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Meine Valentina Lesbische erotische Erzählungen von Rick, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2012
  • Verlag: Konkursbuch
eBook (ePUB)
2,99 €
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Meine Valentina

Sinnlich, sanft, sexy. Aber auch hemmungslos und sehr prickelnd. Jede Kurzgeschichte dreht sich um eine selbstbewusste Frau, die mitten im Leben steht. Die bekannte Wiener Autorin Karin Rick beherrscht es, Liebe und vor allem die damit verbundene Intimität und Lust zwischen Frauen so klar zu schildern, dass ein konkretes Bild der aufregenden Szenen in der Fantasie des Lesers entsteht. Diese Kurzgeschichtensammlung quillt über vor erotischen Abenteuern, schnellem Sex und unvorhergesehenen, spannungsgeladenen Situationen. Auch die charmanten Charaktere der Hauptakteure ziehen den Leserinnen in ihren Bann. Da gibt es beispielsweise die starke Wienerin in den Medien, die sich auf ihrer Geschäftsreise nach Hamburg auf einen Flirt einlässt, oder die kokette Ehefrau, die sich regelmäßig, aber heimlich, mit Frauen einlässt. Auch von Beziehungen und dem damit verknüpften Alltagsleben ist die Rede. Diese Kurzgeschichtensammlung bietet Lesestoff, der anregt und Lust auf mehr macht. 'Niemand kann heimliche, heftige Sexszenen zwischen Frauen so schön beschreiben wie die Wiener Autorin Karin Rick.' (L-Mag) 'Eine der großen Stärken von Karin Rick: Sie kann Ambivalenzen der Lust messerscharf erkennen, mehr noch: sich an ihnen ergötzen ...' (lespress)

Die Wiener Autorin schreibt seit vielen Jahren über Liebe, Sex und Macht. Ihre Romane verschränken grenzgängerisch sexuelle Freizügigkeit mit innigen Gefühlen. Sie studierte Kommunikationwissenschaft und Kunstgeschichte. Dolmetscher- und Übersetzerstudium an den Universitäten Wien und Paris, Studien- und Lehraufenthalte in Frankreich, Belgien und Spanien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 11.09.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783887699529
    Verlag: Konkursbuch
    Größe: 387kBytes
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Meine Valentina

Meine Valentina

Für Donnerstag hat Ela Theaterkarten organisiert, eine Opera picola zu dem Text "Die Humanisten" von Ernst Jandl, Musik von Olga Neuwirth, im Porgy & Bess. Finde ich gut, von selbst hätte ich mir das Stück nicht angeschaut, aber Ela liebt es, Veranstaltungen für uns beide zu planen und das gefällt mir~ dass es eine Kontinuität zwischen uns gibt, dass sie umtriebig ist, dass man sich auf Dinge mit ihr freuen kann.

Wir wollen vorher ins Ramien essen gehen, Ela hat es sogar als "Ausgehen zum Valentinstag" deklariert. Davor trifft sie sich noch mit der halbwüchsigen Tochter einer ihrer Freundinnen. Wir vermuten, dass diese Tochter lesbisch ist, kurz vor ihrem Coming-out steht und Tipps von Ela will.

Der Abend beginnt chaotisch, das kenne ich von Ela schon. Das Mädchen wartet statt am Gürtel in der Babenbergerstraße.

1.

Und beide gehen, kurz bevor ich zu ihnen stoße, der Einfachheit halber ins Café Sperl, das ich nicht leiden kann, was ich ausdrücklich gesagt habe. Nun muss ich doch hin, zumindest um Ela abzuholen. Während Ela sich mit dem Mädchen unterhält und es in dem Gespräch tatsächlich darum geht, welche Frauenlokale dieses Gör aufsuchen kann, um jemanden kennenzulernen, sitze ich auf Nadeln. Die junge Frau ist nett, aber weltfremd und auf uns angewiesen. Sie bestellt nichts ahnend auch noch einen Toast, nun müssen wir warten, bis er serviert wird und sie damit fertig ist. Ich will in diesem ungemütlichen Scheißcafé nichts konsumieren, sondern nur weg und eigentlich mit Ela allein sein. Ela spürt meinen stummen Vorwurf, ist konfus und verunsichert. Sie überspielt das, indem sie mich beschwichtigt. Meine Unbehaglichkeitsgefühle spielt sie herunter, versucht, mich ruhigzustellen, was ich wiederum nicht leiden kann. Unvermittelt kommen auch Sätze wie: "Ich bin so stolz auf dich, dass du wieder ein neues Buch geschrieben hast." Oder, als das Girl auf der Toilette ist: "Ich war so aufgeregt, als du zur Tür hereingekommen bist, ich wäre am liebsten mit dir allein gewesen." Diese schmeichelnden Worte machen mich natürlich weicher, aber sind sie nicht auch ein klein wenig Bestechung, um mich von der von ihr verursachten beklemmenden Situation abzulenken?

Danach bringt sie die Tochter der Freundin noch zu einer U-Bahnstation, weil die sich in Wien gar nicht auskennt, findet ihr Auto nicht und ich werde ungeduldig und gehe allein ins Ramien vor. Ich habe Kopfschmerzen, der Beginn einer Migräne, ich habe ja zu Mittag mein neues Buch knapp vor dem vereinbarten Abgabetermin fertiggestellt und der damit verbundene Leistungsdruck hat prompt einen Anfall ausgelöst. Nun fürchte ich, dass der sich zuspitzt, wenn ich vor dem Opernabend im Porgy & Bess nichts esse. Ich habe bereits zwei Migradon genommen, das sind 500 Milligramm Paracetamol, nicht gerade wenig.

Ela erscheint erst um zehn nach sieben im Ramien, als ich mit dem Essen fast fertig bin, uns bleiben noch zwanzig Minuten bis zum Beginn der Vorstellung. "Vor Aufregung bin ich jetzt auch noch in die Glastür des Lokals hineingerannt", ruft sie, als sie auf mich zukommt. "Ich hab sie nicht gesehen, wer rechnet auch schon mit einer zweiten Tür nach der ersten?" Das Migradon beginnt zu wirken, ich fühle mich wehrlos, von einer zähen Flüssigkeit hin- und hergeschubst, die immer wieder an meine Schmerzzonen stößt, und als wir zum Auto gehen, geraten wir uns in die Haare, weil sie mir schon wieder nicht zuhören kann, ohne sofort einen von mir gesponnenen Faden in ihrem Sinne, mit ihren Erlebnissen, weiterzuspinnen, so dass von meiner Erzählung dann am Ende nichts übrig bleibt. Das macht mich wütend un

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