz und einem Terrier, lag ausgestreckt neben ihr und träumte. 'Mami', sagte Lisa und hielt eine Puppe mit pechschwarzen Haaren hoch, 'guck doch mal, wie hübsch ich Frederike angezogen habe.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 07.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863772895
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: Mami Nr.1737
    Größe: 787 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Mami 1737 - Familienroman

Es war an einem Sonntagmorgen im Mai. Die achtjährige Komteß Lisa von Hohenbirken saß auf dem flauschigen blauen Teppich im Wohnzimmer ihres Elternhauses in Schwanenmünde.

Sie trug ein Kleid aus weinrotem Leinen mit zarten Mustern und weißen Söckchen. Die Schuhe hatte sie ausgezogen und neben den Kamin gestellt.

Die Frühjahrssonne, die durch die Fenstertür schien, ließ ihr blondes gewelltes Haar wie Gold aufleuchten. Es war noch nie geschnitten worden und reichte ihr bis zur Taille. Aus dem Grunde stellte sie bei Krippenspielen vor Weihnachten immer den Engel der Verkündung dar.

Wie sie so dasaß an diesem Morgen und mit ihren Puppen spielte, hatte die kleine Komteß tatsächlich etwas Engelhaftes an sich. Das schmale Gesicht war mit zartem Rosa überhaucht. Die blauen Augen glänzten. Alles an ihr war Anmut und Liebreiz.

Ihr Hündchen Mini, eine Mischung aus einem Spitz und einem Terrier, lag ausgestreckt neben ihr und träumte.

"Mami", sagte Lisa und hielt eine Puppe mit pechschwarzen Haaren hoch, "guck doch mal, wie hübsch ich Frederike angezogen habe."

"Frederike im Sonntagskleid. Das steht ihr aber gut", meinte Christiane. Sie war Lehrerin in Schwanenmünde, einem kleinen Ort nahe der deutschen Ostseeküste.

Liebevoll blickte Christiane von ihrem Platz am Schreibtisch auf ihr Töchterchen. Vor ihr lag ein Stapel mit Schulheften, die sie noch korrigieren mußte.

Lisa lächelte. Sie krauste dabei ein wenig die Nase. "Frederike sagt, daß sie noch ein Tuch um den Hals haben möchte. Eines mit Spitzen, damit es zu ihrem Kleid paßt", erklärte sie.

"Schau doch mal in der unteren Schublade der Kommode nach, Lisa. Ich glaube, dort liegen noch ein paar Taschentücher mit feiner Spitze, die Frederike als Halstuch nehmen könnte", meinte Christiane.

Lisa zog die Schublade auf. "Hier sind viele Taschentücher. Die sind aber vornehm, Mami", freute sie sich.

"Sie stammen noch von meiner lieben Großmama, also von deiner Uroma."

"Konnte meine Uroma so schön häkeln?"

"Sie hat noch viele andere wundervolle Handarbeiten gemacht. Die Weihnachtsdecke mit den Sternen und Engeln hat Großmama auch gestickt", berichtete Christiane.

Lisa zog unter den Taschentüchern eine längliche Schachtel mit dunkelrotem Samtdeckel hervor. "Guck mal, Mamilein, was für eine hübsche Schachtel. Die habe ich ja noch nie gesehen."

Christiane stand auf. Sie setzte sich neben ihr Töchterchen auf den Teppich. Mini kam ebenfalls dazu. Die braunen Knopfaugen des Hündchens glänzten.

"Darf ich die Schachtel aufmachen, Mami?" bat Lisa.

"Aber ja doch, mein Liebes."

Lisa hob den Deckel. "Oh, Ohrringe. Mit roten Edelsteinen. Oh, Mami, sind die schön", jubelte sie.

Auf Christianes Gesicht er-schien für einen Moment ein weher Ausdruck. Gleich darauf lächelte sie. "Die hat dein Papa mir geschenkt", berichtete sie.

"Als ihr geheiratet habt?"

"Nein, schon vorher. An dem Morgen, als dein Papa und ich uns zum ersten Mal einen Kuß gegeben haben", gestand Christiane.

"Erzähl mir davon, Mami. Erzähl mir, wie es damals war mit Papi und dir", bat sie.

"Es war an einem ganz herrlichen Frühlingsmorgen vor zehn Jahren", begann Christiane.

"Schien die Sonne damals so schön wie heute, Mami?"

"Ja, mein Liebling. Ich hatte bei offenem Fenster geschlafen. Morgens erwachte ich vom Gesang einer Amsel. Sie saß auf dem Geländer des Balkons v

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen