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Manchmal hilft nur fauler Zauber Ein Amrum-Roman von Lux, Nicola (eBook)

  • Verlag: Bookspot Verlag
eBook (ePUB)

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Manchmal hilft nur fauler Zauber

Eigentlich könnte Anna ein fabelhaftes Leben führen, hat sie doch gerade ihren Traummann geheiratet. Doch der entpuppt sich als echter Widerling, der sie schon während der Hochzeitsfeier mit seiner Sekretärin Vanessa betrügt. Falls sie ihn verlassen sollte, droht er ihr mir herben Konsequenzen für sie und ihre Familie, denn er ist als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters auf Anna an seiner Seite angewiesen. Aber Annas verdorbenes Leben wendet sich, als sie von einer unbekannten 'Erbtante' ein Haus auf Amrum erbt. Dort hat die als Hexe verschriene Vida Wohnrecht auf Lebenszeit. Die Frauen verstehen sich großartig und Vida ermutigt Anna den ungeliebten Ehemann doch zu beseitigen. Durch einen Trick von Vida stirbt dieser, von der Flut überrascht, schließlich bei einem Wattspaziergang. Nachdem Anna immer mehr Gerüchte zu hören bekommt, erzählt Vida ihr vom 'Club der Hexen', indem sie und auch ihre Tochter Toni Mitglied sind. Ein Club, dem Männer nicht in die Quere kommen sollten... Nicola Lux ist am selben wunderbaren Novembertag geboren wie Voltaire, nur ein paar Jahre später. Das Schreiben liegt bei ihr in der Familie, schon Nicolas Großonkel war Reiseschriftsteller und so entdeckte Nicola ihre Liebe zu Büchern früh. Vor dem Schlafengehen wurde ihr stundenlang vorgelesen und Nicola entwickelte dabei eine blühende Fantasie. Weiterhin gaben ihr die Eltern die Leidenschaft für die Deutsche Küste mit. Sylt, Borkum, Langeoog, Juist, Kiel, Timmendorf - Nicola besuchte alles wo Wasser und Wellen drumherum sind. Und am liebsten kombinierte sie das eine mit dem anderen: Am schönsten ist es doch am Strand zu lesen! Nicola absolvierte ein Studium, wie sollte es auch anders sein, nahe der Küsten in Hamburg und wurde Modedesignerin. In dem Beruf arbeitetet sie dann auch viele Jahre, doch das Böse begann sie immer mehr zu fesseln und sie fing selbst an zu schreiben. Und dann kam, wie es kommen musste: Nicola beging ihren ersten (literarischen!) Mord. Und es wurden immer mehr... Bei Manchmal hilft nur fauler Zauber lässt sie morden was das Zeug hält, legt aber Wert auf die Feststellung, dass sie die Vorlagen für ihre Protagonisten nicht in ihrem persönlichen Umfeld gesucht hat. Nicola lebt zusammen mit ihrem Hund, ruhig und beschaulich in der ostwestfälischen Provinz, da wo die Welt noch in Ordnung ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 260
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956691010
    Verlag: Bookspot Verlag
    Serie: Ladies Lounge .1
    Größe: 1258 kBytes
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Manchmal hilft nur fauler Zauber

1. Der beste Tag im Leben

Bekenntnis eines Ehebruchs:

"Ich hab mich halt mal verschlafen ..."

Gerd W. Heyse

Mein Atem ging flach und stoßweise. Ich bekam kaum Luft. Sitzen war fast nicht möglich, stehen ging gerade noch so. Mir tat jetzt schon der Rücken weh, obwohl wir gerade erst angefangen hatten.

"Los, noch fester die Korsage ...", wies ich meine Freundin Mara an, die mir half, mein Brautkleid anzuziehen. Wer schön sein will, muss leiden , das hatte meine Omi mir immer eingebläut, deshalb biss ich die Zähne zusammen und lächelte. Als das wasserfeste, allen Gelegenheiten standhaltende Make-up dann endlich fertig auf meinem Gesicht einbetoniert war, funktionierte auch kein anderer Gesichtsausdruck mehr. Wahrscheinlich sehen deshalb alle Bräute so glücklich aus.

