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Mami 1752 - Familienroman Peter kann's nicht fassen von Bolten, Yvonne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2015
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
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Mami 1752 - Familienroman

Seit über 40 Jahren ist Mami die erfolgreichste Mutter-Kind-Reihe auf dem deutschen Markt! Ein Qualitätssiegel der besonderen Art, denn diese einzigartige Romanreihe ist der Maßstab und einer der wichtigsten Wegbereiter für den modernen Familienroman geworden. Weit über 2.600 erschienene Mami-Romane zeugen von der Popularität dieser Reihe. Es war sieben Uhr morgens. Heidelinde betrat das Zimmer, in dem ihre beiden 'Großen' noch tief und fest schliefen. Der zehnjährige Peter hatte die rechte Hand unter die Wange geschoben. Er lächelte im Traum. Die hellbraunen Haare waren verwuschelt. Unter der blauen Bettdecke mit den weißen Wolken guckten die Füße hervor. Sein Bruder Reinhard, der zwei Jahre jünger war, hielt einen abgegriffenen Teddy im Arm. Um sein schmales Kindergesicht mit fast engelsgleichen Zügen ringelten sich hellblonde Locken. Um Reinhard machte Heidelinde sich manchmal Sorgen. Peter würde sich überall durchsetzen können. Sven, ihr Jüngster, der gerade erst achtzehn Monate war, zeigte einen ähnlichen Tatendrang wie Peter. Beide Kinder strotzten vor Gesundheit. Reinhard jedoch war ein überaus empfindsamer und zarter Junge. Ein Nichts genügte manchmal schon, um ihn in Aufregung zu versetzen. Auch um seine Gesundheit stand es nicht zum Besten. Ständig mußte Heidelinde aufpassen, damit er sich nicht erkältete. Heidelinde neigte sich jetzt zu Reinhard hinunter und küßte ihn zärtlich auf die Wange. 'Aufwachen, mein Liebling', sagte sie mit leiser Stimme. Der Junge schlug die klarblauen Augen auf. Über sein feines Gesicht glitt ein Lächeln. Er griff nach der Hand der Mutter und schmiegte die Wange hinein. 'Guten Morgen, Mami', sagte er.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 20.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863775995
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 623 kBytes
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Mami 1752 - Familienroman

Es war sieben Uhr morgens. Heidelinde betrat das Zimmer, in dem ihre beiden "Großen" noch tief und fest schliefen.

Der zehnjährige Peter hatte die rechte Hand unter die Wange geschoben. Er lächelte im Traum. Die hellbraunen Haare waren verwuschelt. Unter der blauen Bettdecke mit den weißen Wolken guckten die Füße hervor.

Sein Bruder Reinhard, der zwei Jahre jünger war, hielt einen abgegriffenen Teddy im Arm. Um sein schmales Kindergesicht mit fast engelsgleichen Zügen ringelten sich hellblonde Locken.

Um Reinhard machte Heidelinde sich manchmal Sorgen. Peter würde sich überall durchsetzen können.

Sven, ihr Jüngster, der gerade erst achtzehn Monate war, zeigte einen ähnlichen Tatendrang wie Peter. Beide Kinder strotzten vor Gesundheit.

Reinhard jedoch war ein überaus empfindsamer und zarter Junge. Ein Nichts genügte manchmal schon, um ihn in Aufregung zu versetzen. Auch um seine Gesundheit stand es nicht zum Besten. Ständig mußte Heidelinde aufpassen, damit er sich nicht erkältete.

Heidelinde neigte sich jetzt zu Reinhard hinunter und küßte ihn zärtlich auf die Wange. "Aufwachen, mein Liebling", sagte sie mit leiser Stimme.

Der Junge schlug die klarblauen Augen auf. Über sein feines Gesicht glitt ein Lächeln. Er griff nach der Hand der Mutter und schmiegte die Wange hinein. "Guten Morgen, Mami", sagte er.

"Schau nur, mein Schatz, wie hell die Sonne scheint. Es wird bestimmt ein sehr schöner Tag", antwortete Heidelinde.

Reinhard setzte sich aufrecht hin. Er guckte zu Peter hinüber. Als er sah, daß der Bruder noch schlief, küßte er den Teddy aufs Herz.

Als ganz kleiner Junge hatte Reinhard fest daran geglaubt, daß sein Teddy davon lebendig werden würde. Inzwischen wußte er, daß er dem Teddy auch durch noch so viele Küsse kein Leben einhauchen konnte. Trotzdem ließ er nicht davon ab. Er versuchte es gegen besseres Wissen immer wieder.

Peter hatte ihn deshalb schon oft verpottet. Aus diesem Grund küßte Reinhard den abgegriffenen Teddy nur noch, wenn Peter nicht da war.

"Zieh dich schnell an, mein Schatz", sagte Heidelinde. Nachdem sie Reinhard noch einmal über die hellblonden Locken gestrichen hatte, ging sie zu Peter und zupfte ihn am großen Zeh.

"Aufstehen, kleine Schlafmütze!" rief sie lachend.

Peter reckte und streckte sich.

Heidelinde zog ihm mit einem Ruck die Bettdecke weg. "Wenn du nicht aufstehst, kommst du zu spät in die Schule", mahnte sie.

Peter gähnte ausgiebig und rieb sich mit den Händen die Augen. "Ich will aber gar nicht in die Schule", erklärte er und holte sich die Decke wieder.

In diesem Moment war aus dem Badezimmer lauter Gesang zu hören. "Hörst du, Papa ist auch schon aufgestanden. Er fährt gleich nach Hamburg, und wir wollen doch noch zusammen frühstücken", erklärte Heidelinde.

Das genügte, um Peter augenblicklich aus dem Bett zu treiben. Sein Vater war Journalist. Er arbeitete für die Illustrierte "Junge Frau", die ihren Sitz in Hamburg hatte. Jede Woche erschien von ihm unter dem Titel "Neues aus der Gesellschaft - von Michael Hayden" eine Seite in der Illustrierten. Oben links in der Ecke war ein Foto von ihm abgedruckt.

Michaels Beruf als Gesellschafts-Jounalist brachte es mit sich, daß er abends häufig Veranstaltungen besuchen mußte. Darum hatte er sich in Hamburg eine kleine Wohnung gemietet, in der er während der Woche lebte.

Die Zeit vom Freitag abend bis Montag morgen verbrachte er bei der Familie in dem kleinen Ort Haselby in Schlesweig-Holstein, der nicht weit von der Ostseeküste entfernt lag.

So war es immer gewesen. Heidelinde und die Kinder waren daran gewöhnt, daß Michael am Montag morgen nach Hamburg zurückfuhr. Der Abschied fiel ihnen aber jedesmal wieder schwer.

Heidelinde vermißte ihren Mann, den sie über alles liebte, während der Woche oft sehr. Auch die Kinder hätten es am liebsten gehabt, wenn ihr Papa immer bei ihnen gebl

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