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Mein Weihnachtswunsch bist du Roman von Hale, Jenny (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Mein Weihnachtswunsch bist du

Als Leah erfährt, dass sie die Villa ihrer Großmutter geerbt hat, weiß sie, dass sie ihrer Tochter Sadie endlich die Kindheit ihrer Träume schenken kann. Doch es gibt einen Haken: Leah soll sich das Haus mit David, ihrem Freund aus Kindertagen, teilen. Hier scheint Ärger vorprogrammiert zu sein. Während die beiden jedoch gemeinsam vor dem Kamin sitzen und in alten Erinnerungen schwelgen, merkt Leah, wie sich ein Kribbeln in ihrem Bauch ausbreitet. Und seinem Blick nach zu schließen, fühlt David genauso ...

Als Jenny Hale mit der Schule fertig war, sagte eine ihrer Freundinnen: Passt auf, eines Tages wird Jenny Bücher schreiben! Manchmal können Freunde Dinge voraussehen, die man selbst noch nicht im Blick hat, und so brachte dieser Kommentar den Stein ins Rollen. Mein Weihnachtswunsch bist du ist Jenny Hales dritter warmherziger Weihnachtsroman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 303
    Erscheinungsdatum: 28.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732561490
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: All I want for Christmas
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Mein Weihnachtswunsch bist du

1

Leah öffnete das Päckchen von Nan. Die Bastelschere, mit der sie zuvor an einem Adventskranz gearbeitet hatte, zitterte in ihrer Hand. Sie vermisste ihre Großmutter so sehr, dass sie unwillkürlich die Luft anhielt, als ihre Finger den Umschlag berührten. Behutsam legte sie die Schere zurück zu den vielen Tannennadeln, die noch auf dem Küchentisch verstreut lagen, und fuhr sich mit den Fingern durch ihr dickes blondes Haar. Am Morgen hatte sie es noch geglättet, aber nach einem Tag mit viel Niesel- und Schneeregen kräuselte es sich schon wieder.

Sie hielt das Päckchen verkehrt herum und fing mit ihrer freien Hand einen einzelnen Schlüssel auf, den sie sofort wiedererkannte. Dann zog sie einen Stapel Dokumente aus dem Umschlag, an die eine Notiz in Nans krakeliger Handschrift geheftet war. Das Briefpapier war rosa und spitzenbesetzt, die Kanten mit kleinen gestanzten Löchern fein abgerundet. Sie legte die Dokumente auf ein paar Weihnachtskarten, die mit der Post gekommen waren, und konzentrierte sich auf den Brief. Sehnsüchtig dachte sie an Nans weiche, beruhigende Stimme, die sie so gern noch einmal hören würde.

»Mama«, sagte in diesem Moment Leahs Tochter Sadie und riss sie damit aus ihren Gedanken. Sie trug immer noch den rotblauen Turnanzug, den Leah ihr als Überraschung zum Geburtstag geschenkt hatte. Sadie hatte ihn in einer Sportzeitschrift entdeckt und gesagt, dass sie eines Tages einen eigenen Anzug wie diesen haben wolle. Zusammen hatten sie ihr dann eine passende Haarspange gebastelt, die Sadie in ihrem weißblonden Haar trug. Ihren Turnanzug zog sie nun jeden Tag nach der Schule an, um ihre Gymnastikübungen zu machen. Und sie war ein Naturtalent.

»Die Mädels sind hier«, sagte Sadie. Sie bückte sich und legte ihre Hände auf die Bodenfliesen zwischen dem Tisch und dem Küchentresen. Dann hob sie langsam ein Bein in die Luft, bis sie in einem perfekten Standspagat war. Schließlich hob sie ihr zweites Bein ebenfalls und streckte sich in einen Handstand. Sadie hatte gelernt, diese Bewegungen sehr langsam auszuführen, denn flinkere Bewegungen führten immer dazu, dass Leah hektisch durch die Küche sprang und ihre Arme um Sadies Beine schlang, während sie gleichzeitig nach herumstehendem Geschirr und Nippes griff, um es zu retten. Aber wenn Sadie sich langsam bewegte, konnte Leah die Präzision in ihren Bewegungen und ihre Kontrolle deutlich sehen, und dann machte sie sich überhaupt keine Sorgen. Leah grinste.

Sadie kam wieder zum Stehen und öffnete die Nebeneingangstür, die zur Einfahrt führte. Ein bitterkalter Windstoß wehte an dem neuen Adventskranz aus frischen Tannenzweigen vorbei. Leah ließ den Brief und die Dokumente wieder in den Umschlag gleiten und steckte den Schlüssel in ihre Hosentasche. Ein weiterer Luftzug ließ sie erschaudern, als die Mädels schnatternd eintraten - die kleine Roz und die große Louise, die beide dick in ihre Wintermäntel eingemummelt waren.

»Die Mädels« war der Name, den Leah sich und ihren beiden besten Freundinnen gegeben hatte, als sie sich zum ersten Mal getroffen hatten. Angefangen hatten sie als eine Gruppe von sieben alleinerziehenden Müttern, der Leah beigetreten war, nachdem sie Roz, ihre Arbeitskollegin im Blumenladen, kennengelernt hatte. Aber im Laufe der Jahre waren die Mädels auf drei Frauen geschrumpft - Leah, Roz und Louise -, und sie waren mehr geworden als nur eine Selbsthilfegruppe. Sie waren beste Freundinnen. Heute Abend trafen sie sich bei Leah zu einem späten Abendessen.

»Ihr seid früh dran«, sagte Leah grinsend, als Roz, in eine burgunderrote Seemannsjacke und gestreifte, fingerfreie Handschuhe eingepackt, eine Flasche Wein auf die Anrichte stellte. Es war eine kitschige Flasche Spezialwein mit einem goldenen, glitzernden Weihnachtsbaum auf dem Label.

»Louise hat darauf bestanden, dass wir früher losfahren. Sie war davon überzeugt, dass es plötzlich anfangen wird zu schneien und w

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