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Manchmal ist es schön, dass du mich liebst Roman von Vareille, Marie (eBook)

  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Manchmal ist es schön, dass du mich liebst

Zwei Freundinnen, ein kleines Dorf in Frankreich und ein halbes Jahr, das alles verändert. Die Freundinnen Chloé und Constance sind so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten. Doch in einem sind sie sich einig: Es muss sich endlich etwas ändern in ihrem Leben. Für die nächsten sechs Monate schließen sie einen Pakt - während die schüchterne Constance in Paris versucht, die Liebe zu finden, will Chloé in einem kleinen Dorf im Bordeaux einen Roman schreiben und sich um ihre kranke Großmutter kümmern. Und endlich ihren Exfreund vergessen! Aber die idyllischen Weinberge halten so manche Überraschung für Chloé bereit. Denn manchmal muss man nur aufhören zu suchen, um endlich das Glück zu finden ... Marie Vareille wurde 1985 in Montbard, einer Kleinstadt im Burgund, geboren. Sie hat in New York und Paris Management studiert und arbeitet derzeit für ein kleines Start-up-Unternehmen. Neben dem Schreiben führt sie auch einen Blog über romantische Komödien. 'Manchmal ist es schön, dass du mich liebst' ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641210694
    Verlag: Penguin Verlag
    Originaltitel: Je peux très bien me passer de toi
    Größe: 3181 kBytes
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Manchmal ist es schön, dass du mich liebst

Chloé

Ich klingele nun zum dritten Mal in der Hoffnung, den Lärm in der Wohnung zu übertönen, und endlich öffnet sich die Tür. Charlotte und ich tauschen Küsschen aus, ihr Bauch ist noch runder als letzte Woche.

"Chloé, ich dachte, du hättest heute keine Zeit."

"Das Meeting ist vertagt worden", sage ich und trete ein.

Das ist natürlich gelogen, aber ich wollte sichergehen, dass Guillaume da sein würde, denn zusammen werden wir nirgends mehr eingeladen.

Sie schließt die Tür hinter mir.

"Deine Freundin Constance hat gerade angerufen, sie kann doch nicht kommen."

"Ja, das hat sie mir auch gesagt."

Ich gehe durch den Flur ins Wohnzimmer, wo ich die mitgebrachte Flasche J&B Whisky auf dem Buffet abstelle. Einen Augenblick lang bin ich sprachlos vor Bewunderung. War ich bei meinem letzten Geburtstag stolz auf den mit achtundzwanzig Kerzen gespickten Industrie-Marmorkuchen, so war mein Werk im Vergleich zu dem von Charlotte geradezu lächerlich. Im achten Monat schwanger zu sein, hat sie nicht daran gehindert, Servietten in komplizierte Origamiformen zu falten und eine bunte Vielfalt von Rohkostspießchen und Quiches mit Tomaten und Feta für den dreißigsten Geburtstag ihres Ehemannes herzustellen.

Sie ist mir ins Wohnzimmer gefolgt, und noch bevor ich ihr zu dem tollen Buffet gratulieren kann, beglückwünscht sie mich zu meiner neuen Frisur und beginnt sogleich, von ihren Terminen in der Entbindungsklinik zu erzählen. Jetzt hält sie mir das Foto ihrer letzten Ultraschalluntersuchung vor die Nase. Ich persönlich fand die Manie aller werdenden Mütter, ständig ihren Uterus als Panoramaaufnahme herumzuzeigen, schon immer sonderbar, wenn nicht sogar abwegig. Um ihr eine Freude zu machen, untersuche ich die krumme Bohne auf dem Bild eingehend, bevor ich verlauten lasse:

"Man kann sogar schon ein Profil erkennen. Er hat eine hohe Stirn und wird sicher sehr intelligent."

Ihre Miene hellt sich auf, und sie scheint sich ihr Baby bereits als Nobelpreisträger vorzustellen. Ich frage ganz nebenbei:

"Kommt Guillaume nicht?"

Sie hebt ihre rechte Augenbraue, sodass sie drei Zentimeter höher steht als die linke, und ihr Lächeln erstirbt.

"Doch, er kommt", sagt sie widerwillig und fügt hinzu: "Du tust dir doch nur weh!"

Ich zucke die Achseln. Charlotte kennt mich durch und durch. Ich halte ihrem fragenden Blick stand, aber ich ahne, sie weiß ganz genau, dass alles für ihn ist - der gleich nach Büroschluss frisch vom Frisör geschnittene Pony, der bis zu den Augen reicht, die Stilettos, die so wehtun, dass ich mir am liebsten beide Füße abhacken würde, und die enge Slim-Jeans, die aussehen soll, als käme ich direkt von der Arbeit. Bin ich nicht eine supercoole Frau? Wir sind schon so lange Freundinnen, dass ich Charlotte mit derartigen Tricks nicht hinters Licht führen kann - weder mit einem vertagten Meeting noch mit einer Jeans. Vermutlich errät sie auch meine neue, extra für diese Gelegenheit gekaufte Aubade-Spitzenunterwäsche. So ist es nun einmal, der Zufall begünstigt vor allem diejenigen, die gut vorbereitet sind.

Sie weiß alles, aber sie sagt nichts und fällt auch kein Urteil. Sie ist nur in Sorge um mich.

"Und ich wollte dir jemanden vorstellen", seufzt sie, "einen Anwalt, der mit Greg arbeitet. Er ist dreißig, richtig nett und witzig, und er ..."

Ich höre nicht mehr zu: Gerade ist Guillaume mit seinem ruhigen Lächeln eingetroffen. Er zieht die Hand aus der Tasche seines dunkelgrauen Anzugs und reicht sie Greg, Charlottes Mann, der kurz aus der Küche schaut, um Guillaume zu begrüßen. Sie klopfen sich gegenseitig auf die Schultern, und ich lese auf ihren Lippen: "Na, mein Alter, wie geht's?"

Mir ist es übrigens zu verdanken, dass Guillaume so geworden ist, wie er jetzt ist. Ich habe ihm die gerade Haltung beigebracht, habe ihm die Haare geschnitten, dafür gesorgt, dass er sich Anzüge in seiner Größe

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