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Meeresrauschen und Sternefunkeln von Lennox, Marion (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.04.2012
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Meeresrauschen und Sternefunkeln

Hier werde ich einen neuen Anfang machen, beschließt Nikki. Und zwar als Single! Doch auch im idyllischen Banksia Bay gibt es attraktive Männer. Zum Beispiel ihr Vermieter Gabe Carver, der in dem malerischen Cottage nebenan wohnt. Aber Gabe geht ihr zum Glück aus dem Weg. Bis Nikki ihm eines Nachts am einsamen Strand buchstäblich in die Arme läuft. Das Rauschen der Wellen, samtblaue Weite und goldene Sterne - plötzlich ist sie Gabes warmen, muskulösen Körper unglaublich nah. Und dort, wo das Meer den Himmel küsst, gerät ihr Vorsatz, für immer allein zu bleiben, in Gefahr ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 23.04.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864940484
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 433 kBytes
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Meeresrauschen und Sternefunkeln

1. KAPITEL

Sekundenlang war Nikki starr vor Entsetzen, und ihr schauderte. Vor ihrer Tür heulte ein Wolf. Doch dann kam sie wieder zur Besinnung. Wölfe gab es in Banksia Bay an der Küste von New South Wales nicht. Wahrscheinlich war es ein Hund oder ein Dingo. Das Heulen klang völlig verzweifelt, und sie konnte sich nicht erinnern, jemals einen so durchdringenden Klagelaut gehört zu haben.

Sie stand auf, stellte sich an das Fenster ihres Wohnzimmers und blickte hinaus in die Dunkelheit. Zu ihrer Erleichterung waren die Fenster der Wohnung ihres Vermieters erleuchtet, er war also zu Hause. Von der großen alten Villa auf den Klippen der Landzunge am Ortsausgang hatte man drei Räume, Küche und Bad abgetrennt, und sie hatte das schöne Apartment gemietet.

Einen wortkargeren Mann als Gabe Carver konnte sie sich kaum vorstellen. "Unterschreiben Sie hier. Die Miete bitte an jedem ersten Dienstag im Monat. Bei Problemen wenden Sie sich an Joe unten am Hafen. Er ist Mädchen für alles. Willkommen in Banksia Bay", hatte er sie knapp begrüßt.

Die Veranda teilten sie sich, und sie wohnten praktisch Wand an Wand. Es war ein beruhigender Gedanke, dass Gabe da war. Der hochgewachsene muskulöse Mann strahlte Kraft und Stärke aus. Sie brauchte sich also keine Sorgen zu machen. Außerdem hatte sie die Tür abgeschlossen, es konnte also weder ein Wolf noch sonst jemand eindringen.

Doch plötzlich durchdrang wieder das herzzerreißende Heulen die Stille der Nacht. Sie schaute noch einmal hinaus, ehe sie die Vorhänge zuzog. Irgendwie empfand sie die Situation als beängstigend. Wahrscheinlich war das Leben inmitten der ländlichen Umgebung außerhalb der abgelegenen Kleinstadt voller Überraschungen für eine junge Frau, die bisher in der Großstadt gelebt hatte. Noch war alles ziemlich neu für sie, denn sie war erst vor drei Wochen nach Banksia Bay gezogen, nachdem ihr hinterhältiger Chef ihr das Herz gebrochen hatte.

Ob nun ein Wolf oder ein Hund so verzweifelt heulte, ihr Vermieter würde es hören, sich darum kümmern oder Joe beauftragen, nachzusehen, was los war.

Sie konnte völlig beruhigt ins Bett gehen.

Das verzweifelte Heulen schien sich wie ein Echo um das große alte Haus herum fortzusetzen. Offenbar brauchte ein Hund Hilfe, doch Gabe war der Meinung, dass es nicht sein Problem war. Dennoch machte es ihn irgendwie unglücklich. Wenn Jem noch lebte, hätte er sie hinausgelassen, damit sie herausfinden konnte, was mit dem Tier los war.

Er vermisste sie schrecklich und hatte das Gefühl, mit ihr einen Teil von sich selbst verloren zu haben. Alles schien so zu sein wie immer, er saß in dem Sessel am Kamin, doch der Platz zu seinen Füßen war leer.

Vor sechzehn Jahren hatte er die junge verwahrloste und völlig abgemagerte Colliehündin gefunden, als sie am Strand einen toten Fisch fraß.

Er hatte sie auf den Arm genommen und damit gerechnet, dass sie knurren oder nach seiner Hand schnappen würde. Stattdessen hatte sie sich zu ihm umgedreht und ihm die Wange geleckt. Und daraus war eine Freundschaft fürs Leben entstanden.

Vor drei Monaten war sie im Schlaf gestorben. Gabe streckte auch jetzt noch zuweilen die Hand nach ihr aus, um sie zu streicheln, so als wäre sie noch da.

Dann lenkte ihn wieder das Heulen von den traurigen Gedanken ab, und er fluchte leise vor sich hin. Es war einfach nicht mehr zu ertragen. Wenn der Hund am Strand in eine Falle geraten war, würde er bei der einsetzenden Flut ertrinken.

Er seufzte und legte das Buch aus der Hand, ehe er aufstand und den Südwester, den wasserdichten Seemannshut, aufsetzte, den er als professioneller Fischer nie vergaß. Dann zog er die Stiefel an und ging zur Tür.

Als seine Frau ihn verlassen hatte, hatte er sich geschworen, nie wieder mit jemandem zusammenzuleben. Sich gefühlsmäßig zu binden endete doch nur in einer Katastrophe. Es bedeutete jedoch nicht, dass er das Singledasein liebte. Mit Jem

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