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Mein wildes Herz von Martin, Kat (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2012
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Mein wildes Herz

Er ist ein wilder Krieger von einer einsamen Insel, sie eine elegante Londoner Lady - und ihm rettungslos verfallen!Leif Draugr ist die Zirkusattraktion in London. Wie eine wilde Bestie wird er im Käfig vorgeführt. Die junge Krista ist schockiert! Wie kann man einem Menschen so etwas antun! Aber sie verspürt auch eine animalische Anziehung beim Anblick von Leifs muskulösem, halb nackten Körper. Spontan kauft sie ihn frei und bittet ihren Vater, ihn aufzunehmen. Während Leif sich nach und nach in einen 'ordentlichen' Gentleman verwandelt, entflammt ihr Herz immer mehr für ihn. Doch dann will Leif zurück in seine ferne Heimat - mit Krista!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 07.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955762285
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 535 kBytes
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Mein wildes Herz

2. KAPITEL

L ondon, 1842

"Mädchen, ich sage dir, es ist an der Zeit, dass du deine Pflicht tust!" Heftig schlug der Earl of Hampton mit der knotigen Hand, auf der die Adern dick hervortraten, auf den Tisch.

Der dumpfe Knall ließ Krista Hart auffahren. "Meine Pflicht? Es ist wohl kaum meine Pflicht, einen Mann zu heiraten, den ich nicht ausstehen kann!" Sie befanden sich auf einem Ball im Stadtpalais des Duke of Mansfield. Durch die Wände der Bibliothek konnte man das achtköpfige Orchester hören, das oben in dem verschwenderisch mit Spiegeln ausgestatteten Ballsaal spielte.

"Was stimmt denn nicht mit Lord Albert?" Ihr Großvater - ein leicht gebeugter, großer, silberhaariger Mann - sah sie mit seinen hellen blauen Augen an. "Er ist jung und sieht nicht schlecht aus und ist der zweite Sohn des Marquess of Lindorf, Mitglied einer der bekanntesten Familien Englands."

"Lord Albert ist nichts anderes als ein Speichellecker. Der Mann ist eitel, zimperlich und überaus selbstgefällig. Er ist eingebildet, nicht sehr intelligent, und ich habe nicht das geringste Interesse daran, ihn zu heiraten."

Das faltige Gesicht ihres Großvaters lief rot an. "Gibt es eigentlich in ganz London einen Mann, der dir gefällt, Krista? Du bist verpflichtet, mir einen Enkel zu schenken - und allmählich läuft dir die Zeit davon!"

"Ich kenne meine Pflicht, Großvater. Man hat sie mir gegenüber ja oft genug erwähnt." Durch eine besondere Verfügung des letzten Königs konnte der Titel der Hamptons, wenn kein männlicher Erbe vorhanden war, auch durch ein weibliches Familienmitglied auf den ersten männlichen Nachkommen übertragen werden. "Ich bin einer Heirat nicht abgeneigt, es ist nur ..."

"Dass du zu sehr mit deiner verflixten Zeitung beschäftigt bist. Dein Vater tolerierte den törichten Wunsch deiner Mutter, wie eine Bürgerliche zu arbeiten. Und dir gegenüber zeigt er jetzt die gleiche Nachsicht. Mein Gott, keine anständige Frau unseres Standes hat einen Beruf oder macht sich mit den unteren Ständen gemein, wie du es tust, indem du dein lächerliches Blatt herausgibst."

"Heart to Heart ist kein lächerliches Blatt. Unsere Artikel sind nicht nur informativ, sie haben auch eine erzieherische Wirkung, sind offen und ehrlich, wie der Name schon sagt, und ich bin äußerst stolz auf die Arbeit, die wir leisten."

Ihr Großvater schnaubte verächtlich. "Lassen wir einmal deine dumme Zeitung beiseite. Du bist meine einzige Enkelin. Es ist an der Zeit, dass du an deine Zukunft denkst und mir endlich den Erben schenkst, den ich brauche."

Als Krista zu ihm ging, raschelten die Unterröcke unter ihrem pflaumenfarbenen Kleid. Diese Unterhaltung hatte schon so oft stattgefunden und immer mit dem gleichen Ergebnis geendet. Aber Krista liebte ihren Großvater und wollte ihm nicht missfallen.

Sie küsste ihn auf die Wange. "Ich wünsche mir das fast so sehr wie Sie, Großvater. Doch ich weigere mich, einen Mann wie Lord Albert zu heiraten. Ich glaube, ich werde noch rechtzeitig den richtigen Mann treffen."

Vielleicht hatte sie ihn schon getroffen. Letzte Woche hatte sie einen Freund ihres Vaters namens Matthew Carlton kennengelernt. Matthew war außerordentlicher Professor, zweiter Sohn des Earl of Lisemore und genau die Art von Mann, wie ihn sich ihre Familie als Gatten für Krista wünschte. Matthew schien zudem an einer Fortführung ihrer Bekanntschaft interessiert zu sein.

Trotzdem wagte Krista es nicht, ihrem Großvater von ihm zu erzählen. Vielleicht würde er sie und auch Matthew dann unter Druck setzen.

Der Earl sah ihr in die Augen. "Ich will ja nicht, dass du unglücklich wirst. Das weißt du doch, nicht wahr?"

"Natürlich. Mit der Zeit wird sich sicher alles richten." Zumindest hoffte sie es. Aber sie war anders als die Frauen ihres Standes: größer, als es dem Schönheitsideal entsprach, kräftiger - und unabhängiger. Die Vereh

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