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Maria räumt auf Roman von Rick, Kirsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.06.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Maria räumt auf

Witzig, schwungvoll, ein wenig verrückt: 'Maria räumt auf' von Bestsellerautorin Kirsten Rick jetzt als eBook bei dotbooks. Es macht PENG, es macht PLOPP, es macht KRAWUMMS, wenn unser Leben eine ungeahnte Wendung nimmt. Das merkt auch Maria: Gerade noch hat sie sich heimlich über die vergeblichen Abnehmversuche ihres Chefs amüsiert - nun macht er ernst mit dem Entschlacken, jedenfalls was seine Abteilung angeht. PENG! So kommt es, dass die frischgefeuerte Maria zu einer sehr ungewöhnlichen Zeit in der U-Bahn sitzt und dort von einem geheimnisvollen Buch angestuppst wird. Es trägt den Titel "Feng Shui gegen das Gedöns des täglichen Lebens". PLOPP! Eigentlich sollte sie es liegen lassen. Aber dann greift Maria doch danach - mit ungeahnten Folgen. KRAWUMMS! Warum? Nun, das lesen Sie am besten selbst! Jetzt als eBook kaufen und genießen: den schwungvollen Kurzroman 'Maria räumt auf' von Bestsellerautorin Kirsten Rick. Oder möchten Sie lieber den Staubsauger anwerfen? Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Kirsten Rick wurde 1969 in Hamburg geboren und wuchs in einem kleinen Dorf in der Nähe auf. Sie studierte Angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg und arbeitet seitdem, da sie laut eigener Aussage 'nichts Vernünftiges gelernt hat', als Redakteurin für verschiedene Zeitschriften und als freie Journalistin. Kirsten Rick lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern im Hamburg am Hafen. Bei dotbooks veröffentlichte Kirsten Rick die Romane 'Schlüsselfertig' und 'Frischluftkur', die Kurzgeschichtensammlung Ernas kleines Weihnachtswunder sowie die Novellen 'Maria räumt auf' und 'Ausgestochen! Eine Plätzchengeschichte'. Weitere eBooks sind in Vorbereitung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 87
    Erscheinungsdatum: 24.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955206116
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 786 kBytes
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Maria räumt auf

Kapitel 4

Beate sieht alt aus, findet Maria. Ihre Mundwinkel sind herabgesunken und haben Teile der Wangen gleich mitgenommen. Um die Augen herum ist die Haut ein wenig knitterig und scheint dunkler. Im mausfarbenen Haar schimmert Grau. Und dieses Bäuchlein, das sich über den Hosenbund wölbt, das war doch auch nicht immer da. Immerhin: Das Lächeln, das die Lippen ihrer Freundin umspielt wie in der Hochglanzanzeige eines teuren Kosmetikanbieters, ist strahlend wie eh und je. Nur die Farbe der Lippen hat sich wieder einmal geändert.

Maria drückt Beate den Schnellkochtopf in die Hand. Dabei hat sie wieder dieses gute Gefühl, dass eine Last von ihren Schultern genommen wird. Beate scheint mit dem schweren Ding allerdings etwas zusammenzusinken.

"Weiß oder rot?", fragt sie, als sei es selbstverständlich, am frühen Nachmittag statt Tee Wein zu trinken. Beates Tage sind anders als die von Maria, denn sie wurde durch ihre Heirat vor zwölf Jahren den Zwängen des Geldverdienens komplett enthoben. Ihre Aufgabe ist es, zu repräsentieren. Dafür kauft sie in teuren Boutiquen und bei exquisiten Floristen ein, die ihr allerdings spezielle Konditionen bieten. Im Haus arrangiert sie tagsüber Blumen und Kunsthandwerk, am Abend kleine Häppchen und sich selbst, wenn wieder einmal Geschäftsfreunde ihres Gatten zu Besuch kommen.

Beate schenkt den Wein ein, ohne dass Maria auf ihre Frage geantwortet hätte, aber der rote war schon offen. Dabei plaudert sie drauflos, dass sie den Schnellkochtopf gar nicht vermisst habe, "ich arbeite jetzt mit einem Thermomix, ein Wunderding geradezu, das kann alles und spart so viel Zeit, ein Cremesüppchen ist ganz fix gemacht, auch ein Rohkostsalat, leider mag Günther so etwas ja gar nicht essen". Das sind eigentlich auch Marias Themen, doch sie kann dem Geplapper heute nicht recht folgen, sie ist abgelenkt von den üppigen Kissenhaufen auf den sich gegenüberstehenden repräsentativen Sofas. So viele Kissen – wer braucht das? Was macht man damit, wenn man sich auf eines der Sofas setzen möchte: Schiebt man sie zur Seite, oder setzt man sich einfach darauf? Maria fällt auf, dass sie noch nie mit Beate in der Sofalandschaft Platz genommen hat, sie sitzen immer nur in den Korbsesseln im Wintergarten. Doch auch dort fühlt sie sich heute seltsam bedroht, von den vielen Pflanzen. Philodendron monstera. Und eine Rankpflanze, die seit ihrer Ankunft bestimmt schon fünf Zentimeter gewachsen ist und deren stärkster Arm sich, wie Maria meint, wie eine Würgeschlange auf ihren Hals zubewegt. Als es ihr gelingt, ihre Aufmerksamkeit wieder Beate zuzuwenden, trippelt diese gerade aus dem Wintergarten hinaus Richtung Wohnzimmer und kommt mit etwas in der Hand zurück. Maria ist vorher noch nie aufgefallen, dass Beate trippelt. Beim Pilates, wo sie sich vor etwa acht Jahren kennengelernt haben, liegt man meistens flach auf der Matte. Es ist mehr die innere Muskulatur, die dort arbeitet.

In Maria arbeitet es auch, als Beate das Ding in ihren Händen stolz präsentiert: eine Katze aus Porzellan, die mit einem Wollknäuel – ebenfalls aus Porzellan – spielt. Niedlich. Kitschig. Sinnlos.

"Ist das nicht bezaubernd?", freut sich Beate.

"Nein!" Das Wort platzt regelrecht aus Maria heraus. Als wäre die ganze Sinnlosigkeit dieser Welt, dieses Lebens in dieser putzigen Figur eingebrannt. Maria weiß gar nicht, was mit ihr los ist, fast erschrocken und sehr heftig lehnt sie ab, als Beate sie erstaunt, aber mit unauslöschlichem Lächeln bittet, das Ding auch mal in die Hand zu nehmen, damit sie es näher betrachten könne: "Du musst die Feinheiten bewundern, den zarten Strich der Bemalung."

Maria ist sich s

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