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Mami Staffel 8 - Familienroman E-Book 1798-1807 von Rosen, Gloria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.01.2019
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Mami Staffel 8 - Familienroman

Seit über 40 Jahren ist Mami die erfolgreichste Mutter-Kind-Reihe auf dem deutschen Markt! Buchstäblich ein Qualitätssiegel der besonderen Art, denn diese wirklich einzigartige Romanreihe ist generell der Maßstab und einer der wichtigsten Wegbereiter für den modernen Familienroman geworden. Weit über 2.600 erschienene Mami-Romane zeugen von der Popularität dieser Reihe. E-Book 1798: 5 Kinder brauchen einen Vater E-Book 1799: Kevin, wo bist du? E-Book 1800: Um ihres Kindes willen zu jedem Opfer bereit E-Book 1801: Gnade für Laura! E-Book 1802: Ein eigenwilliges Kind E-Book 1803: Eine schwierige Liebe E-Book 1804: Der Erwachsenenschreck E-Book 1805: Alles für Dario E-Book 1806: Die Wege der Liebe E-Book 1807: Ein kleines Herz sucht Elternliebe

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 640
    Erscheinungsdatum: 29.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740940935
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 530 kBytes
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Mami Staffel 8 - Familienroman

Jonathan Nolde schnaufte vor Behagen. Es war wirklich eine brillante Idee von ihm gewesen, das Sommerhäuschen zu mieten. Hier störte ihn niemand. Das nächste Dorf war eine gute Fußstunde entfernt. Kaum jemals verirrte sich ein Feriengast hierher, dafür war der Weg über die Dünen viel zu beschwerlich. Außerdem hatte er Schilder anbringen lassen:

Privatgelände. Kein Zugang zum Strand.

Jonathan, von seinen Freunden wurde er nur Jo genannt, öffnete das Fenster. Es störte ihn nicht, daß es ein wenig schief in den Angeln hing. Alles in diesem Häuschen war reparaturbedürftig. Er wollte nichts weiter, als hier in Ruhe sein Manuskript zu Ende schreiben. Darum hatte er seine behagliche Wohnung in der Stadt verlassen, hatte sich von einem Freund dieses Haus besorgen lassen. Hier konnte er in Ruhe arbeiten, hier wurde er nicht von lästigen Besuchern, vom Telefon und vom Lärm der Straße gestört.

Er hielt sein Gesicht der Sonne entgegen. Sie strahlte von einem tiefblauen Himmel. Verspielte kleine Wölkchen segelten wie weiße Schiffe über die bizarre Dünenlandschaft. Wenn er den Kopf ein wenig reckte, konnte er das Meer sehen. Aber er hörte es immer, auch wenn er an dem weißgescheuerten Tisch saß und schrieb. Das monotone Geräusch der Wellen unterstrich die köstliche Stille, war in seinen Ohren wie Musik. Das Kreischen der Möwen mischte sich darunter.

Mit geschlossenen Augen atmete er den würzigen Duft in sich hinein. Er schmeckte das Salz des Meeres auf der Zunge, er glaubte den Duft des Sanddorns, der winzigen Blumen, zu riechen.

Ja, er war glücklich. Vollkommen glücklich, er vermißte nichts. Warum belastete sich der Mann eigentlich mit so viel Unnützem, dachte er, während er seine Schreibmaschine zurecht schob und ein Blatt einspannte. Was brauchte der Mensch eigentlich zum Leben? Doch nur das, was er hier besaß. Ein Bett zu schlafen, ein Herd, ein Kühlschrank war nicht unbedingt Luxus. Aber all das andere Zeug war nur Ballast. Beinahe verächtlich dachte er an seinen gefüllten Kleiderschrank, in dem Garderobe für jede Gelegenheit hing. Hier trug er nur die bequeme Cordhose, die an den Knien schon ausgebeult und glänzend war. Aber bequem war sie.

Er scheuchte die Gedanken aus seinem Kopf. Willig machten sie sich davon, um Platz für seine Phantasiegestalten zu schaffen.

Wenn du dein Pensum geschafft hast, Jo, versprach er sich, dann kannst du schwimmen gehen. Es war ein köstliches Gefühl, mit den Wellen zu kämpfen, sich von ihnen tragen und wiegen lassen. Später kannst du vor deiner Hütte bei einem Glas Rotwein sitzen, lesen und die Stille genießen.

Es war einfach köstlich, nicht gestört zu werden.

Jo arbeitete intensiv. Es war, als lebten die Figuren seines Romanes, längst hatten sie Gestalt angenommen, er hörte sogar ihre Stimmen.

"Der Kinderlärm war für Roberts geschwächte Nerven unerträglich", schrieb er.

Jo hörte den Lärm so deutlich, daß er gequält die Stirn runzelte. Unter den Lärm mischte sich Hundegekläff, die Luft schien erfüllt davon zu sein. Jetzt endlich begriff Jo, daß der Kinderlärm und das Hundebellen Wirklichkeit waren. Der Lärm hatte nichts mit seiner Phantasie zu tun.

Einen Moment blieb er wie betäubt sitzen, aber dann sprang er auf, getrieben von einer Wut, die ihn selbst erschreckte.

Er wollte gerade aus dem Haus stürmen, um den Störenfrieden eine geharnischte Predigt zu halten, als er das Quietschen des Gartentörchens hörte.

Bevor Herr Karsten die Tür öffnen konnte, hatte Jo sie schon aufgerissen. Herr Karsten war der Bauer, dem das Ferienhäuschen gehörte. Zweimal in der Woche kam er zu Jo und brachte ihm das, was er bei ihm bestellt hatte.

"Grüß Gott...", mehr konnte der Bauer nicht sagen, da schnitt Jo ihm schon

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