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Manche mögen's steil von Berg, Ellen (eBook)

  • Erschienen: 06.11.2017
  • Verlag: Aufbau Verlag
Manche mögen's steil
eBook (ePUB)
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Manche mögen's steil

Wie steil ist das denn? Vic liebt ihren Job bei einer Medical-Software-Firma, kennt Jahreszeiten aus der Wetter-App und Freundschaften nur auf Facebook. Dann soll sie für ein Teamtraining in die Berge geschickt werden - das pure Grauen für die digitale Großstadtpflanze. Da Vic jedoch fürchtet, ihr Konkurrent Konstantin könnte sie auf der Karriereleiter überholen, muss sie wohl oder übel den Gipfel erklimmen. Wenn nur nicht dieser unerträglich wetterfeste Bergführer Johannes wäre. Sofort fliegen die Fetzen. Bis Vic jenseits von WLAN und veganer Ernährung entdeckt, dass es sie doch gibt - die wahre Liebe im falschen Leben.

Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihre Romane 'Du mich auch. (K)ein Rache Roman', 'Das bisschen Kuchen. (K)ein Diät-Roman', 'Den lass ich gleich an. (K)ein Single-Roman', 'Ich koch dich tot. (K)ein Liebes-Roman', 'Gib's mir, Schatz! (K)ein Fessel-Roman', 'Zur Hölle mit Seniorentellern! (K)ein Rentner-Roman', 'Ich will es doch auch! (K)ein Beziehungs-Roman', 'Alles Tofu, oder was? (K)ein Koch-Roman' und 'Blonder wird's nicht (K)ein Friseur-Roman' liegen im Aufbau Taschenbuch vor und sind große Erfolge.

Produktinformationen

    Größe: 2083kBytes
    Reihe (Teil): Aufbau Taschenbücher Bd.3352
    Herausgeber: Aufbau Verlag
    Untertitel: (K)ein Liebes-Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 336
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783841214089
    Erschienen: 06.11.2017
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Manche mögen's steil

Kapitel 1

Ein neues Katzenvideo? Himmel, wie süß ist das denn? Vicky warf einen raschen Blick auf ihre ausnahmslos männlichen Kollegen, mit denen sie das Büro teilte. Das coole Penthouse des IT-Unternehmens MediSolutions, genauer gesagt, bevölkert von smarten Hipstern in modischen, absurd engen Anzügen, die nahezu identische Vollbärte trugen. Alle starrten konzentriert auf ihre Monitore. Glücklicherweise.

Verstohlen tippte Vicky das Display ihres Smartphones an. Obwohl sie schon mindestens achthundertsiebenundneunzig Katzenvideos gesehen hatte, eines herziger als das andere, konnte sie einfach nicht genug davon bekommen. Ja, es war kindisch. Nein, es passte nicht zu der Frau, die man als toughe Teamleiterin kannte. MediSolutions war auf Software für Kliniken spezialisiert und warb mit dem Slogan Intelligente Lösungen für die Medizin von morgen . Knallharter Durchblick war gefragt, keine Sentimentalitäten. Deshalb musste Vicky auf der Hut sein. Einmal beim Anschauen niedlicher Videos erwischt, und schon konnte man sich auf wochenlanges Ablästern gefasst machen. Krass, die zieht sich so einen Kitsch rein? Nee jetzt, ernsthaft? Und dann noch während der Arbeitszeit? Sag mal, wie alt ist die? Dreizehn?

Aber bei Katzenvideos wurde Vicky nun mal schwach. Und dies war ein Babykatzenvideo!

Verzückt beobachtete sie die beiden winzigen Fellknäuel, ein schwarzes und ein weißes, die um einen rosa Gummiball balgten. Allerliebst. Nur zu gern hätte Vicky eine eigene Katze gehabt. Ein lebendiges Wesen, das sich freute, wenn sie abends in die leere Wohnung kam, das sich schnurrend an sie schmiegte und gekrault werden wollte. Ihr butterweiches Herz schmolz bei dem Gedanken, wie sehr sie ihr Kätzchen lieben würde. Sie hätte sogar schon einen Namen: Mimi. Leider wurde nichts daraus, wegen ihrer Katzenallergie, die mit Juckreiz und Atemnot daherkam. Nur dem digitalen Zeitalter sei Dank, durfte sie das Schauspiel possierlicher Katzenbalgereien aus nächster Nähe genießen.

Sie seufzte tief. Warum konnten nicht auch sämtliche zwischenmenschlichen Kontakte mit digitalem Sicherheitsabstand ablaufen? Schließlich reagierte Vicky auf etwa neunzig Prozent der Menschheit ebenfalls allergisch. Zwar nicht mit Juckreiz und Atemnot, aber mit einer sehr unangenehmen Mischung aus Schüchternheit und Spontanverspannung. Tja, es war nicht zu leugnen: Viktoria Elsässer, Single, Software-Entwicklerin und trotz ihrer gerade mal zweiunddreißig Jahre auf dem Sprung in die Chefetage ihrer Firma, hatte es nicht so mit Face-to-face-Kommunikation.

"Vic? Ist das nicht unfassbar süß? Hast du es schon gesehen?", fragte eine vergnügte Frauenstimme.

Schnell klickte Vicky das Video weg.

"Oh, äh ..."

Vor ihr stand Catherine, Cat genannt, die Assistentin des Personalchefs. Genau, Cat wie Katze, ein äußerst sinniger Name, denn sie war es, die Vicky regelmäßig neue Katzenvideos schickte - um etwas Wärme in die kalte Welt der Algorithmen zu bringen, wie sie beteuerte.

"So was könnte ich mir stundenlang anschauen", schwärmte sie. "Weißt du, was ich neulich gelesen habe? Ein Hund mag wundervolle Prosa sein, aber Katzen sind pure Poesie. "

"Was du nicht sagst." Herrje, wie peinlich. Vicky beschloss, so zu tun, als gehe es um etwas Berufliches. "Also ich finde das clever konzipiert, sehr professionell."

Catherine blinzelte irritiert. Sie war so ziemlich der einzige Mensch, mit dem sich Vicky auch ohne digitalen Filter gern unterhielt. Über den Job, über Männer, über Katzen. Nur nicht jetzt, in Gegenwart neugieriger Kollegen, die alles gegen sie verwenden würden, was sie nebenbei aufschnappten.

"Ich wollte etwas für deine emotionale Balance tun", erklärte Catherine. "Schließlich weiß ich doch, wie viel Stress du hast."

"Genau, die neue Globalisierungsstrategie", redete Vicky hektisch drauflos. "Veränderungsprozesse der strategischen Grundorientierung a

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