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Marie Die Blume mit weißen Flügeln von Sarkama-Voigt, Eila (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.07.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
10,99 €
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Marie

In der Familie Arnold Roseners, des Eigentümers einer Kaffeehaus-Konditorei, bereitet man sich vor, um Weihnachten zu feiern. Auf eine überraschende Weise werden es unvergessliche Weihnachten. Die Ereignisse spielen sich in der Kulturstadt Weimar der 1880 ab. Die Tochter der Familie, Marie, am Tag der Wintersonnenwende, vier Jahre alt geworden ist, singt ein Weihnachtslied vor. Ihr Gesang lässt eine vielversprechende, schillernde Karriere als Sängerin erwarten. Zwölf Jahre später wird es der 16-jährigen Marie möglich, ihren Traum zu verwirklichen, als sie in den von Franz Liszt gegründete Musikschule aufgenommen wird. Von da an fängt für sie das Leben einer jungen Frau mit festlichen Tanzabenden und Verabredungen mit jungen Männern an. Marie - Die Blume mit weißen Flügeln, ist ein altmodischer Roman mit romantischen und tragischen Wendungen und das erste Buch dieser Serie. EILA SARKAMA-Voigt wurde während ihrer Tätigkeit als Journalistin oft für ihre aufschlussreichen und zuverlässigen Artikel über Musik gelobt. Sie ist auch als Sängerin und Schauspielerin aufgetreten. Die Autorin der Marie-Bücher hat eine gute Allgemeinbildung. Sie kennt die Tradition des Schreibens und beherrscht das Vermitteln weitreichender Zusammenhänge. Meinungen der Serie: Ein echter Liebhaber historischen Romane hat viel Freude mit den Büchern der Marie-Serie. Bekannte Künstler, Personen aus der Geschichte und die vergangene Zeit geben das Gefühl des Wiedererlebens. Marie durchgeht die Kunstgesichte mit ihren Abenteuern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 332
    Erscheinungsdatum: 05.07.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783744860529
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 947kBytes
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Marie

Der Fall Heinke

- Es war ja nicht gerade Liebe. Ottilie war in den Preußischen Offizier Ferdinand Heinke, den Adjutanten des Majors Kleist, verliebt, den sie über Adele Schopenhauer kennen gelernt hatte. Auch Adele war in Heinke verliebt, aber da Ottilie viel schöner als sie war, bevorzugte Heinke diese.

- Warum hat sie dann Ferdinand Heinke nicht geheiratet, wundert sich Frau Moltke.

- Heinke hatte nicht die Absicht Ottilie zu heiraten. Er hatte versprochen Charlotte Werner aus Breslau zu heiraten. Sie schrieben einander Briefe. Ottilie wusste nichts davon.

Den 31-jährigen Heinke hatte es nach Weimar geschlagen als der Rest des deutschen Heeres nach den Kämpfen gegen Napoleon nach Hause gekommen war. Der Offizier, der für seine Tapferkeit ausgezeichnet worden war, hatte die Pflegeaufsicht der Soldaten in einem Weimarer Krankenhaus aufgetragen bekommen.

Abends wollte der junge Mann wahrscheinlich die traurigen Dinge vergessen und hat sich deswegen mit den einheimischen Jugendlichen ausgiebig amüsiert. Die Jugendlichen der besseren Familien von Weimar hatten ein recht bequemes Leben, sie konnten ihre Freizeitgestaltung frei wählen, ausgehen und sich nach Herzens Lust amüsieren.

- Die junge Ottilie stand bei jeder Gesellschaft im Mittelpunkt. Sie war bildhübsch, kultiviert, amüsant und enthusiastisch. Sie hatte große, blaue Augen und goldblondes Haar, beschreibt Gertrude Rosener die junge Ottilie. - Ein so hübsches Mädchen konnte man einfach nicht übersehen.

Der Charme des Adelsmädchens Ottilie von Pogwisch wurde noch grösser dadurch, dass sie eine gute Allgemeinbildung hatte. Sie war sprachgewandt, sie hatte Schreibtalent und auch eine schöne Altstimme.

Dank diesen Eigenschaften hatte sie schon als Kind einen Eindruck auf den Dichter Goethe gemacht, als Ottilie und ihre Schwester Ulrike das Haus Frauenplan mit ihrer Mutter, der ersten Hofdame des Hofes, Henriette von Pogwisch, besuchten. Beide Familien hatten viel miteinander zu tun, und so hatte Ottilie schon seit ihrer Kindheit den einzigen Sohn des Dichters, August, gekannt.

Ottilie hatte sich sofort in den schönen Offizier verliebt. Das auffallende Flirten des Mädchens ließ dem Rätselraten keinen Platz. Heinke zeigte sich in Begleitung des Mädchens im Theater, in Festen und gemeinsamen Spaziergängen.

Als Heinke erneut zur Kampfeinheit einberufen wurde, brach er überraschenderweise gerne auf. Man meinte, dass er Angst hatte, sich zu sehr an die bis auf beide Ohren verliebte, besitzergreifende Ottilie zu binden. Auf der Abschiedsparty hörte Ottilie zum ersten Mal den Namen der zukünftigen Frau von Heinke erwähnt.

- Es wurde wie gewöhnlich gefeiert. Es wurden gelacht, getanzt und Gläser erhoben. Ottilie war es nicht leicht, sich mit den anderen zu amüsieren. Die Tränen des Mädchens wollten einfach kein Ende nehmen, als sie mit ihrer großen Liebe allein geblieben war. Ottilie war total verzweifelt. Es war furchtbar.

Gertrude Rosener schaudert es noch immer bei der Erinnerung an die bittere Abschiedsstimmung.

Als Gertrude Rosener Ottilie von Pogwisch kennen lernte, war sie erst ein heranwachsendes Mädchen, während Ottilie bereits schon im Alter von einem jungen Fräulein war. Aus irgendeinem Grunde hatte Ottilie Gertrude Schönauer als ihre Vertrauensperson ausgewählt.

Die Familie des Apothekers Schönauer hatte sich durch Friedrich Schiller und den Verleger Frommann aus Jena mit Goethe angefreundet. Gertrude und ihre Zwillingsschwester Elfi wurden oft als Gäste an den Abendgesellschaften in Goethes Haus, Frauenplan, gesehen.

Gertrude meinte, dass das Vertrauensverhältnis vermutlich auf den Altersunterschied zurückzuführen war. Vielleicht war es einfacher, über seine Gefühle zu jemand jüngeren zu sprechen als zum Beispiel zu der gleichaltrigen Adele Schopenhauer, obwohl diese die beste Freundin von Ottilie war. Adele war aber irgendwie auch eine Konkurrentin.

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