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Mein Traum von dir Roman von Harlow, Melanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Mein Traum von dir

Margot Lewiston weiß, was sich gehört. Als Senatorentochter wurden ihr gute Manieren und Stil in die Wiege gelegt. Doch als ihr Exfreund auf einer Gala zu weit geht, löst sie einen Skandal aus. Margots Mutter hält es für das Beste, wenn ihre Tochter aus der Stadt verschwindet, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Und so nimmt die junge Marketingexpertin den Auftrag an, der entlegenen Farm der Valentini-Brüder zum Erfolg zu verhelfen. Dort trifft sie auf den mürrischen, wenn auch unverschämt attraktiven, Jack Valentini. Schnell wird ihr klar, dass das Gespött der Detroiter High Society nichts gegen den Umgang mit diesem Cowboy ist ...

Melanie Harlow bevorzugt ihre Martinis trocken, ihre Schuhe hoch und liebt abenteuerliche, romantische Geschichten. Manchmal joggt sie, aber eigentlich nur, um mehr essen zu können. Melanie lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern und einem Hasen bei Detroit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 20.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641225773
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: After We Fall
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Mein Traum von dir

1

Margot

Ich habe die Torte nicht geworfen.

Und jetzt mal im Ernst, ich finde, darauf sollten sich alle konzentrieren: auf meine außergewöhnliche Zurückhaltung. Auf die geradezu buddhistische Selbstkontrolle und majestätische Disziplin, di e mich die preisgekrönte "Cheery-Cherry-De light"-Torte haben ansehen und mich dagegen entscheiden lassen. (Nur damit ihr es wisst, es lag einzig und allein an dem Hemd, das er trug. So wütend ich auch war, brachte ich es nicht über mich, ein schneeweißes, frisch gestärktes Hemd von Brooks Brothers mit Button-down-Kragen derart zu entweihen. Ich bin schließlich kein Monster.)

Nicht dass es einem besonders empfehlenswerten Ve rhalten entspräche, ein Tablett voller Scones - mi t zugegeben miserabler Treffsicherheit - nach dem Exfreund zu werfen. Das verstehe ich vollkommen. Und jeder, der mich kennt, würde bestätigen, dass es mir absolut nicht ähnlich sieht, so etwas zu tun. Ich, Margot Thurber Lewiston, bin stolz darauf, meine Emotionen unter Kontrolle zu haben -, und zwar vorbildlich -, selbst unter Druck einen würdevollen Auftritt hinzulegen, ruhig zu bleiben und stets das Gesicht zu wahren. Ich verliere so gut wie nie die Fassung, und erst recht nicht in einem Raum voller reicher Sponsoren für die Senatoren-Wahlkampagne meines Vaters.

In meinem ganzen Leben bin ich noch nie auch nur auf die Idee gekommen, mit Essen zu werfen - oder auch mit anderen Dingen, vor allem nicht in anderer Leute Häuser. Ich habe überhaupt wenig Übung im Werfen, was vermutlich der Grund dafür ist, dass ich meine Schwierigkeiten hatte, das Ziel zu treffen (ich habe mich wegen des beschmutzten Tischtuchs tausendmal bei Mrs Biltmore entschuldigt - und auch wegen der Belleek-Vase).

Ich bin gut erzogen, auf die gute altmodische, traditionelle Art und Weise. In meiner Familie werden Bescheidenheit, Höflichkeit und vor allem Diskretion hochgehalten.

Egal, was passiert, wir machen keine Szene.

Laut meiner Mutter, Margaret Whitney Thurber Lewiston (auch bekannt als Muffy), spricht nichts so deutlich für Geschmacklosigkeit - oder noch schlimmer für Neureiche -, als jemandem eine Szene zu machen.

Sie meint, ich hätte es geschafft, mich derart geschmacklos aufzuführen, dass die Leute noch die nächsten Jahre darüber sprechen würden.

Womit sie wahrscheinlich recht hat.

Aber ich kann es erklären.

Es begann mit einer dieser Textnachrichten, die niemand dienstagnachts von einem Exfreund bekommen möchte. Auch nicht in irgendeiner anderen Nacht.

Tripp: Ich muss dich unbedingt sehen. Stehe vor der Tür.

Ich: Es ist schon spät. Können wir nicht morgen reden?

Tripp: Nein, jetzt. Bitte. Ich brauche dich.

Stirnrunzelnd starrte ich mein Handy an und fragte mich, was er wollte. Wir hatten die Beziehung vor gut einem Jahr beendet, und auch wenn wir seitdem ein freundschaftliches, leicht verkrampftes Verhältnis aufrechterhielten, hatten wir seit der Trennung kein persönliches Gespräch mehr geführt. Während ich darüber nachdachte, wie ich ihm seinen Wunsch möglichst höflich abschlagen könnte, schrieb er erneut.

Tripp: Bitte, Gogo. Es ist wichtig.

Ich spürte, wie ich beim Lesen meines Spitznamens weich wurde. Nicht weil ich ihn so gern mochte, sondern weil er mich an bessere Zeiten erinnerte. Tripp und ich kannten uns schon sehr lange, unsere Familien waren miteinander befreundet, und früher hatte ich gedacht, wir würden den Rest unseres Lebens miteinander verbringen. Die Erinnerung daran stimmte mich gnädig.

Ich: Okay. Gib mir eine Minute.

Die Minute benutzte ich dazu, meinen Pferdeschwanz zu lösen, einen BH unter das College-T-Shirt zu ziehen, das ich nachts zum Schlafen trug, und in eine pinke Seiden-Schlafanzughose zu/s

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