Meine fest nach hinten getackerte Frisur ließ meine ansonsten recht großen Augen schlitzförmig wirken.

"Du siehst aus wie 'ne blonde Asiatin", hatte mein Blumenkind dann auch respektlos bemerkt. Großzügig sah ich darüber hinweg.

Wenn ich mich selbst im Spiegel betrachtete, sah ich glatte, schulterlange blonde Haare, die regelmäßig durch Strähnchen aufgepeppt wurden. Klassisch hanseatischer Typ. Durchschnittliche Größe und Gewicht, ebenmäßige Gesichtszüge und leicht gebräunter Teint.

Aber die letzten drei kohlenhydratfreien Monate hatten sich gelohnt und der beste Tag meines Lebens war gekommen: mein Hochzeitstag!

Ich war die glücklichste Frau der Welt, wobei die Betonung auf "war" liegt. Hätte ich damals geahnt, was für einen Stinkstiefel ich heiraten würde, hätte ich es sicherlich gelassen. Dabei wollte ich immer heiraten. Der berühmte Kleinmädchentraum mit gigantischem Kleid und Prinzen auf weißem Pferd und so.

Ja, ich war irgendwie oldschool geblieben. Während das Wort Hochzeit bei meinen Freundinnen Schnappatmung auslöste, schaute ich heimlich das Video der Hochzeit von der dürren Kate und ihrer Schwester Popo-Pippa mit dem etwas unbeholfen wirkenden Prinz William an. Immer wieder. So wollte ich das auch!

Mann, Mann, Mann - dabei bin ich doch ein Digital Native, ein Kind, das als erste Generation mit der neuen Technik des digitalen Zeitalters aufgewachsen ist. Erfahrungsgemäß sollte ich damit auch zu anderen Denkmustern fähig sein. Was war da bloß schiefgelaufen, eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. War Lara Croft etwa mit der Planung ihrer Hochzeit oder mit der Rettung der Welt beschäftigt? Ich hätte gewarnt sein sollen! Nein, aber ich war voll im Romantik-Wahn, mit verklärtem Blick las ich Braut heute.

Und dann war mein Prinz da und alles war gut. Zum Glück hatte ich den letzten Traummann des Planeten gefunden. Ich konnte mein Glück kaum fassen, aber Hartmut verkörperte alles, was ich mir je von einem Mann gewünscht hatte. Er war ein aufmerksamer Zuhörer und liebevoller Partner. Kein Tag verging, an dem er mich nicht mit einem kleinen Geschenk oder einem tollen Essen verwöhnte. Trotz seines immens stressigen Jobs galt fast seine gesamte freie Zeit mir und unseren gemeinsamen Unternehmungen.

Genauso hatte ich ihn mir immer vorgestellt: meinen ZUKÜNFTIGEN! Und jetzt waren wir Mann und Frau. Auf einmal ging alles ganz schnell: Mara schubste mich mehr ins Auto als dass ich ging, damit wir noch rechtzeitig ankamen. Sie hielt während der gesamten Fahrt meine Hand. Meine Güte, war ich aufgeregt! Dann ging es auch schon los. Während der Trauungszeremonie fielen warme Worte, persönliche Ratschläge und gute Wünsche. Ich verdrückte mir die eine oder andere Träne. Angestrengt fixierte ich meinen wunderschönen Brautstrauß aus weißen Rosen, Hortensien und Pompondahlien, um das kunstvoll aufgetragene Make-up nicht völlig zu ruinieren. Ich blickte zu meinem Bräutigam. Schnieke sah er aus in seinem schicken Maßanzug. Die teuren Manschettenknöpfe waren schon seit Jahrzehnten i

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